Das Leben ist schön

Kürbiskuchen mit Walnussstückchen

Mein erster Kürbiskuchen! Ich habe ja erst im letzten Jahr Kürbisse für mich entdeckt – früher hatte ich immer die falschen Sorten probiert, die mir nie geschmeckt haben, aber im vergangenen Jahr hab ich mich in Butternut, Hokkaido und einige andere wohlschmeckende Sorten verliebt. Da liegt es nahe, verschiedene Rezepte damit auszuprobieren. Gestern abend gabs gebackenen Butternut-Kürbis mit Olivenöl und Montreal Spice und davon hatte ich mir vor dem Würzen ein Stück beiseite gelegt, um endlich mal einen Kürbiskuchen zu backen. Ein Rezept hatte ich mir im Internet rausgesucht und zwar eines, das einen sehr würzigen Kuchen versprach, wie er perfekt in die Jahreszeit passt.

Zunächst habe ich den Kürbis (250g) in kleine Stücke geschnitten und in wenig Wasser weich gekocht. Dann die trockenen Zutaten gemischt:

230g Mehl, 1 TL Natron, 1/2 TL Backpulver, 1/2 TL Salz, 1/2 TL Nelkenpulver, 1/2 TL Zimtpulver, 1/2 TL Ingwerpulver, 1 Prise Muskatnuss und den Abrieb von einer halben Orange, ca. 1 TL voll.

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Den inzwischen weichen Kürbis habe ich gut abtropfen lassen und später fein püriert. Vorher aber noch die restlichen Zutaten bereitgestellt.

115g Margarine, 185g brauner Rohrzucker, 2 große Eier, 60ml Orangensaft.

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Die Margarine mit dem Zucker habe ich mit dem Handrührgerät schön schaumig gerührt, bis der Zucker aufgelöst war. Dann nach und nach die Eier untergerührt, dabei mindestens 1 Minute pro Ei weiterrühren.

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Wenn die trockenen Zutaten untergemischt werden, sollte man nicht mehr allzuviel rühren, sonst fällt der Teig später zusammen und wird klitschig. Also schnell die trockenen Zutaten mit einem Holzlöffel unterheben, das Kürbismus und den Orangensaft ebenfalls. Ich hab auch noch 80g Walnüsse untergehoben für etwas Biss im Kuchen.

Den Teig habe ich vorsichtig in eine kleine mit Trennfett ausgesprühte Kastenform gegeben – dieses Trennfett habe ich für gerillte und andere unregelmäßige Formen wirklich lieben gelernt, weil man damit in die allerletzte Ecke kommt und wirklich nichts anhängt, man sollte es aber im Freien benutzen, weil es sich auch im Raum gut verteilt beim Sprühen.

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Den Kuchen habe ich jetzt auf die mittlere Schiene im Backofen eingeschoben, 180° Ober- und Unterhitze, keine Umluft (lässt Kuchen gern mal trocken werden), für 55 Minuten drin lassen und, wenn die Stäbchenprobe zeigt, dass der Kuchen gut ist, rausholen. Ich habe ihn noch kurz in der Form stehen lassen, danach rausgeholt und abkühlen lassen. Und da steht er nun in seiner ganzen Pracht.

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Man kann ihn jetzt noch mit Glasur überziehen oder mit Puderzucker bestäuben, aber ich hab ihn einfach mal so angeschnitten, weil Markus natürlich direkt probieren wollte, als der Kuchen kaum abgekühlt war.

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Die Krume ist schön locker und feinporig, der Kuchen ist gut durchgebacken, weich und saftig – genau so muss ein Rührkuchen sein. Durch das noch warme Kürbispüree war der Teig vor dem Einfüllen ein bisschen weich geworden, so dass die Walnüsse größtenteils nach unten gesunken sind, nächstes Mal muss ich das Püree noch etwas weiter runterkühlen, bevor ich es verwende. Davon lassen wir uns aber nicht die Laune verderben.

Kürbiskuchen

Der Kuchen, der schon aus dem Ofen heraus wunderbar herbstlich geduftet hat, schmeckt auch genau so. Durch die Gewürze mutet er fast ein bisschen weihnachtlich an. Herrlich. Richtig lecker ist er. Den gibts sicher bald mal wieder.

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