Das Leben ist schön

Roggen-Sauerteigbrot

Eine unbedachte Bemerkung im GSV (nämlich die, dass ich bei Gelegenheit einen Sauerteig ansetzen möchte) brachte eine nette Grillsportkollegin (danke, Stonehead) auf die Idee, mir einen Teil ihres schon sehr triebfreudigen Sauerteigs anzubieten. Nur zwei Tage später lag er im Briefkasten. Und so kam es, dass ich heute zum ersten Mal meinen neuen Backofen ausprobiert habe und ihn mit einem Sauerteigbrot eingeweiht habe.

Eun geeignetes Rezept für den Einstieg hat sie mir auch gleich mitgeschickt, das von Ketex stammt.

Ein paar Vorbereitungen müssen sein. Den Sauerteig habe ich vergrößert, indem ich ihn (es waren ca. 100g) am Tag vorher mit 200g Roggenmehl und 200g Wasser verrührt habe. Außerdem habe ich einen Vorteig angesetzt, bestehend aus 265g Weizenvollkornmehl, 250ml Wasser und 3g Hefe (ich hab einfach ein paar Krümel Trockenhefe genommen). Diese Zutaten werden einfach locker miteinander verknetet. Beide Teige müssen 16 Stunden reifen, der Vorteig bei Zimmertemperatur, der Sauerteig etwas wärmer. Da ich gestern den ganzen Tag unterwegs war, war die Reifezeit meiner Teige ein bisschen länger, ca. 24 Stunden.

Heute morgen habe ich zunächst den Sauerteig ordentlich durchgerührt. Er hat Blasen geschlagen und angenehm säuerlich gerochen – perfekt.

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Nun werden der Vorteig (der leicht aufgegangen war), der Sauerteig (wieder ca. 100g für das nächste Brot aufgehoben), weitere 200g Roggenmehl (Typ 1150) und 15g Salz zusammengegeben und in der Küchenmaschine 6 Minuten geknetet. Wenn der Sauerteig noch relativ jung ist, sollte man noch etwas Hefe zugeben (ich habs gemacht, aber wieder nur ein paar wenige Krümel Trockenhefe), wenn er genug Triebkraft hat, ist das nicht nötig, dann sorgt allein der Sauerteig für ein Aufgehen des Teiges.

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Nach dem Kneten hab ich den Teig 30 Minuten ruhen lassen, ihn dann noch mal mit den Händen ordentlich durchgeknetet, eine Rolle geformt und diese in ein gut bemehltes Gärkörbchen gelegt.

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Nun habe ich den Teig für ein paar Stunden abgedeckt in Ruhe gelassen. In der Zeit haben wir einen 6km langen Spaziergang gemacht, der uns unter anderem in den Crumstädter Wald geführt hat, wo wir ein paar Blätter Bärlauch gepflückt haben.

Nach drei Stunden hat sich der Teig sichtbar vergrößert und sogar schon einige Risse bekommen. Ich war der Meinung, das reicht (ein bisschen mehr wär noch gegangen).

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Also hab ich ihn auf ein Backblech gestürzt, ein Rautenmuster eingeschnitten

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und den Brotlaib in den 250° heißen Ofen gestellt. Noch etwas Wasser in den heißen Ofen gegossen (Schwaden), damit das Brot gut aufgeht, dann ca. 10 Minuten bei 250° gebacken und nach dieser Zeit die Ofentemperatur auf 180° eingestellt. Diese Temperatur hat sich dann langsam eingestellt.

Nach insgesamt 1 Stunde Backzeit habe ich das Brot geprüft, indem ich auf den Boden geklopft habe. Wenn es hohl klingt, ist es gut.

Und so sah es aus, als es fertig war.

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Ich habe es auf dem Gitter auskühlen lassen, aber lange haben wir es nicht ausgehalten, bis es angeschnitten und zusammen mit Bärlauchquark als kleine Zwischenmahlzeit serviert wurde.

Roggenbrot

Da es noch warm war, sieht der Anschnitt hier noch etwas feucht aus, aber beim Schneiden mit der Schneidemaschine hat sich eine sehr feine Krume offenbart. Für etwas mehr Lockerheit hätte es noch eine Stunde mehr aufgehen können, aber ich bin mit dem Resultat fürs erste Mal sehr zufrieden. Das Brot ist absolut lecker, leicht säuerlich, mit weichem Innenleben und einer knackigen Kruste.

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