Das Leben ist schön

Toblerone Cheesecake

Unser Urlaub in Schottland liegt einige Wochen zurück – und wieder haben wir Orte entdeckt, die wir in den 9 Jahren zuvor noch nie besucht hatten. Und dazu zählt ein ganz besonderer Tea-Room. Nie im Leben wären wir darauf gekommen, in einem der unzähligen Gartencenter dort in den Tea-Room zu gehen, um Kaffee oder Tee zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen, aber Mathilda und Andre hatten uns so sehr von dem Käsekuchen in Munlochys Nursery vorgeschwärmt, dass wir nicht daran vorbeikamen. Und wir mussten feststellen – der Käsekuchen (immer andere Sorten) war so gut, dass wir ganze 4 Mal in einer Woche dort waren 🙂

Der beste Käsekuchen dort war für uns der Caramac-Cheesecake und ich hab mich direkt nach dem ersten Bissen auf die Suche nach einem Rezept gemacht. Gefunden – zu Hause nachgebacken – und leider keine Fotos gemacht. Aber ich habe noch weitergestöbert und auch einen Toblerone Cheesecake gefunden. Der hat mich ganz besonders begeistert und darum muss ich ihn euch unbedingt vorstellen. Ich hatte mir sogar in Schottland noch eine Springform in genau der benötigten Größe gekauft (20cm), so dass dem Nachbau nichts im Wege stand. Beim ersten Caramac-Cheesecake-Nachbau hatte ich leider keine Creme double bekommen und daher etwas mit Ersatz experimentiert, aber es ist schon wichtig, diese zu verwenden, sie macht die Füllung einfach noch mal deutlich cremiger.

Der Kuchen schmeckt direkt aus dem Kühlschrank schön frisch – aber ich schreibe bewusst nicht “leicht”, denn leicht ist daran gar nichts. Mehr als ein kleines Stück geht auch, so lecker er auch ist, nicht runter.

Hier nun also meine Toblerone-Cheesecake-Version. Für die Variante mit Caramac-Riegeln kann die angegebene Tobleronemenge durch Caramac ersetzt werden, hier hatte ich aber keine Stückchen unter die Creme gehoben sondern nur das geschmolzene Caramac verwendet.

Folgende Zutaten habe ich verwendet:

Für den Boden:

  • 200g Butterkekse
  • 100g Butter

Für die Füllung:

  • 200g Toblerone geschmolzen
  • 500g Frischkäse (Vollfett – nicht durch Magerversion ersetzen)
  • 100g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 300g Creme double
  • 200-300g Toblerone in Stücke geschnitten

Für die Verzierung:

  • 50g Vollmilchschokolade
  • 150g Creme double
  • Tobleronestückchen

Der Kuchen ist ein no-bake Käsekuchen, wird also nur kalt angerührt. Den Boden mache ich zuerst. Dafür zerbrösele ich die Butterkekse (am besten im Foodprozessor – man kann sie auch in eine Tüte geben und mit dem Nudelholz zerdrücken) und gebe die geschmolzene Butter dazu. Wenn die Butter eingearbeitet ist, die Krümel also leicht feucht sind, können sie in die Springform gefüllt werden. Ich habe allerdings festgestellt, dass mir der Boden etwas zu dick geworden ist, ich würde für die kleine Springform das nächste Mal lieber weniger nehmen. Die Kekskrümel hab ich mit einem Messbecher fest angedrückt und den Boden dann in den Kühlschrank gestellt.

Weiter gehts mit der Füllung, dafür wird erst mal die Toblerone über einem Wasserbad geschmolzen. Danach muss sie etwas abkühlen, weil sonst die Füllung zusammenfällt.

In meiner Küchenmaschine verrühre ich mit dem Schneebeesenaufsatz den Frischkäse mit dem Vanilleextrakt und dem Puderzucker, das geht in wenigen Sekunden.

Dazu kommt die abgekühlte aber noch flüssige Schokolade und wird untergerührt, dabei auf etwas höherer Stufe schlagen, damit die Zutaten sich gut verbinden.

Die Creme double wird nun ebenfalls hinzugegeben und zusammen wird die Mischung so lange mit dem Schneebesen geschlagen, bis sie ganz steif wird. Die Creme double sollte vorher gut gekühlt sein, dann lässt sie sich perfekt aufschlagen, ansonsten kann es passieren, dass sich die Molke abtrennt und die Masse flüssig wird.

Nun nur noch die restliche Toblerone hacken und unter die Creme heben, dann kommt die Creme auf den Keksboden.

Wie ihr seht, passt die Menge der Füllung exakt in die 20cm-Form. Man kann auch eine etwas größere Springform verwenden, dann wird der Kuchen nicht ganz so hoch. Dann muss der Kuchen mindestens ein paar Stunden besser über Nacht kalt gestellt werden, damit die Creme schön fest werden kann.

Am nächsten Tag kommt noch die Verzierung drauf. Ich schmelze 50g Schokolade (keine Toblerone, weil die enthaltenen Stückchen nicht durch die Tülle gehen – bei der Caramac-Version hab ich hier aber Caramac-Riegel dafür genommen) und fülle diese in eine kleine Tüte, bei der ich die Spitze abschneide. Nun spritze ich die Schokolade im Gittermuster auf den Kuchen.

Nun noch die Creme double steif schlagen (sie ist im Becher fest, wird beim Schlagen erst flüssig und dann richtig steif), Tupfen auf den Kuchen setzen und mit jeweils einem Stück Toblerone verzieren.

Der Kuchen ist am besten, wenn er schön kalt ist, also am besten direkt aus dem Kühlschrank servieren. Er ist ein bisschen schwierig zu schneiden wegen der Stückchen darin, also sollte man ein scharfes Messer haben. Hatte ich leider nicht im Büro, darum ist der Anschnitt nicht so hübsch geworden wie erhofft. Meine Kollegen, für die ich den gebacken habe, sind aber alle begeistert gewesen und ich muss sagen, er kommt dem Kuchen aus Munlochy sehr sehr nahe. Der hohe Fettanteil macht ihn extra cremig und gehaltvoll und das schmeckt man bei jedem Bissen.

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