Das Leben ist schön

Cappuccino-Torte nach Anna

Vor vielen Jahren hat uns unsere Freundin Anna oft mit dieser Cappuccino-Torte verwöhnt, und auch das Rezept hat sie uns gern verraten. Und da wir nun schon lange keine Torte mehr von ihr bekommen haben (stattdessen bringt sie zu unseren Mädelstreffen nun ihren hervorragenden Brokkolisalat mit, auf den wir nie verzichten wollen), waren wir ausgehungert, und so musste ich selbst mal wieder ran und für Jutta zum Geburtstag diese Torte backen.

Die Basis für die Torte ist ein lockerer Bisquitboden aus 4 Eiern, 120g Zucker, 1 Prise Salz und 150g-180g Mehl, je nach Größe der Eier.

In meiner Küchenmaschine schlage ich Eier, Zucker und Salz so lange auf, bis die Eiercreme fast weiß geworden ist und sehr steif ist.

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Das Mehl hebe ich vorsichtig mit einem Spatel oder einem Schneebesen unter, dabei sollte man nur ganz vorsichtig rühren. Dann ist der Teig auch schon fertig und kann gebacken werden.

Ich backe Bisquits inzwischen nur noch mit der Isoliermethode, bei der der Rand der Springform gekühlt wird, was dafür sorgt, dass dieser nicht schneller backt als der Rest vom Teig. Dadurch geht der Teig gleichmäßiger auf und fällt auch am Ende nicht so stark zusammen.

In einen langen Strang Alufolie lege ich nasses Küchenpapier, wickle das zusammen um die Springform und fixiere es mit Büroklammern. Die Springform lege ich noch mit Backpapier aus und fülle den Teig ein, bei 180° gehts für 30 Minuten in den Ofen.

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Den gebackenen Boden schneide ich nach dem Auskühlen zweimal durch und lege den unteren Boden auf die Tortenplatte mit einem Tortenring drumherum. Er wird mit der ersten Schicht Cappuccinosahne bestrichen. Für diese benötige ich 200ml Sahne, etwas Zucker und ein Tütchen Fertigcappuccino, ich hatte Nuss-Nougat-Cappuccinopulver von Niederegger. Etwas gemahlene Vanille habe ich ebenfalls noch zugefügt.

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Die Sahne wird mit den genannten Zutaten fest aufgeschlagen und auf dem ersten Boden dünn aufgestrichen.

Und dann kam ein dienstliches Gespräch mit Kanada dazwischen und vom nachfolgenden Schritt gibts leider keine Fotos. Auf den ersten Boden kommt nämlich noch eine Kirschfüllung. Ein Glas Schattenmorellen habe ich in ein Sieb gegeben und den Saft aufgefangen, außerdem die Kirschen auf übriggebliebene Steine durchsucht (und tatsächlich einen gefunden). Ich koche den Saft auf und dicke ihn mit in Wasser angerührter Speisestärke an, dann rühre ich die Kirschen darunter und lasse den Kirschpudding auskühlen, später wird er auf den ersten Boden auf die Cappuccinosahne gestrichen. Dann lege ich noch den zweiten Boden drauf und lasse die Torte erst mal über Nacht stehen – am nächsten Morgen gehts weiter.

Die letzten 800ml Sahne – hab ich erwähnt, dass es sich hier um Diätkuchen handelt? Falls ja, war das gelogen – wird ebenfalls noch mit 4 Tütchen Cappuccino, etwas Zucker und Vanille aufgeschlagen.

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Auf den zweiten Boden wird ungefähr die Hälfte der restlichen Sahne verteilt, dann wird der dritte Boden aufgelegt und die gesamte Torte wird noch dünn mit der Sahne bestrichen.

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Mit dem Rest setze ich 16 Tupfen auf den Tortenrand, dann ist sie fast schon fertig.

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Die Mitte bestreue ich noch ganz dünn, nur einen Hauch, mit etwas Cappuccino-Pulver und auf die Tupfen setze ich noch ein paar Schattenmorellen, dann ist die Torte fertig und sollte im Kühlschrank noch ein paar Stunden durchziehen.

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Auch wenn ich dieses Mal nichts von gegessen habe, weiß ich noch, wie lecker diese Torte ist. Die Kombination aus Cappuccino und den frischen Kirschen zwischen luftig lockerem Teig ist wirklich fast unschlagbar. Mit insgesamt 1 Liter Sahne ist sie aber kein Leichtgewicht, aber ein schmales Stückchen kann man sich gern mal genehmigen.

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