Das Leben ist schön

Garnelencurry

Nachdem ich gestern, nach einem langen, anstrengenden aber erfolgreichen Gartentag einem Faulheitsanfall erlegen bin und mit Markus ganz schnell nur einen Döner gegessen habe, geht es erst heute mit einem Curry aus Sri Lanka weiter. Für heute stand ein Garnelencurry auf dem Plan.

Folgende Zutaten habe ich benötigt:

  • 750g Riesengarnelen mit Kopf und allem drum und dran
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer
  • 1/2 Limette
  • frische Curryblätter
  • ein Stück frisches Pandanblatt
  • 150g feine Kokosraspel
  • 2 EL Kokoscreme
  • 50g Ghee (geklärte Butter)
  • 1 Zimtstange
  • 2 Gewürznelken
  • 2 grüne Kardamomkapseln
  • 1/2 TL Bockshornkleesamen
  • 1 TL Chilipulver
  • 1/4 TL Kurkumapulver
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1 TL Currypulver für Fischgerichte (Rezept folgt)
  • Salz zum Abschmecken

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Auf dem Bild ist es schon zu sehen, das mittlerweile dritte Currypulver, das ich für diese Woche angemischt habe, diesmal passend für Fischgerichte. Übrigens habe ich das Currypulver für Fleischgerichte heute morgen mal auf unsere Spiegeleier gestreut – eine sehr leckere Abwechslung zu Salz, Pfeffer und Paprikaflocken, die sonst auf den Spiegeleiern landen. Da diese selbstgemachten Currypulver wirklich sehr aromatisch sind, kommen sie in Zukunft sicher öfter mal zum Einsatz.

Das Currypulver für Fischgerichte besteht aus ähnlichen Zutaten wie schon die beiden zuvor, ist aber natürlich ein bisschen anders.

Currypulver für Fischgerichte

  • 1,5 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL Kreuzkümmel
  • 1 EL Fenchelsamen
  • 20g Koriandersamen
  • 1 TL Bockshornkleesamen
  • 1 Stück Zitronengras
  • 1 Zweig Curryblätter, Blätter abgezupft

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Wie zuvor auch werden die Gewürze in einer trockenen Eisenpfanne angeröstet, dabei achte ich besonders darauf, dass auch die Blätter immer mal wieder an den Pfannenboden gedrückt werden, damit sie beim Rösten trocken werden.

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Ich lassen die gerösteten Samen kurz abkühlen und mixe sie dann komplett mit den Blättern und dem Zitronengras. Man kann auch die Blätter und das Zitronengras ganz lassen und das Pulver über die Zeit im Glas das Aroma annehmen lassen – ich aber will das Pulver sofort verwenden, darum geht alles durch meinen kleinen Mixer. Wie zuvor auch, wird es nicht hauchfein, ich mag aber die etwas grobere Konsistenz sehr gern.

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So, das Currypulver haben wir und wie auch die anderen beiden duftet es unwiderstehlich.

Kommen wir zu den Kokosraspeln. Die werden mit 300ml Wasser aufgekocht, und ich lasse sie ca. 3-4 Minuten kochen, um dann die gewonnene Kokosmilch abschöpfen zu können. Weil mir die Kokosmilch aber zu dünn erscheint, öffne ich später noch eine Dose Kokosmilch (nicht schütteln) und nehme 2 EL des dickeren Teils der Kokosmilch, die sehr cremig ist.

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Dann folgt die etwas langwierige Vorbereitung der Garnelen. Auf dem Zutatenbild erkennt man schon, dass ich mit den Köpfen noch etwas vorhabe. Ich ziehe die Köpfe ganz vorsichtig von der Garnele ab, so dass das weiche Innere rausrutscht. Die Schale vom Kopf spüle ich noch mal aus und lege ihn beiseite. Die Innereien trenne ich vom Garnelenschwanz und verwerfe sie, dann ziehe ich noch den Darm vorsichtig raus und trenne den Panzer vom Garnelenschwanz, wobei das letzte Glied und die Schwanzspitze intakt bleiben sollen. Wenn man das alles für 750g Garnelen gemacht hat – weiß man, was man getan hat. Die gewaschenen Garnelenköpfe kommen mit 200ml Wasser in einen Mixer.

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Mein Foodprozessor ist leider schon in die Jahre gekommen, so richtig Püree schafft er nicht mehr aus den Köpfen. Es ist schon ein bisschen „örks“, was dabei rauskommt. Ich drücke das Püree durch ein Sieb und gebe es zur Kokosmilch.

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Klingt alles schlimmer als es ist, um es mal vorweg zu nehmen, das Endergebnis ist wirklich spitze!

Die Zwiebel schneide ich in kleine Würfel, den Ingwer und den Knoblauch in feine Scheiben, die Chilischote hacke ich. Ingwer, Knoblauch, Zwiebel sowie die Curry- und Pandanblätter brate ich im Ghee an, bis die Zwiebeln weich sind.

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Dann gebe ich alle anderen Zutaten (bis auf die Garnelen-Kokosmilchmischung und die Limette) dazu und brate unter Rühren alles 5 Minuten bei geringer Hitze an.

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Nun gieße ich etwas Wasser, nur ein kleiner Schluck, an und lasse alles 5 Minuten köcheln. Dann kommt noch die Kokosmilch-Mischung dazu, da es aber schon relativ flüssig ist, nur einen Teil davon, ca. 200ml insgesamt.

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Nun darf das Curry nicht mehr kochen sondern nur ganz langsam simmern, damit es nicht gerinnt. Später dann entscheide ich mich für die Zugabe von etwas Kokoscreme, hatte ich ja oben schon beschrieben. So wird das Curry noch etwas cremiger, das Pandanblatt habe ich nach dem Kochen entfernt.

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Das Curry ist nun fertig, der Reis noch nicht, den muss ich jetzt noch kochen. Das Curry wird aber noch geschmackvoller, wenn man es eine Weile stehen lässt und dann noch mal aufwärmt. Das mache ich dann auch, wenn der Reis fertig ist, und am Ende schmecke ich mit etwas Salz ab und gebe den Saft einer halben Limette zum Curry. Dann kann serviert werden.

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Zwischendurch war ich etwas skeptisch, aber das Curry hat wirklich einen tollen Geschmack. Es war anfangs ziemlich scharf, aber die Zugabe der Kokoscreme hat diese Schärfe stark abgemildert. Laut Rezeptbuch gehört kein Salz dran, ohne fand ich es aber etwas fad, nun war es wirklich hervorragend. Der Limettensaft gibt einen leicht sauren Geschmack dazu, der aber gut zur süßlichen Kokoscreme passt. Es ist natürlich sehr würzig und schmeckt auch toll nach Garnelen. Die Küche aus Sri Lanka gefällt uns soweit sehr gut.

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