Das Leben ist schön

Grünes Rindfleischcurry

An den thailändischen Currys gefällt mir immer besonders gut die Verwendung diverser Currypasten, die ich – wenn ich die Zeit dafür habe – gern selbst im Mörser zubereite. Heute ist Sonntag – ich hatte also viel Zeit, obwohl wir heute auch wieder im Garten und in der Werkstatt beschäftigt waren.

Das Curry, das ich heute zubereitet habe, enthält viel Kokosmilch und eine grüne Currypaste, es ist ein einfaches grünes Rindfleischcurry. Folgende Zutaten habe ich verwendet:

Für das Fleisch:

  • 600g Rindfleisch (Flanksteak)
  • Salz
  • 800ml Kokoscreme (nur den dickeren Teil aus der Dose verwenden)
  • 250ml Kokosmilch
  • 2 Stengel Zitronengras (nur der helle Teil)
  • 4 rote Schalotten
  • 4 grüne Kardamomkapseln
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 EL Fischsauce
  • 6 Kaffir-Limettenblätter
  • 15 grüne Chilischoten

Für die Currypaste:

  • 2 TL Koriandersamen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 4 grüne Kardamomkapseln
  • 1/2 TL weiße Pfefferkörner
  • Muskatnuss, gerieben
  • 20 grüne Chilischoten (gern auch mehr, wenn man es schärfer verträgt)
  • grobes Salz
  • 2 Stengel Zitronengras, nur der helle Teil
  • 2 EL Galgant
  • 1 Handvoll rote Schalotten
  • 3 große Knoblauchzehen
  • Limettenschale
  • 4 TL Kurkumawurzel
  • 2 TL gehackte Korianderwurzeln
  • 1 TL Garnelenpaste

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Ich kümmere ich zuerst um das Fleisch. Das schneide ich in feine Streifen.

Die Chilischoten lasse ich ganz, nur die Stiele schneide ich ab. Die Zitronengrasstücke klopfe ich mit dem Messergriff etwas weich, so kann das Aroma gut in das Essen übergehen. Die Schalotten schneide ich in Hälften.

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Das Fleisch wird nun zunächst in der Hälfte der Kokoscreme gekocht. Ich öffne eine Dose von 400ml und gebe den Inhalt in meinen Wok. Dabei verwende ich nur den dickeren Teil, der sich oben absetzt. Ich koche sie auf, würze sie mit etwas Salz und lasse sie ein paar Minuten köcheln, bis sie etwas dicker wird. Dann kommen das Fleisch und die Gewürze dazu.

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Das Rindfleisch lasse ich nun 20 Minuten leise köcheln. Wenn es zu trocken wird, kommt etwas Kokosmilch dazu, ich hab ungefähr die halbe Packung dazugegeben.

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Für die Currypaste röste ich zunächst die trockenen Gewürze etwas in einer Pfanne an.

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Dann mahle ich sie in einer Gewürzmühle schön fein, die Kardamomkapseln öffne ich und verwende nur die innen liegenden Samen. Meine neue Gewürzmühle für die Küchenmaschine erweist sich als ein echtes Talent, Gewürze mahlen gelingt ihr wirklich hervorragend.

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Dann gehts endlich mit dem Stampfen der Currypaste los und zwar in der Reihenfolge, wie oben benannt. Ich beginne mit den grünen Chilis, die ich in kurze Stücke schneide. Mit etwas grobem Salz bekommt man die dann schön fein gestampft.

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Weiter gehts mit Zitronengras, dann Galgant, ich schneide diese Zutaten vorher natürlich etwas klein. Dann kommen die Schalottenstücke dazu und ich hab mal ein Zwischendurch-Foto gemacht.

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Wenn alle Zutaten zu einer feinen Paste zerstampft sind, rühre ich noch die gemahlenen Gewürze unter und auch die Garnelenpaste. Das ist immer etwas Überwindung, weil die fürchterlich stinkt. Sie gibt einem Thai-Curry aber immer seinen ganz speziellen Geschmack, darum gehört sie da rein. Also Nase zu und durch.

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Jetzt koche ich die restliche Kokoscreme im Wok auf – ich hatte das Fleisch dort rausgeholt und ihn zwischendrin gesäubert – und gebe nun die Currypaste in die kochende Kokoscreme und lasse sie 5 Minuten mitkochen. Dabei sollte man regelmäßig umrühren, damit sich die Paste nicht am Boden absetzt und anbrennt.

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Nach kurzer Zeit setzt sich auch hier wieder etwas Öl ab.

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Darum verdünne ich es jetzt mit der restlichen Kokosmilch und lasse es weiterköcheln. Nun kommt noch die Fischsauce zum Curry.

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Jetzt kommt nur noch das Fleisch in das Curry – die Gewürze, Blätter und Chilis hatte ich entfernt – dann darf das Curry noch 10 Minuten kochen, ein paar Limettenblätter gebe ich noch dazu.

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Ja, es ist tatsächlich grün! Das ist zwar nicht so appetitanregend, aber der Duft ist es! Mmmh, es riecht fantastisch. So schön frisch zitronig, was natürlich von den Limettenblättern und dem Zitronengras kommt. Dazu kommen die ganzen anderen frischen Zutaten der Currypaste, die den Geschmack des Essens beeinflussen. Da ist die Optik wirklich zweitrangig.

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Traditionell isst man dieses Curry mit selbstgemachten Roti, aber dafür hatte ich heute wirklich nicht die Nerven, weil das sehr aufwendig ist. Darum hatte ich einfach Basmatireis dazu gegart und serviere das Curry dazu.

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Oh, dieser Geschmack. Pikant, cremig, frischer Geschmack von der Currypaste und leckerer Rindfleischgeschmack. Dieses Curry hat alles, was ich so liebe. Ich könnte täglich thailändisch essen und würde dessen nie überdrüssig werden. Dieses Gericht ist ein Beispiel dafür, warum das so ist.

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