Das Leben ist schön

Hummus (Kichererbsenpaste) mit Fladenbrot

Als ich den Speiseplan für diese Woche geschrieben habe und für den heutigen Samstag unser heißgeliebtes Hummus draufschrieb, schaute ich natürlich kurz in meinen Blog, um zu gucken, was ich beim letzten Mal dazu gebloggt hatte. Und stellte mit großem Erstaunen fest, dass ich es überhaupt noch nicht auf der Seite hatte. Noch kein Hummus hier, wo wir das doch so oft und so gern essen? Das muss schleunigst nachgeholt werden.

Hummus ist für mich was für andere Nutella ist. Wo man immer und immer wieder mit dem Löffel reingeht, weil es einfach so lecker ist, egal, dass man vor 10 Minuten schon satt war. Was zwar auf frischem Brot fantastisch schmeckt, man aber auch einfach pur essen kann – und es tut. Und aus diesem Grund mache ich davon, wenn ich es mache, einfach irre Mengen, weil ich dann drei oder vier Tage zu fast jeder Mahlzeit davon esse – und zwischendurch auch.

Für mich schmeckt es am besten, wenn ich es aus getrockneten Kichererbsen zubereite, diese müssen vor dem Kochen allerdings erst mal eingeweicht werden, ca. 12 Stunden. Ich hatte sie 24 Stunden im Wasser, was auch nichts ausmacht, viel länger sollte es aber auch nicht sein.

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500g getrocknete Kichererbsen habe ich verwendet. Weil sie – wie viele Hülsenfrüchte auch – im rohen Zustand leicht giftig sind, müssen sie nach dem Einweichen unbedingt gekocht werden. Andernfalls kann man Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt bekommen, Übelkeit und Schmerzen. Nach einer Stunde Kochzeit (ohne Salz kochen!) sind die Kichererbsen schön weich. Die unschönen dunkelbraunen, wie vorn auf dem nächsten Bild zu sehen, sortiere ich aus. Beim Abgießen sollte man etwas vom Kochwasser auffangen. Die Kichererbsen sollten nun erst mal abkühlen, man kann sie auch in der Kochflüssigkeit abkühlen lassen, was freilich etwas länger dauert.

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Für das Hummus brauche ich außerdem noch:

  • Tahini, Tahin, Tahina (Sesammus)
  • Olivenöl
  • etwas Zitronensaft
  • 1 große Knoblauchzehe
  • Gewürze, ich verwende gern Garam Masala, weil da alles drin ist, was gut in Hummus schmeckt, hier gibt es natürlich die unterschiedlichsten Ansichten, was reingehört, ich erhebe keinen Anspruch, das Originalrezept zu haben 🙂
  • für eine leichte Schärfe Harissa oder Sambal Oelek

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Die Kichererbsen püriere ich portionsweise mit dem Pürierstab in einem hohen Gefäß, dabei sollte etwas Flüssigkeit (zum Beispiel die Kochflüssigkeit) dazugegeben werden, ansonsten kriegt man Krümel statt Brei. Für meine 500g getrocknete Kichererbsen habe ich ca. 1/2 Glas von der Sesampaste genommen. Die Zitrone wird ausgedrückt und der Saft zum Kichererbsenpüree gegeben, die Knoblauchzehe reibe ich auf einer feinen Microplane mit dazu, rühre alles gründlich um, gebe auch noch einen guten Schuss Olivenöl dazu und schmecke mit Salz (1-2 TL), Sambal Oelek (1 großer EL) und Garam Masala (1 TL) ab, Mengen nach eigenem Geschmack natürlich.

Das wars – es ist total einfach! Markus probiert gleich mal einen großen Löffel davon und befindet es für gut. Und ich mache noch ein frisches Fladenbrot dazu. Das wird ein Festmahl heute.

Für das Fladenbrot (reicht für ein ganzes Backblech) benötige ich:

  • 500g Mehl Typ 550
  • 290g lauwarmes Wasser
  • 20g Hefe
  • 35g Honig
  • 13g Salz
  • 26g Olivenöl

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Ich schütte das Mehl in eine große Schüssel, drücke eine Mulde hinein, wo die Hefe mit dem Honig zusammen reinkommt. Öl und Salz verteile ich auf dem Rand, die sollten nicht direkt mit der Hefe in Kontakt kommen.

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Ich gieße etwas Wasser mit in die Mitte und verrühre die Hefe, den Honig und etwas von dem angrenzenden Mehl mit ein wenig Wasser und lasse diesen Vorteig erst mal abgedeckt an einem warmen Ort stehen. Nach einer Viertelstunde ist der Vorteig schön aufgegangen.

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Jetzt kommt noch das restliche Wasser dazu und ich knete alles kräftig zu einem weichen, recht feuchten Teig, der dann 30 Minuten gehen darf. Die Wärmeschublade sorgt für eine behagliche Temperatur.

Der Teig ist nach der ersten halben Stunde schon schön groß aufgegangen, jetzt wird er gefaltet und muss noch mal 30 Minuten gehen, das Falten und Gehen wird anschließend noch einmal wiederholt. Dann ist der Teig wirklich schön fluffig.

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Ich lege den Teigballen vorsichtig mit Hilfe einer Teigkarte auf ein bemehltes Brett, meinen Ofen habe ich nach dem letzten Falten schon mal auf 240° aufgeheizt und einen Pizzastein mit reingelegt.

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Ich drücke den Teig nun vorsichtig mit den Fingern flach und auseinander, das kann man auch gut auf einem Backblech machen, wenn man keinen Pizzastein hat. Mein Brot ist ein bisschen klein geworden, das hätte ich noch weiter ausbreiten können, aber dann ist es schwieriger auf den Stein zu bugsieren. In der Größe ging das noch sehr gut, dafür ist es allerdings etwas höher geworden als wenn man ein ganzes Blech belegt. Ich bestreiche es auch noch mit etwas Eigelb und streue ein paar Sesamkörner drauf.

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Dann schubse ich es vorsichtig auf den heißen Pizzastein, bei 240° muss es nun 14 Minuten backen. Ja, wie ich schon sagte, es ist etwas höher aufgegangen als geplant.

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Das macht aber gar nichts, Hauptsache, es ist schön locker und fluffig und danach sieht es absolut aus 🙂 Wenn es fertiggebacken ist, hole ich es aus dem Ofen, schneide es in 8 Teile und serviere es zum bereits fertigen Hummus.

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Mei, was haben wir gespachtelt. Jeder hat sein Schälchen aufgegessen, ich hatte ein Stück Brot dazu, Markus ganze 3 und stöhnte direkt danach, dass er nie wieder was essen wird. Wie immer halt. Das Essen stopft ganz schön, aber es ist soooo lecker. Die schöne würzige Paste und das frische, noch heiße und fluffige Brot dazu. Einfach großartig. Reste habe ich teilweise eingefroren (für meine liebe Kollegin Elke) und eine große Portion noch in den Kühlschrank gestellt, dort hält es sich gut ein paar Tage.

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