Das Leben ist schön

Kürbisklößchen mit Trockenpflaumen

Weiter gehts mit unserer Indienreise, denn auch das Rezept für unser Hauptgericht kommt aus dieser Region der Erde. Wir bleiben auch bei dem herbstlichen Gemüse und essen heute ein weiteres Kürbisgericht. Auch hier stelle ich wieder alle Zutaten bereit, so langsam hat sich meine Küche auch in ein Schlachtfeld verwandelt, aber darum kümmern wir uns später noch 😉

Die Kürbisklößchen werden mit einer Trockenpflaume gefüllt, dann frittiert und anschließend in einer indisch gewürzten Tomatensoße gekocht.

Für die Klöße benötige ich:

  • 500g Kürbis (z.B. Butternut), grob geraspelt
  • 16 getrockenete Pflaumen
  • 16 Mandeln (ohne Haut)
  • 100g Kichererbsenmehl
  • 2 rote Chilischoten
  • 1/2 TL geröstete Pfefferkörner, grob zerstoßen
  • 3 TL geriebenen Ingwer
  • Öl zum Ausbacken

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Und die Zutaten für die Tomatensoße sind folgende:

  • 1 EL gemahlene Koriandersamen
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 3 EL Ghee
  • 3 grüne Kardamomkapseln
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zimtstange
  • 1 Zwiebel, gerieben
  • 1 TL geriebener Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen, gerieben
  • 6 große Tomaten

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Und bestreut wird das Gericht noch mit etwas gemahlenem schwarzen Koriander und gemahlenem Bockshornkleesamen.

Los gings mit dem Kürbis. Diesen habe ich grob geraspelt und mit wenig Salz in einem Dämpfeinsatz ca. 10 Minuten gedämpft. Dann war er schön weich.

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Die Trockenpflaumen waren zum Glück schon entsteint, in das Loch habe ich jeweils eine Mandel gesteckt, die ich vorher enthäutet hatte.

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Die gemahlenen Gewürze für die Tomatensoße habe ich in Wasser eingeweicht und Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln einfach zusammen mit etwas Wasser püriert.

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Den Kürbis habe ich etwas abkühlen lassen und die Flüssigkeit rausgedrückt, dann konnte er zu den Bällchen verarbeitet werden.

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Ich habe ihn mit den restlichen Zutaten verrührt und verknetet.

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Aus der Masse habe ich eine Fladen geformt, eine gefüllte Pflaume hineingedrückt und die Kürbismasse über der Pflaume verschlossen. 16 Stück sollten es werden, da aber meine ersten Bällchen ein bisschen groß geworden sind, waren es am Ende nur 12.

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Geschafft! Jetzt gehts aber erst mal an die Tomatensoße. Die Tomaten habe ich abgewaschen, den Stielansatz herausgeschnitten und in grobe Stücke geschnitten. Der Pürierstab hat den Rest erledigt.

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Als erstes habe ich in meinem Gusstopf das Ghee erhitzt und die nicht gemahlenen Gewürze angebraten. Schon nach kurzer Zeit duftet es herrlich in der Küche.

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Dazu kommt die Ingwer-Knoblauch-Zwiebel-Paste und wird so lange gebraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

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Markus hilft beim Kochen und gießt das Tomatenpüree an, außerdem kommen die eingeweichten Gewürze noch an die Soße. Diese darf dann auch eine Weile köcheln.

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Die restlichen Bällchen habe ich auch geformt, was eine klebrige Angelegenheit war, aber mit leicht angefeuchteten Händen ging es doch ganz gut.

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In einer Pfanne habe ich reichlich Öl erhitzt und die Bällchen von allen Seiten angebraten.

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Dann hab ich sie noch in die fertig gekochte Tomatensoße gelegt und ein paar Minuten mitgekocht, dann war es fertig. Fehlt nur noch das Gewürzpulver für obenauf, schwarze Kardamomsamen und Bockshornklee. Im Mörser wurden diese beiden Gewürze schnell pulverisiert.

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Zeit zum Anrichten. Die Kürbisklößchen waren schön von Soße überzogen und wurden von uns probiert.

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Das Gericht war aromentechnisch eine echte Offenbarung. Natürlich war der Kürbisteig sehr würzig, dazu kam die aromatisch-säuerliche Tomatensoße und das süße Innenleben der Klöße. Ein Gedicht. Ein solches Gericht haben wir noch nie gekocht, da wir, wenn wir indisches Essen zubereiten, meistens Fleischcurrys kochen. Heute haben wir unseren kulinarischen Horizont auf jeden Fall deutlich erweitert und sind ganz begeistert von unserem heutigen Abendessen.

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