Das Leben ist schön

Lamm-Tajine mit Aprikosen und Pflaumen

Marokko! Das Land der Gewürze, das Land, auf das ich mich am meisten gefreut habe, seit wir ein wunderbares Kochbuch aus diesem Land gekauft haben. Uns fiel die Auswahl so schwer, weil wir eigentlich kein Rezept nicht mochten.

Extra für Marokko haben wir uns sogar ein neues Kochgeschirr gekauft, eine Tajine. Ein Tajine – auch der Eintopf, der darin gekocht wird, wird übrigens so genannt – ist ein Kochgeschirr aus gebranntem Ton, das aus einer Schale und einem stark gewölbten Deckel besteht. Die Tajine kann man direkt auf dem Herd erhitzen, das Gericht im Backofen garen oder aber sogar die Tajine auf ein Stövchen setzen, in dem heiße Holzkohlenglut die Schale von unten erwärmt. Heute war es etwas spät geworden, so dass ich auf den Backofen ausgewichen bin, morgen probieren wir es mal mit der Holzkohle, weil im Backofen nicht genug Unterhitze entsteht.

In der Lammtajine wurden folgende Zutaten verwendet:

  • 500g Lammfleisch aus der Schulter
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer
  • 2 EL Mandeln
  • 6 getrocknete Aprikosen
  • 12 getrocknete Pflaumen
  • 1,5 TL Koriandersamen
  • 2 Zimtstangen
  • 1 Prise Safranfäden
  • 1 EL Honig
  • 3 Stücke Schale einer Orange
  • Korianderblätter
  • Olivenöl zum Braten

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Das Lammfleisch habe ich ausgelöst und in mundgerechte Stücke geschnitten, dabei die großen Sehnen und Fettschichten entfernt. Dann die Mandeln geschält (mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten stehen lassen, eventuell noch mal nach der Hälfte der Zeit weiteres kochendes Wasser nachgießen, dann lassen sich die Mandeln ganz leicht aus der Schale drücken), die Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer gehackt und die Koriandersamen gemahlen. Die Aprikosen und Pflaumen weiche ich in etwas warmem Wasser ein.

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Die Mandelkerne werden als erstes angebraten, bis sie eine schöne hellbraune Farbe haben. Das habe ich noch in meiner Eisenpfanne gemacht, weil die Tajine auf Induktion natürlich nicht funktioniert.

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Dann kommen die Zwiebeln und der Knoblauch dazu und werden schön angebraten, bis die Zwiebeln weich sind.

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Dann kommen der Ingwer und die Gewürze dazu und werden kurz mit angeröstet.

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Auch das Fleisch brate ich noch mit an.

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Die Tajine habe ich ca. 3 Stunden lang gewässert, beim ersten Mal sollte sie nämlich etwas länger im Wasser liegen. Später reicht dann eine Stunde aus.

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Ich gieße noch etwas Wasser an und fülle dann das ganze Fleisch in die Schale der Tajine.

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Ab in den Ofen mit geschlossenem Deckel bei 200°. Dort lasse ich das Gericht ca. 1 Stunde schmoren.

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Da das Gericht recht flüssig bleibt, nehme ich nach der ersten Stunde den Deckel ab und lasse das Essen offen weiterköcheln. Jetzt werden auch Früchte und die Orangenschale noch dazugegeben und ich salze das Gericht jetzt auch, würze auch mit etwas Pfeffer.

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Ca. eine halbe Stunde lasse ich es jetzt noch offen im Backofen, ich habe zum Ende hin auch noch den Backofengrill hinzugeschaltet, so dass die Flüssigkeit etwas einkocht. Am Ende ist das Fleisch obenauf schön knusprig.

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Leider habe ich völlig vergessen, den Honig unterzurühren, der eigentlich noch rangehört. Darum taucht er auch nicht in der Zutatenliste auf.

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Nebenbei hatte ich auch noch etwas Cous-Cous gemacht. Eine dankbare Beilage für einen Koch, geht superschnell. Einfach mit kochendem Wasser auffüllen und nach Geschmack würzen, etwas Butter dazu und dann ein paar Minuten stehen lassen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Cous-Cous zuzubereiten, das ist wohl eine der einfachsten.

Ein paar gehackte Korianderblätter streue ich noch drüber, dann können wir es essen.

Die Lamm-Tajine ist eine echte Offenbarung. Genau so hatte ich mir das vorgestellt, aromatische Gewürze, die Süße der Früchte, das knusprige und gleichzeitig weiche Lammfleisch, das war ein ganz wunderbarer Einstieg in unsere Marokko-Woche.

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