Das Leben ist schön

Murg Shahjehani – Fürstliches Hähnchengericht

Zur Abwechslung gab es heute mal Hähnchen. Auch wenn unsere Indienwoche sehr lammlastig ist, versuche ich doch hin und wieder etwas Abwechslung hineinzubringen. Dieses Essen – in unserem Rezeptbuch „Fürstliches Hähnchengericht“ genannt – kam bei der heutigen Wärme gerade recht. Es war schnell zuzubereiten, war leicht und nicht zu scharf, gerade richtig bei 35°.

Folgende Zutaten habe ich hier verwendet:

  • 600g Hähnchenfilet
  • 3 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer
  • 6 Nelken
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 Zimtstangen
  • 5 grüne Kardamomkapseln
  • 1 TL Mohnsamen
  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 2 TL Koriandersamen
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • etwa Salz
  • 250ml Joghurt
  • 1 EL Rosenwasser

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Das Hähnchen muss mariniert werden, darum habe ich schon etwas eher mit den Vorbereitungen angefangen. Die Gewürze habe ich in einer kleinen Pfanne trocken angeröstet.

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Danach habe ich die Zimtstangen etwas zerstoßen und die Gewürze alle mit dem Joghurt gemischt und in den Mixer gegeben.

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Nachdem es im Mixer noch etwas grobkörnig war, habe ich noch ein bisschen mit dem Zauberstab nachgeholfen, dann waren die Gewürze schön zerkleinert. Der Joghurt wird beim Mixen natürlich ziemlich flüssig, aber so kann er sich dann auch gut um das gewürfelte Hähnchenfleisch legen. Mindestens 1 Stunde sollte das Fleisch nun im Kühlschrank durchziehen. Gesalzen habe ich es jetzt auch schon.

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Die Zwiebeln habe ich geschält und in Streifen geschnitten.

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In etwas Öl brate ich sie schön braun an – dann werden sie mit ein wenig Wasser zu einer geschmeidigen Paste püriert.

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Auch Knoblauch und Ingwer werden mit etwas Wasser gemixt, diese Paste wird später genau wie die Zwiebelpaste mit dem Hähnchen gekocht.

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Gekocht habe ich heute in meinem Wok, in dem ich schon die Zwiebeln gebraten habe.

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Beim Kochen gerinnt der Joghurt, davon darf man sich nicht beirren lassen, es lässt sich auch nicht verhindern. Möglicherweise probiere ich dieses Gericht irgendwann mal in meinem Crockpot, wo mit Niedrigtemperaturen gegart wird, ob das Gerinnen auf diese Weise verhindert werden kann.

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Das Fleisch benötigt nicht lange. 45 Minuten lasse ich es köcheln, dann ist das Fleisch gut durch aber noch schön zart. Wenn es fertig ist, wird es noch mit einem EL Rosenwasser verfeinert.

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In den letzten 20 Minuten hatte ich den Deckel geöffnet, so dass das zunächst sehr flüssige Curry dann eingedickt ist – sogar etwas gebräunt ist es durch das Garen im gusseisernen Wok.

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Das Curry ist zwar sehr würzig, aber nur leicht scharf. Es schmeckt fantastisch. Diese großen Mengen an Gewürzen sorgen immer wieder dafür, das Fleisch nicht einfach nur nach Fleisch schmeckt sondern tolle Aromen annimmt.
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Als ich während des Essens in einem unserer reich bebilderten indischen Kochbüchern blätterte, fand ich es schade, dass wir diese Woche schon fast komplett verplant hatten – und aus diesem Grund erwäge ich eine Verlängerung unseres Aufenthalts in Indien. Lasst Euch überraschen.

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