Das Leben ist schön

Schweinefleisch mit Zha Cai

Wenn ich durch unser Kochbuch aus Sichuan blättere, fällt mir auf, dass die Seite mit dem Rezept, das ich Euch heute vorstellen möchte, schon vollkommen fleckig ist – was ein gutes Zeichen ist. Es zeigt, dass ich dieses Gericht schon ungezählte Male gekocht habe. Und jetzt, wo ich dank meines Mannes wieder einen Wok habe, habe ich nicht lange gewartet und es fast sofort wieder zubereitet. Es wird mit einem ganz speziellen eingelegten Senfgemüse verfeinert, das so scharf und salzig ist, dass es die hauptsächliche geschmacksgebende Zutat ist. Dieses Gemüse nennt sich Zha Cai, manchmal schreibt man es auch Tsa Tsai, man sollte es auf keinen Fall weglassen. Wer es nicht im Asienladen bekommt (bei uns gibts das immer), kann es beispielsweise bei Amazon bestellen

Genug der Vorrede, kommen wir zur Übersicht der Zutaten:

  • 500g Schweinefleisch zum Kurzbraten (Rücken oder Nacken zum Beispiel)
  • 2 EL Reiswein
  • 2 EL Speisestärke
  • 100-200g Zha Cai (je nach Geschmack)
  • 2 kleine Dosen eingelegter Senfkohl
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • Sesamöl
  • Öl
  • Salz

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Das Schweinefleisch – ich hatte heute ein schönes Stück Nacken von meinem Lieblingsmetzger – habe ich erst in Scheiben und diese dann in schmale Streifen geschnitten. Das Fleisch muss dann 10 Minuten marinieren. Die Marinade rühre ich zusammen aus 1 EL Speisestärke, 2 EL neutralem Pflanzenöl, 2 EL Reiswein, einer Prise Salz und etwas Wasser.

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Diese Marinade vermische ich mit den Fleischstreifen.

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Um den Kohl kümmert sich Markus heute freiwillig, weil ihm der Zha Cai so gut schmeckt, dass beim Schneiden immer mal wieder ein Stückchen in seinem Mund verschwindet. Der Zha Cai ist sehr salzig und scharf, so dass man das Gericht hinterher nicht mehr salzen muss. Man sollte unbedingt mal probieren, wie viel man davon am Essen haben möchte. Laut Rezept sind es für die oben genannte Fleischmenge 100g, wir mögen dieses Gemüse sehr gern und Markus hat fast die ganze Dose dazu getan, bis ich dann endlich mein Veto eingelegt habe, ich denke, am Ende waren es so 200-250g.

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Die kleinen Dosen enthalten eine Art Senfkohl, Pak Choi eingelegt in Salzwasser mit etwas Chili. Der ist im Vergleich zum Zha Cai sehr viel milder, da wir ihn auch sehr gern essen, nehmen wir ihn auch immer mit zu diesem Gericht dazu.

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Markus schneidet auch diesen in Streifen, ich putze die Frühlingszwiebeln und schneide sie in längliche Streifen. Dann noch rasch den Reis aufsetzen, denn das Kochen geht jetzt wie gewohnt sehr schnell.

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Als erstes brate ich in neutralem Öl das Fleisch portionsweise an. Dass sich dabei die Stärke unten am Wok absetzt, macht gar nicht, die kochen wir am Ende wieder los.

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Wenn das Fleisch schön kross gebraten ist, hebe ich es mit einer Schöpfkelle aus dem Wok und brate erst den Kohl und den Zha Cai an, dann auch die Frühlingszwiebeln.

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Die kleinen Chilischoten, die beim Kohl mit in der Dose sind, haben wir einfach auch mit verwendet. Sehr scharf sind sie nicht, auch das Gericht an sich ist nicht sehr scharf, wenn auch sehr sehr würzig.

Nun kommt noch das Fleisch mit dazu, ich gieße etwas Wasser an und setze den Deckel auf. Das Essen lasse ich einfach noch ein paar Minuten köcheln, dabei löst sich dann auch die Stärke vom Wok.

Die Sauce wird ganz am Ende noch mit etwas Speisestärke, in Wasser angerührt, eingedickt. Dann ist das Gericht schon fertig und wird nur noch mit etwas Sesamöl beträufelt.

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Das wars auch schon. Der Reis ist auch fertig und wir können schon anrichten. Wenn erst mal alles geschnitten und vorbereitet ist, geht es wirklich schnell.

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Hach, wie haben wir das vermisst, das gab es jetzt bestimmt zwei Jahre nicht. Dieses knackige Gemüse, das so herrlich würzig ist, verleiht diesem Essen seinen ganz besonderen salzig-scharfen Geschmack.

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