Das Leben ist schön

Vanillekipferl

Weihnachten naht mit großen Schritten, irgendwie kommt es dieses Jahr wieder mal völlig unerwartet. Der Adventskranz ist rechtzeitig fertig geworden, das Haus ist jetzt endlich geschmückt und ich hatte in dieser Woche auch etwas Zeit für Weihnachtsbäckerei. Neben den beiden obligatorischen Christstollen, die ich jedes Jahr für die Schwiegerfamilie und meinen Mann backe, tobe ich mich gelegentlich auch beim Plätzchenbacken aus. Dieses Jahr gibt es aber nur eine Sorte – die ist aber so lecker, dass sie nicht fehlen darf. Die Vanillekipferl nach dem Rezept meiner Oma werden mit Walnüssen gebacken und haben so einen feinherben aber dennoch buttrigen Geschmack und sind so mürbe, dass sie im Mund regelrecht auseinanderfallen.

Folgende Zutaten für ca. 150 Stück habe ich verwendet:

  • 350g Walnüsse
  • 500g Butter
  • 700g Mehl
  • 350g Zucker
  • Puderzucker und gemahlene Vanille zum Wenden

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Ihr habt richtig gelesen – es wird kein Ei verwendet. Es handelt sich um Mürbeteig und den bereitet man am besten so kühl und so schnell wie möglich zu, weil er bei zu starkem Kneten mit warmen Händen hart werden kann.

Ich mahle die Nüsse möglichst fein und gebe alle Zutaten bis auf Puderzucker und Vanille in meine Küchenmaschine. Die Butter schneide ich in Stücke.

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Für Mürbeteig eignet sich am besten der K-Haken der Kenwood-Maschine.

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Er macht aus den Zutaten sehr schnell eine geformte Masse. Sieht es am Anfang noch sehr krümelig und mehlig aus…

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… so formt sich innerhalb weniger Minuten ein gut zusammenhängender Teig.

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Ich hole den Teig aus der Schüssel und teile ihn in drei Teile, die ich in Klarsichtfolie hülle und erst mal in den Kühlschrank lege.

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Ich kühle den Teig etwa eine Viertelstunde und verarbeite die Teigstücke nacheinander, der Rest bleibt erst mal im Kühlschrank liegen. Ich habe auch schon zwei Bleche vorbereitet, indem ich Backpapierblätter draufgelegt habe.

Aus einem kleinen Kügelchen Teig, das ich noch einmal kurz durchknete, forme ich ein kleines Röllchen, die Enden etwas spitzer, und biege es zu einem Kipferl. Das erste ist geschafft! Schnell füllt sich das Blech mit geformten Kipferln.

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Bei 180° Ober-/Unterhitze backe ich die Vanillekipferl ca. 13 Minuten, bis sich die Spitzen der kleinen Kekse braun färben.

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Sie müssen nun auf dem Blech ca. 15 Minuten auskühlen, wenn man sie sofort runternimmt, brechen sie zu 100% auseinander.

Ich verarbeite den restlichen Teig genauso und bekomme fast 8 Bleche raus, so viel wollte ich eigentlich gar nicht machen, aber wat mutt dat mutt.

Zwischendrin mische ich schon mal den Puderzucker mit Vanille. Der Zucker braucht aber auch ein bisschen Körnigkeit, darum mische ich auch normalen Zucker mit unter, wenn man Vanillezucker statt gemahlener Vanille hat, ist es perfekt.

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Die fast komplett ausgekühlten Vanillekipferl wende ich nun in der Vanillezuckermischung, sie bekommen also erst hier ihren vanilligen Geschmack.

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In gut verschlossenen Blechdosen – zwei ganze Dosen voll bekomme ich aus dieser Rezeptmenge – aufbewahrt kann man sie ewig lange liegen lassen, ein halbes Jahr ist kein Problem, sie werden mit der Zeit immer mürber. Aber man kann sie auch sofort essen. Ein einziger ist mir beim Wenden im Zucker durchgebrochen, also hatte ich doch noch mein kleines Probierstück. Noch leicht warm schmeckt es himmlisch nach Weihnachten. Der kräftige Nussgeschmack, die krümelige Keksigkeit, ein wunderbarer Buttergeschmack und der Hauch Vanille vereinen sich zu einer wahren Köstlichkeit. Noch ist es nicht zu spät! Rein in die Backstube! Es lohnt sich.

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