Das Leben ist schön

Wandern rund um Loch Ness

Auch wenn wir inzwischen sagen, wir kommen hauptsächlich wegen der netten Unterkunft immer wieder hier her zurück – das Wandern in Schottland ist etwas, das uns immer wieder viel Spaß macht und ist sicher einer der Hauptgründe, uns hier aufzuhalten. Und so haben wir uns auch in diesem Jahr wieder einige schöne Strecken ausgesucht. Einfach laufen um des Laufens willen, so begannen wir den Mittwoch Morgen. Da wir direkt vor der Haustür sozusagen einen schönen Wald nämlich Glen Urquhart liegen haben, fuhren wir mit dem Auto nur die kurze Strecke auf den Parkplatz und liefen den Weg nach Drumnadrochit durch den Wald. Als ich das Tor für Markus öffnete, hatte ich Gelegenheit, den wunderschönen Blick auf Loch Meiklie festzuhalten.

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Die Wanderwege sind hier immer gut ausgeschildert und so war es kein Problem, den Weg zu finden. Zuerst geht es ein Stückchen am Fluss Enrick entlang, parallel zu der Straße, die wir sonst immer fahren. Der Weg nach Drumnadrochit sollte ca. 8km lang sein, also eine schöne Strecke für den Tag, wir mussten ja auch wieder zurück laufen.

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Der Weg war schön breit und stieg moderat an – perfekte Bedingungen zum Laufen.

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Wir gewannen doch relativ schnell an Höhe und hatten so schon einen schönen Blick auf die Landschaft vor und neben uns.

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Den Enrick hörten wir hier schon lange nicht mehr, aber viele kleine Zuflüsse überquerten wir auf unserem Weg nach oben. Sie werden aber immer unter dem Weg entlang auf die andere Seite geleitet, so dass wir trockenen Fußes weiterkamen.

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Auf dem Gipfel angekommen, konnten wir dann auch endlich einen Blick auf Loch Ness werfen, auch wenn wir nur einen winzigen Ausschnitt sahen.

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Kurz nach dem Gipfel ging der Weg nach Drumnadrochit links ab und ab da wurde es deutlich steiler und der Weg auch insgesamt anspruchsvoller.

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Als wir unten ankamen, fanden wir den Riesenmammutbaum wieder, den wir von anderen Wanderungen der letzten Jahre schon kannten. Und wir erhaschten auch immer mal wieder den Blick auf Loch Ness.

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In Drumnadrochit angekommen, gingen wir in den Geschenkeladen, kauften uns 3 kleine Flaschen Wasser, tranken diese und machten uns auf den Rückweg. Vor dem steilen Anstieg hatte ich ein bisschen Angst, aber der war schneller bewältigt als erwartet und auch der Rest des Weges verlief eher unspektakulär. Mit müden Beinen aber zufrieden kamen wir wieder am Auto an, fuhren damit noch mal nach Drumnadrochit, um unsere Einkäufe für den Abend zu machen (die hatten wir nicht über den Berg tragen wollen) und genossen den Rest des Tages zu Hause auf dem Sofa.

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Auch am Donnerstag waren wir nicht faul. Wir haben einige Wanderführer, aus denen wir uns immer mal wieder schöne Wege aussuchen und einer davon war ein Rundwanderweg durch den Farigaig Forest. Der befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite vom Loch Ness und da es keine Fähre über den See gibt, mussten wir ihn also umrunden. Da haben wir uns für die südliche Runde entschieden und über Fort Augustus, an Loch Tarff vorbei und kurz hinter den Foyer Falls war der Parkplatz, den wir ansteuerten.

Zuerst waren wir uns über die Route nicht ganz sicher, die Beschreibung passte nicht haargenau zu den Gegebenheiten vor Ort oder wir hatten einfach nicht die schmalen Pfade gefunden. Aber der Anfang war noch gut zu erkennen und führte uns steil bergan zu einem sehr schönen Aussichtspunkt auf Loch Ness.

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Den nächsten kleinen Schlenker auf dem Weg ließen wir weg, weil wir ihn nicht fanden, wir gingen direkt wieder auf den Hauptweg. Unterwegs findet man immer mal wieder merkwürdig gewachsene Bäume.

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Nachdem wir den relativ steilen Abstieg geschafft hatten, waren wir auf einem breiten Wanderweg, den wir an hohen Bäumen entlang gingen. Wir waren fast allein im Wald, trafen den ganzen Tag genau 6 andere Menschen und das ist genau das, was wir so mögen.

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Kleine Bäche findet man in Schottland an allen möglichen Stellen. Das Wasser des geschmolzenen Schnees auf den Bergen sucht sich seinen Weg. Auch hier floss ein Bächlein in Loch Ness.

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Der Weg, der vorher durch den Wald ging, führte dann über die Straße und dort dann entlang des Loch Ness. Hier war dann auch die Zeit gekommen, unsere erste Packung von den leckeren Shortbreads von Dean’s zu öffnen. Ich hatte die Sorte Butter Scotch eingepackt, von der wir ja 24 Schachteln gekauft hatten, und der erste Bissen war sooooo gut. Leider musste ich die 8 Kekse mit Markus teilen, er bestand tatsächlich auf 4 Stück, wo er doch eigentlich gar keine Kekse mag. Hmpf.

Der Weg an der Straße war nicht ganz so schön aber als wir am See angekommen waren, wurde auch die Landschaft wieder schöner.

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Einen richtigen Strand findet man an Loch Ness nur an sehr wenigen Stellen, hier ging es ebenfalls steil bergab nur zu einem schmalen Streifen großen Steinen. Wir blieben also auf dem Weg, der unter schönen Bäumen entlang führte.

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Als wir wieder in der Zivilisation ankamen, machten wir an einem kleinen Steg am See halt und staunten über den Wellengang auf dem See.

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Wir waren nun auch fast wieder am Auto angekommen, es war ja nur eine kleine 8km-Runde gewesen, aber auch die hat uns Spaß gemacht. Über Inverness fuhren wir heim, gingen in Inverness noch ein bisschen die High Street entlang, waren in der Shoppingmall im Body Shop (mmmhh, lecker Erdbeer-Handcreme für Kerstin :-)) und kauften noch eine Wanderkarte, die in all unseren Wanderbüchern empfohlen wird. Dann noch Sandwiches für das Abendessen und – zu Hause angekommen – warteten wir und warteten wir, denn DPD hatte eine Lieferung für uns. Markus hatte nämlich ein Werkzeug gefunden, was wir noch nicht haben, aber uuuuunbedingt brauchen und zwar einen Dickenhobel. 420 Pfund statt 1000 Euro in Deutschland – da hatte er die Bestellung riskiert und ihn sich bestellt. Und am Abend kam dann endlich auch der Paketdienst an.

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Nach zwei Tagen wandern wollten wir es am Freitag ein bisschen ruhiger angehen lassen und fuhren am Cromarty-Firth entlang zur Nigg Bay. So schön gelb wie auf der Karte eingezeichnet war der Strand leider nicht. Und was wir nicht bedacht hatten, war die Öl-Industrie, die diesen Firth fast komplett eingenommen und – ich muss es wirklich so sagen – verunstaltet hat. 5 oder 6 dicke Bohrplattformen geben der an sich schönen Landschaft ein industriemäßiges Aussehen. Wir hielten trotzdem bei der Fähre mal an, mit der wir dann eigentlich wieder übersetzen wollten, leider fährt diese erst ab dem 1. Juni. Bevor wir also am Firth entlang wieder zurückfahren mussten, liefen wir aber noch ein bisschen bei heftigem Wind am Strand entlang, hielten Ausschau nach Robben und Delfinen – die wir beide nicht sahen – und sammelten uns ein paar schöne Steine als Dekorationselemente für unseren Garten.

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Wieder zu Hause angekommen, versuchten wir uns noch mal daran, einen Drachen steigen zu lassen. Dafür war der Wind aber leider viel zu stark, wir befürchteten, dass der Wind den Drachen zerbricht, und so holten wir ihn nach ein paar Metern schnell wieder zurück und stellten dieses Vorhaben zurück.

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Fast eine Woche sind wir jetzt in Schottland und haben schöne Orte wiedergesehen und neue entdeckt. Was wir am Samstag machen sollten, wussten wir bis dahin aber noch nicht.

 

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