Das Leben ist schön

Schweinebraten mit Äpfeln und Zwiebeln

Der erste richtige Frühlingstag! 13 Kilometer durch unsere Wälder gejoggt (da oben lag sogar noch Schnee), Sonnenbrand auf der Terrasse geholt und dann – zum ersten Mal in diesem Jahr – den Dutch Oven aus dem Winterschlaf geholt und auf die Terrasse verfrachtet.

Ich hatte mir ein eher winterlich anmutendes Gericht für diesen Sonntag ausgesucht, aber es war am Ende wirklich überraschend lecker und gar nicht weihnachtlich, auch wenn die Sauce gemacklich etwas Ähnlichkeit mit unserer Sauce für Gänsebraten hatte.

Nachdem ich den Dutch Oven, den großen gusseisernen Topf, der mit Holzkohlebriketts beheizt wird, schön gereinigt hatte, ging es damit und mit allen Zutaten auf die Terrasse. Für meinen Lodge Dutch Oven 12″ benötigte ich zum Beheizen 24 Kohlen, die ich im Anzündkamin durchgeglüht habe.

Den Schweinebraten, ein Stück Nacken, hatte ich mit Salz, Pfeffer und Thymian gewürzt. Außerdem brauche ich noch folgende Zutaten:

  • 3 Zwiebeln, in Streifen geschnitten
  • 2 Äpfel, entkernt und in Spalten geschnitten
  • 1 Tasse Rinderbrühe
  • 1/2 Liter Apfelsaft
  • 1 Lorbeerblatt
  • Olivenöl zum Anbraten


Ich stellen den Dutch Oven zuerst mal auf alle durchgeglühten Kohlen, gieße etwas Öl in den Topf und brate die Zwiebeln darin an.


Die Zwiebeln lagere ich kurz in einer Schüssel zwischen und lege den Schweinebraten hinein – er wird jetzt von allen Seiten angebräunt.

Nun kommen die Zwiebeln und Äpfel wieder mit in den Dutch Oven, das Lorbeerblatt ebenfalls und dann gieße ich die Flüssigkeiten an.


Dann kommt der Deckel drauf und ich verteile die Kohlen. 8 Stück bleiben unten liegen und 16 (plus zwei mehr, weil einige etwas kleiner waren) kommen oben drauf.


Die Kohlen halten jetzt ungefähr 2,5 Stunden durch – das reicht genau, um den Braten fertig zu garen. 30 Minuten vor Ende der Garzeit fange ich mit der Beilage an, es gibt Wildreis mit gerösteten Pecannüssen. Die Pecannüsse, eine kleine Handvoll, breche ich in Stücke und brate sie in etwas Butter an.


Wenn die Pecannüsse aromatisch duften, kommt der Reis dazu (250g, damit es für zwei Tage reicht), außerdem etwas Hühnerbrühe und Wasser. 25 Minuten lasse ich den Reis dann köcheln, bis das Wasser komplett aufgesogen ist und der Reis weich ist.

Wieder draußen hole ich den Braten aus dem Dutch Oven.


Die Äpfel und Zwiebeln hebe ich aus der Flüssigkeit und stelle sie warm. Die Sauce nehme ich mit an den Herd und koche sie ein, bis sie schön glänzend ist und etwas dickflüssiger geworden ist. Den Braten halte ich derweil im Dutch Oven mit den restlichen Glutstücken warm.


Dann kommt er nach drinnen und wird aufgeschnitten.


Dann gehts auf den Teller, zusammen mit den Äpfeln, etwas Sauce und Reis.


Wow! Nicht nur, dass ich wieder mal richtig viel Spaß am Outdoor-Kochen hatte, das Fleisch ist wie gewohnt im gusseisernen Topf richtig schön saftig und zart geworden, es fällt beim Schneiden fast schon auseinander. Die Sauce ist ein Gedicht. Leicht süßlich durch die Äpfel und den Saft aber doch würzig genug durch die kräftige Rinderbrühe. Und das passt sehr gut zu dem leckeren Pecan-Reis, der schön nussig schmeckt.

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