Unsere Mirabellenbäume stehen in voller Blüte und wir gehen in die dritte Woche unserer Weltreise – somit in das dritte Land. Auf einer kulinarischen Reise um die Welt kommt man um die französische Küche einfach nicht herum, auch wenn ich für Frankreich sonst keine große Affinität zeige. Beginnen wir unsere Reise durch Frankreich also und zwar mit einem Bistro-Rezept, Quiche Lorraine. Bevor ich aber in die Küche gehe, zeige ich euch ein herrliches Stück Natur – ganz nah.
Diese Quiche braucht ein bisschen Vorlaufzeit, man sollte mindestens 2,5 h vorher anfangen, wenn man sie abgekühlt genießen möchte, dann natürlich noch etwas eher. Folgende Zutaten benötigt man:
- 220g Weizenmehl
- 2 Eigelb
- 120g Butter
- 30g geriebenen französischen Rohmilchkäse
- 1 Msp. Weinsteinbackpulver
- 4 Eier
- 200ml Sahne
- 150g Creme Fraîche
- 250g Speck
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
- Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Der Teig für die Quiche ist ein Mürbeteig, den ich als erstes zubereite. Ich verknete Mehl, Backpulver, Eigelb, gekühlte Butter in Flocken und den geriebenen Käse in der Küchenmaschine zu einem festen Teig.
Die Teigkrümel schiebe ich zusammen zu einem Ballen und lasse ihn, in Frischhaltefolie eingewickelt, 1 Stunde im Kühlschrank ruhen.
In der Zwischenzeit bereite ich schon mal die Füllung vor. Die Sahne, Creme Fraîche und die Eier verrühre ich gründlich miteinander und würze die Sauce mit Salz, Pfeffer und frisch gemahlener Muskatnuss.
Eine besondere Herausforderung erwartet mich beim Ausrollen des Teiges. Ich hasse es wirklich, Teig auszurollen, weil mir das nie so richtig gelingt. Und dieser Teig ist durch das Ruhen im Kühlschrank so fest, dass es nicht leicht wird. Ich lege den Teig zwischen zwei Blätter Backpapier.
Und dann muss ich wirklich hart ackern, um den festen Teig dünn auszurollen, aber nach einer Weile funktioniert es ganz gut. Der Teig muss etwas größer als der Durchmesser der Form ausgerollt werden, was man ja leicht prüfen kann, indem man die Form mal auf den Teig stellt.
Ich ziehe dann das obere Blatt vom Teig ab und lege den Teig in die vorbereitete Form mit dem Papier nach oben, das zweite Blatt kann ich dann auch gut abziehen, wenn der Teig gut eingepasst und etwas angedrückt in der Form liegt. Die überstehenden Teigränder begradige ich etwas und schneide dabei leider etwas zu viel weg, es sollte ein kleiner Rand hochstehen.
Der Teig muss nun 15-20 Minuten bei 200° vorgebacken werden. Damit der Teig dabei nicht unkontrolliert aufgeht, beschwere ich ihn mit trockenen Hülsenfrüchten, die ich auf Backpapier schütte.
In den folgenden 20 Minuten habe ich noch Zeit, den Speck vorzubereiten.
Der Speck wird in kochendem Wasser kurz blanchiert.
Wenn der Teig aus dem Ofen kommt, nehme ich die Hülsenfrüchte runter und bestreiche den Teig noch mit etwas aufgeschlagenem Eiweiß, dann geht der Teig noch mal für 5 Minuten in den Ofen. Das Eiweiß soll verhindern, dass der Teig durchweicht, wenn die Eiermasse draufgegossen wird.
Nach dem kurzen Abbacken des Eiweißes streue ich ca. 2/3 der Speckwürfel auf den Teig und gieße die Füllung vorsichtig darüber. Und dabei läuft mir leider etwas Füllung über die Teigränder.
15 Minuten geht die Quiche nun in den Ofen.
Dann wird der restliche Speck auf die Füllung gestreut und für weitere 15 Minuten gebacken. Endlich ist sie fertig. Wenige Zutaten aber etwas aufwendigere Herstellung – das muss eigentlich gut werden. Gut aussehen tut es auf jeden Fall.
Auch wenn man die Quiche etwas auskühlen lassen sollte – wir essen sie gleich heiß.
Sie ist total luftig und lecker, sie hat einen ganz wunderbaren Geschmack. Ein gelungener Auftakt für unseren Frankreichaufenthalt.