Das Leben ist schön

French Rack vom Duroc mit Minz-Feigen-Sauce

Nach einer langen Wanderung durch unseren schönen Odenwald haben wir auch den Sonntag genutzt, um etwas besonderes zu grillen.

Ich hatte im Internet nach etwas besonderem gesucht und eine kalte Sauce aus Minze und frischen Feigen entdeckt. Ich hatte mich eigentlich schon darauf vorbereitet, die Sauce etwas abzuwandeln und getrocknete Feigen zu verwenden, weil es im Winter ja ziemlich utopisch ist, frische Feigen zu kaufen – aber als wir am Samstag in unserem kleinen türkischen Gemüselädchen waren, fanden wir nicht nur ein schönes Bund Minze sondern auch – frische Feigen!

Ich hatte am Sonntag morgen schon ein großes Stück French Rack – das ist ein Stück aus dem Rücken, bei dem die Knochen noch enthalten sind – mariniert. Die Marinade bestand aus frisch gepresstem Orangensaft von drei großen Orangen, 3 EL Olivenöl und drei geriebenen Knoblauchzehen.

Die Orangen habe ich ausgepresst und die Knoblauchzehen auf einer feinen Reibe hineingerieben. Dann habe ich noch das Olivenöl dazugegeben.

In eine Gefriertüte hat das Fleisch gerade so reingepasst – und wurde so gut von der Marinade umhüllt.

Das Fleisch liegt jetzt 8 Stunden im Kühlschrank und wir wandern auf den Rimdidim, besuchen den Wildweibchenstein und schauen auch auf der Burg Rodenstein vorbei 🙂

Am späten Nachmittag beginnen wir mit dem Grillen. Markus grillt das Fleisch draußen auf dem Gasgrill von allen Seiten an und verpasst dem French Rack ein tolles Muster.

Den Rest übernimmt der Backofen, ich habe ihn auf 130° vorgeheizt und das Fleisch mit einem Thermometer bestückt.

Nun habe ich Zeit, mich um die Feigensauce zu kümmern. Folgende Zutaten habe ich dafür verwendet

  • 8 frische Feigen
  • 1 Bund frische Minze
  • 1 EL Balsamico
  • 1 EL Honig oder Sirup
  • Saft einer halben Orange
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl

Die Zubereitung ist ganz einfach. Ich löse die Blättchen der Minze von den Stielen, gebe sie in meinen Foodprozessor und hacke sie klein.

Dann mixe ich 6 Feigen mit unter und gebe dann den Orangensaft, den Essig und den Sirup dazu. Die Feigen haben in dieser Jahreszeit nicht wirklich viel Geschmack. Um die Sauce daher noch etwas fruchtiger zu machen, nehme ich keinen Honig sondern Heidelbeersirup. Auch der Orangensaft trägt zum Geschmack gut bei.

Zwei der Feigen würfele ich und gebe sie extra zur Sauce dazu. Wie erwartet, wenn man grün und rot mixt, ist das Ergebnis nicht so besonders ansehnlich.

Als Beilage gibt es einen Wildkräutersalat, den ich zwischendrin auch noch vorbereite. Auch den hab ich in unserem Gemüselädchen erstanden. Er bekommt ein Dressing aus Orangensaft, etwas Essig, Olivenöl, Dill, Salz, Pfeffer, Sahne und Granatapfelsirup.

Bei 63° Kerntemperatur – bei 130° hat es dann doch gute zwei Stunden gedauert – holen wir das Fleisch aus dem Ofen und ich schneide es zwischen den Knochen auf.

Das Fleisch ist supersaftig und weich. Ich hatte es während des Garens ab und zu mit der übrigen Marinade bestrichen.

Das Schweinefleisch war wie erwartet zart und hat hervorragend geschmeckt. Wir haben es mit dem Salat und der kalten Feigen-Sauce serviert. Leider war diese geschmacklich zwar sehr interessant, aber der Geschmack der Feigen war leider doch recht schwach, so dass die Minze stark dominiert hat. Die werde ich im Sommer auf jeden Fall noch einmal zubereiten, wenn die Feigen mehr Geschmack haben.

Download PDF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.