Das Leben ist schön

Gekräuterter Lammrücken mit Pfefferminzsauce

Man kann Männer – speziell meinen Mann – nicht allein zum Metzger lassen. Der bringt einem den ganzen Speiseplan durcheinander. Und so kam es, dass heute zwei wunderschöne Lammrücken von der Metzgerei Vollrath aus Winterkasten bei uns auf den Plan gewandert sind – der restliche Tafelspitz von gestern, der eigentlich eingeplant war, wird eingefroren.

Vor einiger Zeit hatten wir schon mal so einen Lammrücken und haben diesen Sous-Vide zubereitet – der war hervorragend. Dieses Mal musste es schneller gehen, denn wir waren noch spät unterwegs, um unsere Weihnachtsente zu kaufen.

Als wir dann nach Hause kamen, hab ich erst mal wieder mein Kräuterbeet geplündert. Es ist so spät im Jahr, aber es ist immer noch so gut bestückt. Rosmarin, zwei Sorten Thymian, Bohnenkraut und Oregano für das Lamm, Minze für die Sauce.

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Die Kräuter habe ich in einer Mühle fein pulverisiert, so vermischen sie sich am besten. Es sind alles – wie ich sie nenne – Kochkräuter, die also durchaus mitgekocht oder -gebraten werden können. Darum habe ich sie vor dem Braten auf den Lammrücken gestreut und gut angedrückt.

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In der Pfanne wartete schon heißes Olivenöl, darin habe ich beide Lammrücken, erst den größeren, dann den kleineren, ganz kurz angebraten.

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So wie wir auch Steaks zubereiten, gings nun auch mit dem Lammrücken weiter – bei 150° im Ofen haben wir ihn auf 58° gezogen.

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Zeit für die Beilagen. Bamberger Hörnchen hatte ich nachmittags schon gekocht, die brauche ich für meinen Kartoffelsalat morgen, aber ein paar hab ich abgezweigt und mit Rosmarin und etwas grobem Meersalz in dem gleichen Öl gebraten, gar waren sie ja schon, sie mussten nur noch etwas knusprig werden.

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Ich glaube, ich habe es schon ein paar mal erwähnt – ich liebe Minzsauce. Am liebsten die kalte aus Joghurt, Schmand oder Creme Fraîche. Aber erst mal die Minze hacken. Die ist jetzt noch mal kräftig ausgetrieben, so dass ich viele frische Blättchen ernten konnte.

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Mit Creme Fraîche und etwas süßer Sahne verrührt ist die Sauce schon fast fertig. Ich habe sie nur noch mit etwas Salz, einer kleinen geriebenen Knoblauchzehe und einem Spritzer Zitronensaft abgeschmeckt, schmeckt einfach wunderbar! Und der Lammrücken ist inzwischen auch fertig.

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Der Anschnitt ist traumhaft. Schön gleichmäßig rosa, genau so wollte ich es haben.

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Kurze Zeit später war auch das größere Stück bereit und mindestens genauso gut.

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Auf vorgewärmten Tellern haben wir es dann angerichtet.

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Der Lammrücken war auch auf diese Weise wunderbar zart gegart, es war weich und unheimlich saftig. Er hatte nicht den typischen Lammgeschmack, vielleicht wurde der auch von den Kräutern überdeckt, aber selbst Lammhasser würden an diesem Stück sicher nicht dran vorbeikommen. Und dann diese herrlich frische Minzsauce. Mir hat sie zu dem Fleisch und auch zu den Kartoffeln wirklich hervorragend geschmeckt.

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2 Kommentare

  1. Micha

    Das Lamm ist Dir wirklich auf den Punkt gelungen, Respekt, Hut ab!

    Wegen Männern und Metzgern – wusstest Du nicht, dass manche Männer ein Fleischmessiegen haben? 😀
    Das stammt noch aus der Steinzeit, wo man jedes gute Stück Fleisch direkt mitnehmen musste, bevor es ein anderer tat 😉

  2. Barbara de Gaudenzi

    Männer hin oder her, liebe Kerstin, das muss ich unbedingt nachkochen. Es sieht ganz wunderbar aus. Auf die Minzsauce bin ich ganz besonders gespannt.
    Frohe und gesegnete Weihnachten.

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