Das Leben ist schön

Geplankter Hackbraten mit Süßkartoffel-Kruste

Nachdem unsere Grillbücher von Napoleon uns so viel Freude bereiten, gab es auch heute wieder ein Gericht daraus. Ich hatte mich für ein Fleischgericht aus dem Plankenbuch entschieden. Planken macht einfach Spaß! Der leichte Zedernrauchgeschmack, der von der angekokelten Planke aufsteigt, passt zu vielen Gerichten. Heute sollte es einen etwas ungewöhnlich gewürzten Hackbraten geben, alles etwas süßlich, damit dann das Topping aus Süßkartoffeln auch gut passt.

Die Süßkartoffeln, vier Stück, hatten wir gestern schon mit unserem Schweinebauch zusammen im Napi gegart, bis sie ganz weich waren. Sie ließen sich dann auch sehr gut häuten.

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Dann gings zusammen mit 125g Butter und 3 EL Rohrzucker in eine Schüssel.

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Die Kartoffeln wurden nun ganz fein gestampft. Dann habe ich den Kartoffelbrei mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen.

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Heute mittag habe ich dann mit dem Hackbraten begonnen. Ich habe ca. 100g Rosinen in Jack Daniels Whiskey eingeweicht, bis sie schön vollgesogen waren, dann den Rest des Whiskeys abgegossen. Nun kam das Fleisch an die Reihe. Ich habe das Fleisch(1kg) durch die mittlere Scheibe des Fleischwolfes gegeben. Gewürzt wurde es mit 1 EL Bone Dust Seasoning, 1 gehackten Zwiebel, 1 sehr großen Knoblauchzehe, ebenfalls gehackt, dann noch etwas Petersilie, Salz und Pfeffer. Um es aufzulockern, habe ich 3 EL Semmelbrösel untergeknetet und am Ende die Rosinen dazugegeben.

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Nun wurde alles gut miteinander verknetet.

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Um das immer noch sehr lockere Fleisch zu formen, habe ich eine Kuchenform mit Frischhaltefolie ausgekleidet und das Hackfleisch hineingefüllt und gut angedrückt.

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Den Hackbraten habe ich jetzt auf die gut gewässerte Planke gestürzt und die Folie abgezogen. Die Größe hat gut gepasst, denn ich brauche auf der Planke noch ein bisschen Platz für das Topping des Bratens.

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Der Braten kommt jetzt zunächst für ca. 10 Minuten direkt über die eingeschalteten Brenner des Grills. Jetzt wird ordentlich Rauch erzeugt, der für viel Geschmack sorgen soll. Dann wurde der mittlere Brenner ausgeschaltet, so dass die Planke nur noch indirekt beheizt wird. Jetzt wird der Braten noch 20 Minuten gegrillt und dann vom Grill genommen.

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Jetzt ist nämlich die Zeit gekommen, das Icing auf dem Hackfleisch zu verteilen. Das geht mit einem großen Schaber am besten.

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Zurück auf den Grill haben wir den Braten nun mit einem Fleischthermometer bestückt und lassen ihn jetzt noch drauf, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 75° erreicht hat. Zwischendurch hat Markus die Süßkartoffelkruste noch mit etwas geriebenem Parmesan bestreut.

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Der Duft, der nun dem Grill entströmt, ist verführerisch. Der Rauch des Zedernholzes passt perfekt zur Süßkartoffeln, wir sind schon mächtig gespannt, wie es schmecken wird.

Leider hat unser Thermometer einen kleinen Schlag weg, ich habe zwischendurch ein anderes geholt, dass sofort auf über 70° hochging. Wir haben den Braten darum runtergenommen und angeschnitten.

Hackbraten

Dieses Rezept, das mir beim Lesen sofort gefallen hat, hat uns nicht enttäuscht. Es hat toll geschmeckt. Die Süßkartoffeln, die so ähnlich wie Kürbis schmecken, passen gut zu den Rosinen. Das gibt eine interessante Geschmackskomposition. Ich kann mir das auch sehr gut mit Lammfleisch vorstellen.

Was mich persönlich ein bisschen gestört hat, waren die groben Knoblauch- und Zwiebelstücke. Die waren nicht durchgegart und roh mag ich sowas nicht so gern. Beim nächsten Mal werde ich sie vorher ein wenig anschwitzen oder aber gleich mit durch den Fleischwolf geben, damit sie nicht so stückig bleiben. Markus befand das allerdings nicht als störend. Insgesamt aber ein wirklich prima Abendessen, das wir sicher noch mal machen werden. Planken regelt!

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