Das Leben ist schön

Hackfleisch-Gratin mit Süßkartoffeln

Nachdem wir gestern unsere Straußensteaks leider nicht erwerben konnten – die gabs nämlich nur vorgewürzt und gekocht und sowas wollten wir dann doch nicht nehmen – ließen wir die Straußenkebaps einfach aus und machen nun heute in Malawi weiter, einem sehr kleinen Land, aus dem wir uns aber ein tolles Gericht herausgesucht hatten. Wir starten also in unsere zweite Afrika-Woche mit einem Hackfleisch-Gratin mit Süßkartoffeln. Folgende Zutaten wurden benötigt:

  • 500g Rinderhackfleisch
  • 3 große Süßkartoffeln
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 4 Tomaten
  • 1/3 Tube Tomatenmark
  • 1 EL Mehl
  • 250ml Milch
  • 30g Butter
  • 100g Käse
  • Salz und Pfeffer
  • 2EL Semmelbrösel
  • etwas Öl

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Die Süßkartoffeln hab ich als erstes vorbereitet, erst gewaschen und geschält und dann in gleichmäßige dünne Scheiben geschnitten. Die Süßkartoffelscheiben werden vor dem Zusammenbau des Gratins erst mal angebraten, bis sie schön braun sind.

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Die Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten, brate ich anschließend ebenfalls etwas an. Eine große Menge ist das, passt kaum in die Pfanne, aber nach kurzer Zeit fallen sie ja zusammen.

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Dann ist auch wieder ein bisschen Platz, den ich aber auch brauche, nämlich für das Hackfleisch, das ich jetzt schön anbräune. Das Hackfleisch war kurz vorher noch ein Stück Rindernacken, das mein Fleischwolf aber in kurzer Zeit zu diesem schönen Hackfleisch verarbeitet hat.

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Die Tomaten sollen gehäutet und gehackt werden, die Arbeit mit dem kochenden Wasser erspare ich mir aber und schneide sie einfach in zwei Hälften und reibe diese auf einer groben Reibe, bis nur noch die Schalen übrig sind. Ein bisschen mehr als die Schalen in meinem Fall, weil einmal meine Reibe nicht ganz so scharf ist und außerdem die Schweinchen schon erwartungsvoll gefiept haben, als sie die Tomaten gerochen haben. Nun gut, Reste gehen an Nunu, Angel, Shaza und Lupina.

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Die Tomaten und das Tomatenmark gehen an das inzwischen schön braune Hackfleisch, mit Salz, Pfeffer und einem EL Essig würze ich das Ragout und lasse es ca. 20 Minuten köcheln.

Das gibt mir Zeit, noch die Käsesauce zuzubereiten, mit der ich das Gratin übergießen möchte. Wie eine Bechamel geht, habe ich hier schon oft gezeigt und deshalb heute nicht mehr fotografiert. Ich schmelze die Butter, gebe das Mehl dazu und lasse das Mehl etwas anbräunen. Dann gieße ich häppchenweise mit der Milch auf und lasse die Sauce jeweils kurz aufköcheln, diesen Vorgang wiederhole ich so oft, bis die Sauce nicht mehr dick aber dennoch schön sämig ist. Da das aber eine Käsesauce werden soll, schmelze ich in der heißen Sauce noch ca. 100g Gouda. Die Sauce zieht jetzt leicht Fäden, so ists perfekt. Noch ein Hauch Salz, dann schmeckt sie sehr gut.

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Die Hackfleischsauce ist auch fertig (mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abgeschmeckt) und die Scheiben Süßkartoffeln liegen bereit.

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Das Gratin wird jetzt fast wie eine Lasagne gebaut, die Käsesauce kommt aber erst am Ende dazu. Ich beginne mit Hackfleischsauce, dann eine Schicht Kartoffelscheiben, wieder Hackfleischsauce und so weiter.

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Zum Abschluss wie schon erwähnt die Käsesauce und ein paar Semmelbrösel oben auf. Und an der Stelle hab ich überlegt, ob es in Malawi tatsächlich Semmelbrösel gibt und wenn nicht, ob unser Kochbuch wirklich so authentisch ist, wie wir gehofft hatten.

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Nach 35 Minuten im Ofen ist alles schön braun geworden und wir können essen.

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Und so ein süffiges Gratin kann man anrichten, wie man will, es sieht einfach immer nur nach Durcheinander aus. Allerdings in unserem Fall heute ein echt leckeres Durcheinander.

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Die leicht säuerliche Sauce harmoniert nämlich ganz toll mit den süßlichen Süßkartoffeln, die geschmacklich irgendwo zwischen Kürbis und Karotten liegen. Dazu die milde Käsesauce, die das Gericht dann perfekt abrundet.

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