Das Leben ist schön

Königsberger Klopse mit Kapernsauce

Mein Kollege Martin D. brachte mich, als er mir von seinem Sonntagsessen erzählte, auf die Idee, dieses Gericht doch auch mal wieder zu kochen. Königsberger Klopse gibt es bei uns auch relativ häufig, aber ich hab sie merkwürdiger Weise noch nie verbloggt. Das hole ich nun endlich nach.

Heute habe ich frisches Hackfleisch gekauft, Kapern natürlich, es konnte losgehen.

Die Klopse werden in gewürztem Salzwasser gekocht, ich setze Salzwasser auf und gebe ein Lorbeerblatt, ein paar Pimentkörner und eine geschnittene Zwiebel dazu. Man kann auch noch Nelken verwenden und Pfefferkörner mitkochen.

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Das Hackfleisch bereite ich vor, indem ich es mit Salz und Pfeffer kräftig würze, eine gehackte Zwiebel und zwei Eier unterknete und anschließend den weichen Hackfleischteig mit so viel Semmelbrösel verknete, bis eine formbare Masse entsteht. Man kann das Hackfleisch auch noch mit einem Löffel Senf würzen, das gibt einen sehr schönen Geschmack.

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Aus dem Teig forme ich mit nassen Händen Klöße, und je nach geformte Größe müssen diese Klöße nun 15-25 Minuten in der Würzbrühe ziehen. Ich lasse das Wasser nur vorsichtig sieden und rühre ab und an mal um, damit nichts unten festkleben bleibt.

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Wenn die Klöße komplett durchgegart sind, nehme ich sie aus der Brühe, gieße diese in ein anderes Behältnis, entferne die Gewürze und nehme den Kochtopf für die Einbrenne her. Dafür schmelze ich Butter, heute mal an die 100g, weil ich eine sehr große Portion gekocht habe, die für 3 Mahlzeiten reicht.

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Wenn die Butter geschmolzen ist und schön sprudelt, rühre ich zwei gehäufte Esslöffel Mehl ein und lasse es in der Butter leicht anbräunen.

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Dann gieße ich die Brühe wieder an und rühre dabei kräftig mit dem Schneebesen, um Klümpchen zu vermeiden. In die Soße gehören auf jeden Fall noch ganz viele Kapern. Ich mag diese kleinen Biester zwar überhaupt nicht, weil sie beim Draufbeißen so quietschen, aber sie geben der Soße den typischen Geschmack und man kann sie ja hinterher raussuchen und dem Ehemann auf den Teller packen, der quietschende Kapern über alles liebt. Die Sauce wird noch leicht säuerlich abgeschmeckt. Dafür nehme ich immer ein bisschen von dem Essig, in dem die Kapern eingelegt sind, unbedingt aber auch etwas Zitronensaft.

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Während die Klopse gekocht haben, hab ich Kartoffeln geschält, in Stücke geschnitten und in Salzwasser weichgekocht. Wir essen nämlich gern Kartoffelbrei dazu.

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Was ich nicht so gern mag, ist luftig leichtes Kartoffelpürree aus der Kartoffelpresse. Ich liebe gestampfte Kartoffeln und der Brei darf am Ende auch ruhig noch ein paar Stückchen enthalten. Ein kleines Stück Butter dran, etwas Milch dazu, dann gehts ans Stampfen.

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Die Klöße habe ich in die fertige Soße zurückgelegt und lasse sie noch mal aufwärmen, dann kann gegessen werden.

Königsberger

Geschmeckt hat es wieder sehr gut. Wir mögen beide Kapernsaucen sehr gern und zu den Königsberger Klopsen passt sie hervorragend.

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