Das Leben ist schön

Schichtfleisch für meine Mädels

Meine Freundinnen und ich – insgesamt 4 Mädels – treffen uns mehr oder weniger regelmäßig bei einer von uns, und neben Schnatttern, Lachen, Nägel machen (sind zwei Nageldesignerinnen dabei und ich beschäftige mich auch hobbymäßig mit diesem Thema) und Quatschen besteht ein Großteil dieses Tages aus der Aufnahme von leckersten Nahrungsmitteln. Dabei sind die Rollen klar verteilt. Anna muss immer ihren Brokkolisalat mitbringen, Michi organisiert die besten Hefezöpfe der Welt, Jutta bringt meistens einen hervorragenden Kartoffelsalat mit (dieses Mal war es ein Obstsalat) und seit dem letzten Treffen, als ich zum ersten Mal Schichtfleisch gemacht habe, steht das jetzt regelmäßig auf der Mitbringliste – es hat nämlich super geschmeckt.

Also gabs am Samstag Schichtfleisch und das gelingt am besten im Dutch Oven. Ein Dutch Oven ist ein schwerer gusseiserner Topf, der auf drei Beinen steht und mit Holzkohlebriketts beheizt wird, die sowohl unter ihm (deswegen die Beine) als auch auf dem Deckel platziert werden.

Die Grundregel für die Verteilung der Kohlen lautet:

Anzahl Zoll des Topfes mal 2. Davon 1/3 unter dem Topf und 2/3 auf dem Topf. Da ich einen 12″-Topf habe, habe ich 24 Kohlen benötigt, von denen 8 unter den Topf und der Rest auf den Deckel gelegt wurden.

Zunächst aber habe ich die Zutaten besorgt: 1 Schweinenacken von 1,8 Kilo, 3 Päckchen Bauchspeck a 300g, ein paar große Zwiebeln und ein paar Gewürzmischungen. Hier habe ich Magic Dust, Glitter Rub und Butt Rub im Verhältnis 5:5:2 verwendet (Butt Rub ist recht scharf, das mögen nicht alle).

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Zuerst habe ich die Gewürze in einer kleinen Schüssel zusammengemischt. Kurz probiert – sehr lecker!

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Das Fleisch wird in dicke Scheiben geschnitten, der Bacon von Knorpeln und Schwarte befreit und in ca. 4mm dicke Scheiben zerteilt, die Zwiebeln teilen dieses Schicksal.

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Ein Foto vom Würzen hab ich wohl völlig vergessen, das Fleisch wird dick mit der Gewürzmischung gepudert. Dann werden die Zutaten aufrecht stehend in den Topf geschichtet.

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Den Zeitsprung von 24 Stunden erspare ich meinen werten Lesern, am Samstag bei Michi habe ich um 14:30 25 Kohlen gezündet und gewartet, bis sie komplett durchgeglüht waren. Dann wurden 8 Kohlen auf einen dicken Stein gelegt, der Topf draufgesetzt und der Rest der Kohlen auf den Deckel gelegt. Da die Kohlen nach ca. 2 Stunden nachlassen, habe ich zu dieser Zeit noch mal genau die gleiche Anzahl Kohlen angebrannt und wieder den Topf neu bestückt. Nach drei Stunden ist das Fleisch weich und zerfällt auf der Gabel. Im Topf bildet sich eine Menge Flüssigkeit, die mit Brot aufgetunkt werden kann. Angesichts unserer Fresssucht gibt es heute keine Tellerfotos mehr sondern nur noch ein Bild vom fertigen DO.

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Schichtfleisch regelt! Unbedingt nachmachen, es macht nicht viel Arbeit und ist ultralecker.

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5 Kommentare

  1. Sebastian

    Hallo

    bei dem Anblick läuft mir das Wasser im Mund zusammen 😉

    Würde das gerne mal selber testen aber habe keinen Dutch Oven.
    Hast du nen Tipp ob und wie ich das im Römertopf machen kann?

    Ich tippe mal da wird es keine großen unterschiede geben ausser der konstanten Temperatur aber vielleicht hast du das selber schon getestet und kannst berichten?

    LG
    Sebastian

    1. kerstin (Beitrag Autor)

      Hallo Sebastian,

      im Römertopf habe ich das noch nicht probiert. Das Fleisch wird halt auch durch das Gusseisen besonders saftig. Hast Du vielleicht einen Bräter für den Ofen, in dem Du das probieren könntest.

      Viele Grüße
      Kerstin

      1. Sebastian

        Habe leider keinen Bräter.
        Aber ich denke das Prinzip vom Römertopf und Dutch Oven ist ein ähnlicher?!
        In beiden Varianten wird das Fleisch gegart nicht gebraten oder sowas.

        Ich denke ich versuche es einfach mal im Römertopf 😉

        Danke für die Antwort

  2. Michael Jahn

    Schichtfleisch ist immer wieder ein Genuss und wir sind auch gern gesehene Gäste, wenn wir einen gefüllten DOpf mitbringen und den dann vor Ort zubereiten.

    1. Kerstin

      Hallo Michael,

      da hast Du aber recht, das ist immer ne sehr schöne Geste, wenn man einen vollen Pott mit auf eine Veranstaltung mitnimmt 🙂

      Viele Grüße
      Kerstin

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