Das Leben ist schön

Schichtfleisch – Für unsere Gäste nur das Beste

Heute gibt es leider einen recht unzulänglichen Beitrag, denn nach Sichtung der Fotos von unserer letzten Grillaktion für unsere Gäste musste ich feststellen, dass ich mindestens das doppelte hätte fotografieren sollen – und es verpasst habe. Von einigen Sachen gibt es also nur Vorher-Fotos, von anderen nur Nachher-Fotos, Tellerbilder sowie der Nachtisch fehlen ganz, was allein den Umständen zu schulden ist.

Nun, Markus hatte einen Kollegen und dessen Freundin zu uns eingeladen und folgende Speisen sollte es geben

Jalapenopoppers und Pflaumen im Speckmantel
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Schichtfleisch aus dem Dutch Oven, dazu Kartoffelsalat, Reissalat und zweierlei Brot
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Gegrilltes Eis im Eischneemantel

Da das Wetter gut aussah, wollten wir dieses Jahr zum ersten Mal draußen sitzen. Mit den Vorbereitungen begann ich am Vormittag.

Die Zutaten für den Reissalat sind folgende:

250g körnig kochender Reis
2 EL Mayonnaise
1 Dose Gemüsemais, abgetropft
2 Dosen Thunfisch, abgetropft
2 kleine oder 1 große Dose Mandarinen, abgetropft

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Den gekochten Reis abkühlen lassen, zwischendurch immer mal wieder mit der Gabel auflockern und dann alle anderen Zutaten unterrühren. Abgeschmeckt habe ich ihn mit Salz und Pfeffer.

Für den Kartoffelsalat (von dessen Herstellung ich nun kein Bild habe) habe ich ein Kilo Kartoffeln geschält, in dicke Scheiben geschnitten und diese 10 Minuten in 1/2 Liter Salzwasser gekocht, bis sie gar aber noch etwas bissfest waren – auf keinen Fall dürfen sie zerfallen. Vom Kochwasser habe ich ungefähr die Hälfte abgenommen und etwas Gemüsebrühe darin aufgelöst.

Für das Dressing kommen 2 EL Weißweinessig, etwas Salz, 1 EL Senf und 1 EL Mayonnaise in die Schüssel. Außerdem gebe ich noch Zwiebelwürfel dazu, die ich vorher in etwas Öl angebraten habe.

Nun rühre ich die abgetropften noch warmen Kartoffelscheiben drunter und gieße ein wenig von der Brühe hinzu. Dieses Dressing soll jetzt in die Kartoffelscheiben einziehen. Sobald die Flüssigkeit aufgesogen ist, kommt wieder etwas Brühe hinzu, bis die Kartoffeln keine Flüssigkeit mehr aufnehmen können. Kurz vor dem Servieren rühre ich auch noch 2 EL Schnittlauchröllchen unter die Kartoffeln.

Unsere Jalapenopopper kennt man ja inzwischen! Kurz zur Erinnerung: Jalapenos (aus meiner letztjährigen Ernte) werden gründlich entkernt – dabei unbedingt Einmalhandschuhe tragen – dann mit Cheddar gefüllt und mit jeweils einer Scheibe Speck umwickelt. Dann kommen sie auf den Grill, bis die Jalapeno weich, der Käse geschmolzen und der Speck knusprig gebrutzelt ist.

Und Speckpflaumen sollte es noch geben. Die sind sehr einfach herzustellen und haben bis jetzt jedem geschmeckt. Ich habe pro Person 3 getrocknete Pflaumen mit etwas Creme Fraîche gefüllt.

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Dann wurden sie ebenfalls mit einer Scheibe Speck umwickelt und auf kleine Spießchen gesteckt.

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Die Speckpflaumen kamen zusammen mit den Jalapenopoppers auf den Grill und wurden direkt gegrillt, damit der Speck schön knusprig wird.

Leider waren beide Vorspeisen schneller gegessen als fotografiert, so dass Ihr mir jetzt einfach glauben müsst, dass sie gut geschmeckt haben.

Kommen wir zum Hauptgericht. Ich hatte mich für Schichtfleisch entschieden, damit wir unseren neuen Dutch Oven gebührend einweihen konnten. Schichtfleisch besteht aus Schweinenacken (in nicht zu dicke Scheiben geschnitten), Speck und Zwiebeln – sonst nichts.

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Das Schweinefleisch hab ich mit Magic Dust gewürzt und zwar einer 1:1 Mischung vom originalen Magic Dust und dem nach Meathead. Hier die Zutaten für beide Gewürzmischungen:

Magic Dust Original

3 EL Paprikapulver, edelsüß
2 EL Salz
2 EL Brauner Zucker
1 EL Senfpulver
2 EL Chilipulver
2 EL Kreuzkümmel
1 EL Schwarzer Pfeffer, gemahlen
2 EL Knoblauchgranulat
1 EL Cayennepulver

Alle Zutaten werden gut miteinander gemischt. Das gleiche macht man mit den Zutaten für Meatheads Magic Dust, das deutlich milder und viel süßer ist.

6 EL brauner Zucker
6 EL weißer Zucker
4 EL Paprikapulver
4 EL Salz
2 EL Knoblauchgranulat
1 EL gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Ingwerpulver
1 EL Zwiebelgranulat
1 EL Rosmarin gerebelt und im Mörser fein zerstoßen

Von beiden Mischungen habe ich jeweils 5 EL genommen, miteinander vermischt und damit das Fleisch großzügig von beiden Seiten eingepudert.

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Dann werden die in Ringe geschnittenen Zwiebeln, der Speck und die Fleischscheiben abwechselnd in den mit Butter ausgestrichenen Dutch Oven senkrecht geschichtet.

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Schichtfleisch

Der Dutch Oven wird entsprechend seiner Größe (12″) mit 24 Stück glühenden Holzkohlebriketts bestückt. Dabei kommen 1/3 unter den Topf, 2/3 kommen auf den Topf. Nach ca. 2,5 Stunden ist das Fleisch gnadenlos weichgekocht. Die Gewürze ziehen dabei gründlich ein und ergeben eine tolle Geschmackskomposition.

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Als Beilagen hatten wir neben Reis- und Kartoffelsalat noch Zwiebel- und Walnussbrot, das ich aus Roggenmehl und Sauerteig am Vortag gebacken habe.

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Leider kamen pünktlich zum Essen dicke Tropfen vom Himmel, so dass wir mit dem gesamten Essen ins Wohnzimmer umziehen mussten. Der Regen hörte dann auch direkt, nachdem wir drinnen waren, wieder auf.

Nach dem Essen gab es dann noch gegrilltes Eis zum Nachtisch und eine kleine Whiskyprobe für unsere Gäste, bei der wir 5 unterschiedliche Whiskys zu probieren gaben.

Trotz des Regens war es ein sehr schöner Abend, den wir gern wiederholen werden.

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