Das Leben ist schön

Tafelspitz vom irischen Ochsen …

… mit Apfelkren und gesottenem Gemüse.

So lautete die Herausforderung für den heutigen Abend. Herausforderung deshalb, weil es Tafelspitz heute im Hause der Okraschote zum allerersten Mal gab.

Um ein gutes Gelingen zu garantieren, haben wir ein besonders gutes Stück Fleisch gekauft. Es stammt von einem irischen Ochsen. Durch das Golfstromklima bleiben die Tiere das ganze Jahr über auf der Weide, was ein außerordentlich geschmackvolles Fleisch ergibt.

Nach dem Einlesen in diverse Rezepte im Internet war die Vorgehensweise klar. Suppengemüse wird mit angerösteten Zwiebeln in Salzwasser aufgesetzt, bis es sprudelnd kocht. Dann wird das Fleisch eingelegt und die Temperatur so weit zurückgeschaltet, bis das Wasser nur noch leise vor sich hin köchelt. Keinesfalls darf es sprudelnd kochen, weil davon das Fleisch zäh wird.

Und hier sehen wir die Ausgangszutaten. Das Fleisch ist ein ziemlicher Brocken von fast zwei Kilo.

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Die Unterseite hab ich noch etwas pariert und ein paar kleinere Sehnen entfernt.

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Das Fett der Oberseite habe ich vor dem Kochen nicht entfernt. Die Brühe darf ruhig etwas gehaltvoll sein und wer mag, kann das Fett vor dem Essen selbst entfernen.

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Die Zwiebel habe ich halbiert und in einer gusseisernen Pfanne ohne Zugabe von Fett dunkel angeröstet.

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Dann habe ich in einem großen Topf das in grobe Stücke geschnittene Suppengemüse, ein Lorbeerblatt und die Zwiebeln aufgesetzt und das Wasser mit Kristallsalz gewürzt.

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Sobald das Wasser sprudelnd kocht

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kommt das Fleisch dazu. Dadurch wird der Kochvorgang sofort unterbrochen, und ich habe die Temperatur weit zurückgeschaltet. Das Fleisch soll nicht kochen, das Wasser darf nur leise simmern.

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Nach zwei Stunden Kochzeit hab ich dann angefangen, das Gemüse vorzubereiten, das wir zum Tafelspitz dazu essen wollten. Es gab grüne Bohnen, Brokkoli, Paprika, Karotte und Kartoffeln.

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Auch Apfelkren sollte es dazu geben. Dafür habe ich einen Apfel geschält, entkernt und fein gerieben. Dann hab ich 2 EL Tafelmeerrettich untergerührt und mit etwas Zitronensaft abgeschmeckt. Lieber wäre mir zwar frisch geriebener Meerrettich gewesen, aber den gab es grad nicht und der aus dem Glas hatte dann auch genügend Schärfe.

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Nach etwas über 3 Stunden habe ich dann die Brühe abgegossen, das ausgekochte Gemüse abgefiltert und in der Brühe das frische Gemüse gegart und zwar entsprechend der Kochzeiten nacheinander. Erst die Kartoffeln und die Bohnen, später dann die Karotten, die Paprika und am Ende den Brokkoli. Während das Gemüse gart, habe ich das Fleisch aufgeschnitten. Wie erwartet war es wunderbar zart und weich. Der Geschmack ist unvergleichlich.

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Angerichtet habe ich in tiefen Tellern, damit wir auch etwas Brühe genießen können.

Tafelspitz
Am Tisch kam dann auch noch der Apfelkren zum Einsatz.

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Das Fleisch hat uns hervorragend geschmeckt, es war eine sehr gute Entscheidung, ein etwas teureres Stück Tafelspitz zu kaufen. Es zerging auf der Zunge, hatte einen hervorragenden Geschmack, und der Meerrettich hat diesen gut unterstützt. Das Gemüse war noch bissfest und die Brühe war voller Geschmack. Ein rundherum gelungenes Abendessen, das es sicher mal wieder geben wird, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

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2 Kommentare

  1. Hans Schmuck

    Guten Tag, ich habe heute das Rezept vom Tafelspitz der irischen Ochsen gelesen und nachgekocht. Ist wunderbar geworden. Auch wenn der Ochse von meinem Schwager seinem Hof gekommen ist. Meine Frage ist: Wie kann ich mir ein Rezept ausdrucken? Sollte eine Möglichkeit bestehen wäre ich für einen Tip dankbar.
    Mit lukullischen Grüßen, Hans Schmuck

    1. Kerstin (Beitrag Autor)

      Hallo Hans,

      leider haben wir noch keine Druckmöglichkeit eingebaut. Bisher muss daher die Druckfunktion des Browsers genutzt werden. Wir werden aber mal die Möglichkeiten einer PDF-Erstellung im Auge behalten.

      Vielen Dank für Deine Rückmeldung und viele liebe Grüße
      Kerstin

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