Das Leben ist schön

Waldpilz-Canneloni mit Käse-Zwiebel-Bechamel

Ich versuche, unseren Speiseplan immer mal wieder zu variieren und abwechslungsreich zu kochen. Und so kommt es, dass ich meinen Mann dann auch immer mal wieder mit Versuchsobjekten traktiere und bis jetzt hat er es auch immmer ohne Murren gegessen. Heute also auch mal wieder ein Beitrag aus der Versuchsküche.

Vor einigen Wochen habe ich Canneloni mit Spinat und Kürbis zubereitet und daran habe ich gedacht, als ich den Speiseplan für die Woche aufgestellt habe. Allerdings sollte es heute eine ganz andere Füllung geben. Da unsere Pilzwanderungen in den letzten Tagen immer sehr erfolgreich waren, haben sich Vorräte im Gefrierschrank angesammelt, auf die ich heute zurückgreifen konnte.

Begonnen habe ich wieder mit dem Teig, denn der muss eine Weile ruhen. 150g Mehl, 30g Hartweizengrieß, etwas Salz und zwei Eier kamen zusammen in die große Schüssel der Kenwood, und diese hat daraus auch in einer Minute einen Nudelteig gemacht.

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In Frischhaltefolie habe ich den Teig eine knappe Stunde ruhen lassen. Genug Zeit für mich, rasch meine Foren zu checken und dann die Füllungen vorzubereiten. Füllungen in der Mehrzahl deshalb, weil ich zwar liebend gern Pilze suche (und finde natürlich) sie aber einfach nicht runterkriege. Deshalb bekam meine Seite des Teiges eine fleischhaltige Füllung. Dazu aber später mehr.

Die angetauten Pilze habe ich zusammen mit einer roten Zwiebel in etwas Olivenöl gebraten. Beim Braten sind sie langsam aufgetaut.

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Als das Wasser weggekocht war, hat auch die Konsistenz gestimmt, die Pilze waren gar, und ich habe sie mit Salz, Pfeffer und frischem Thymian gewürzt. In der Pilzmischung waren Pfifferlinge, Maronenröhrlinge, Hexenröhrlinge, Rotfußröhrlinge und Ziegenlippen enthalten, also eine schöne bunte Mischung.

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Damit die Nudelröllchen dann später im Ofen auch gar werden, müssen sie mit einer Soße übergossen werden. Grundlage dafür war eine einfache Bechamelsoße aus 1 EL Butter, 1 EL Mehl und ca. 500ml Milch. Abgeschmeckt mit etwas getrockneter Rinderbrühe, Salz und Pfeffer war die Basis schon ganz lecker. Die Soße sollte dabei nicht zu dickflüssig sein.

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Etwas Gouda und Emmentaler aufgelöst macht aus der einfachen Bechamel eine leckere Käsesoße, und um es noch etwas rustikaler zu machen, habe ich eine Handvoll Röstzwiebeln hineingetan.

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Nun zurück zum Teig. Von beiden Seiten bemehlt kann er nun ausgerollt werden.

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Ich habe festgestellt, dass das am besten funktioniert, wenn man zwischendrin immer mal eine kurze Pause macht, in der der Teig sich entspannen kann. Er sollte gleichmäßig dünn gerollt sein, damit er dann auch gleichmäßig durchgart. Die etwas krummen Enden schneide ich ab.

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Jetzt kommen die Füllungen dran. Für etwas mehr Saftigkeit bestreiche ich zuerst den Nudelteig dünn mit Kräuterfrischkäse. Darauf kommen die Pilze rechts und links Streifen von aufgetautem Pulled Pork.

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Ich markiere auch die Grenze mit einem kleinen Schnitt, schließlich möchte nicht in Gefahr kommen, einen Pilz zu verschlucken 🙂 Dann streue ich noch etwas Petersilie drauf – man schmeckt sie kaum, ist aber schön fürs Auge. Dann von unten aufrollen, in ca. 3cm breite Stücke schneiden und diese in eine Auflaufform setzen – das Werk nähert sich der Vollendung.

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Auch hier natürlich wieder schön getrennt, rechts die Pilze und links das Fleisch. Nun kommt die Soße drauf, die die Röllchen gut bedecken sollte. Ein bisschen Mozzarella darf auch noch mit dazu, dann kommt die Form für 40 Minuten in den auf 200° vorgeheizten Ofen.

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Kleiner Zeitsprung – das Essen ist fertig und zwar genau in dem Moment, wo Markus meinte, dass das ja schon ziemlich gut duftet. Na denn. Es duftet nicht nur gut, es sieht auch gut aus, finde ich. Der Käse ist schön kross geworden, der Nudelteig ist auch gut durch, wir können servieren.

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Ich kann jetzt natürlich nur für die Pulled Pork Seite sprechen, aber die war extrem lecker. Durch den Frischkäse und natürlich auch die Soße ist das Fleisch schön saftig geworden, der zarte Rauchgeschmack kommt gut durch, und das Fleisch passt natürlich gut zu der rustikalen Zwiebelsoße. Markus war auch sehr zufrieden, die Pilze mit dem Thymian waren sehr lecker.

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3 Kommentare

  1. Andreas

    Habe ich heute ausprobiert, war richtig lecker… Übrigens mit frisch gesammelten Maronen-Röhrling…
    Gruß Andreas

  2. Micha

    Hmmmm, ich stelle mich liebend gerne als Esser zur Verfügung, falls Du mal wieder zu viele frische Pilze hast.

    Pilze selbst sammeln würde ich auch gern mal, kenne aber hier in der Gegend niemanden der sich da auskennt. Und sicher ist eben sicher 😉

    1. Markus

      Micha, das ist doch ganz einfach: Komme vorbei und wir sammeln gemeinsam. Und wenn es keine Pilze gibt, fällt uns sicher eine Alternative ein 😉

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