Das Leben ist schön

Brathähnchen mit Nudeln

Manchmal sind die einfachen Dinge doch die besten. Brathähnchen zum Beispiel. Heute hatten wir keine Lust, das Hähnchen zu grillen, ich kenne aber auch aus dem Ofen ein wunderbares Rezept, das mir meine Schwiegermutter gegeben hat. Und so mache ich dann auch meistens meine Hähnchen, wenn ich sie im Backofen zubereite. Weil es unschlagbar lecker ist. Folgende Zutaten habe ich verwendet:

  • ein Freilandhähnchen
  • 2 kleine Zwiebeln
  • Knoblauchzehen nach Wunsch, ich hatte 5 große
  • zum Würzen: Curry, Salz, Pfeffer, Paprika (heute habe ich meine neuen scharfen Paprikaflocken aus dem türkischen Markt verwendet)
  • etwas Öl
  • Nudeln als Beilage

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Das Hähnchen haben wir gestern frisch im Selgros gekauft, die Hähnchen mit dem Label Rouge sind Freilandhühnchen aus bäuerlicher Haltung, wenn man nicht gerade einen Bio-Hähnchenhalter in der Nähe hat, kann man die gut nehmen – wir hatten es ganz spontan mitgenommen, normalerweise bestellen wir die Hähnchen bei einem der Geflügelzüchter bei uns in der Nähe. Das Fleisch ist ein klein wenig fester als das von diesen wässrigen Wiesenhofhähnchen, man merkt, dass die Hähnchen ihre Beine zum Laufen benutzt haben – aber es ist nicht zäh, man kann es wunderbar zart garen und es hat einfach deutlich mehr Geschmack.

Für dieses Gericht kann man auch wunderbar Hähnchenteile, zum Beispiel Schenkel, hernehmen, aber auch hier schmecken natürlich die Teile von Freilandhähnchen am besten.

Ich habe als erstes das Hähnchen in zwei Teile geteilt.

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Ich würze es von beiden Seiten mit Salz, Pfeffer, Curry und ein paar Paprikaflocken. Die Zwiebeln schneide ich in kleine Würfel und lege diese in einen Bräter, die Knoblauchzehen kommen auch dazu. Auf die Zwiebeln kommt etwas Öl, dann lege ich die Hähnchenteile mit der Hautseite nach oben auf die Zwiebeln. Wird ganz schön eng im Topf, aber es passt noch.

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Nun gehts in den auf 200° aufgeheizten Ofen, ich nehm immer Ober-/Unterhitze, weil mit Umluft gern mal etwas trocken wird. Ca. eine Stunde benötigt jetzt das Hähnchen, in den letzten zehn Minuten hab ich die Temperatur noch mal etwas erhöht auf 220°, weil das Hähnchen noch etwas blass war. Kurz darauf wurde es knackig braun.

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Ich habe etwas von dem Bratensatz noch auf das Hähnchen getupft und noch mal kurz aufgeknuspert. Schon seit geraumer Zeit duftet es total verführerisch bei uns in der Wohnung. Die Haut ist jetzt absolut kross und das Fleisch hat sich von den Knochen zurückgezogen – ein Zeichen, dass das Hähnchen auch innen fertig gegart ist.

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Ich stelle die Hähnchenstücke noch in der Wärmeschublade warm und lasse die Zwiebeln auch noch mal kurz im Ofen fritieren.

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Während die Zwiebeln im Ofen schmurgeln, koche ich die Nudeln, heute mal gemischte, weil ich von keiner Sorte mehr genügend hatte. Die Nudeln werden, wenn sie abgegossen sind, in den Bräter gekippt und gründlich mit den Zwiebeln und dem Bratensatz gemischt. Sie nehmen nun den Geschmack der Zwiebeln und der Gewürzmischung perfekt an.

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Essen ist fertig! Auf den Ruf hin kann Markus gar nicht schnell genug am Tisch Platz nehmen, er hat schon die ganze Zeit gejammert, dass es so gut riecht und er Hunger hat. Kein Wunder, haben wir doch in Aussicht auf dieses Hähnchen heute das Mittagessen ausfallen lassen.

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Und das Warten hat sich gelohnt. Das knusprige, würzige Hähnchen mit dem weichen, zarten und saftigen Fleisch zusammen mit den Nudeln, die den Geschmack von Hähnchen und Zwiebeln angenommen haben – ein perfektes Abendessen.

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3 Kommentare

  1. Outlaw

    Das stelle ich mir sehr lecker vor.
    Und Freilandhähnchen sind immer besser!

  2. Meli2006

    Oh wie klasse Kerstin, das Rezept mopse ich mir soofort!
    Sag, hast Du das Hähnchen auch während es im Ofen war schon mit Bratensaft aus dem Bräter bestrichen??

    1. kerstin (Beitrag Autor)

      Meli, man muss es eigentlich gar nicht bestreichen, sonst wird es vielleicht nicht so knusprig. Nur einmal am Ende reicht 🙂

      Viele Grüße
      Kerstin

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