Das Leben ist schön

Einheimisches Entrecote mit Safran-Fenchel und Bamberger Hörnli

Vor einigen Wochen bestellten wir bei unserem Metzger Herrn Vollrath ein Stück Entrecote, das er uns auch versprach gut zu reifen. Letzte Woche war es soweit, wir konnten es abholen, ein mehr als 3kg schweres Stück. Da der Durchmesser auch richtig groß war und normal schwere Steaks damit zu dünn gewesen wären, habe ich uns für den gestrigen Abend eine dicke Scheibe abgeschnitten, die ca. 850g schwer war und für uns beide reichen sollte, ca. 4-5cm dick habe ich es geschnitten.

Das Fleisch ist wunderbar dunkel und schön gereift, es lässt sich ganz leicht zerteilen. Sehr stark marmoriert ist es nicht, wir sind dennoch schon sehr gespannt, wie uns dieses Steak schmecken wird. Wenn das was wird, sind wir nicht mehr auf das ausländische Steakfleisch aus der Metro angewiesen.

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Das Wetter war kalt aber gut, darum sollte das gute Stück auf den Grill kommen, ein paar Beilagen gab’s auch noch. Zwei Fenchelknollen aus der Biokiste waren noch da, und da ich mir in diesem Jahr den Spaß gemacht hatte, ein paar Safrankrokusse zu setzen, die dann auch tatsächlich geblüht und mir eine kleine Safranernte beschert haben, wollte ich eins meiner Lieblingsgemüse, Fenchel mit Safran, zubereiten.

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Markus ging schon mal den Grill vorbereiten, den wir in diesem Jahr ein bisschen vernachlässigt hatten. Er heizte die Sizzlezone vor und brannte vom Gussrost alles weg, was da nicht hingehört, dann wurde der Rost auch noch etwas eingeölt.

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Dann ging das Fleisch auf den Grill, wir haben es von allen Seiten gut angegrillt.

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Fertiggegrillt haben wir draußen bei 0° nicht mehr, sondern das Steak bei 150° in den Backofen gelegt und es bis zu einer Kerntemperatur von 55° fertigziehen lassen.

Ich begab mich auch wieder in die Küche und bereitete die Beilagen zu. Den Fenchel hab ich in feine Streifen geschnitten und in etwas Butter angeschwitzt.

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Gewürzt habe ich den Fenchel nur mit Salz, dann kam aber noch eine Prise meiner selbstgezupften Safrafäden dazu. Wenn der Fenchel fast gar ist, gieße ich noch ein klein wenig Sahne an und lasse diese bei offenem Deckel einkochen.

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Von meinen Eltern hatte ich vor einer Woche noch zwei große Tüten voll Bamberger Hörnli bekommen, das sind ganz kleine längliche festkochende Kartoffeln. Zum Schälen nicht so gut, weil sie recht klein sind, aber wenn man sie als Pellkartoffeln kocht, kann man die Schale wunderbar abziehen, das hatte ich nachmittags schon gemacht. Die Kartoffeln kamen mit Butter, Salz und etwas Rosmarin in eine Eisenpfanne, in der ich sie schön goldbraun gebraten habe.

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Die Kartoffeln nahmen beim Braten das Aroma des Rosmarins an und bekamen eine schöne Kruste.

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Das Steak war inzwischen auch fertig. Gerade rechtzeitig, damit wir es noch vor dem Konzert von Max Raabe, das wir gestern besuchen wollten, genießen konnten.

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Ich schnitt es zum Anrichten in Scheiben. Es hat noch etwas Saft verloren, aber der Gargrad passt für uns sehr gut.

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Schön gleichmäßig ist es durchgegart, ohne den grauen Rand, den man bekommt, wenn das Steak zu lange gebraten oder gegrillt wird. Da auch die Kartoffeln und der Fenchel fertig sind und die Teller schon in der Wärmeschublade warten, können wir anrichten.

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Wir waren natürlich schon sehr gespannt, wie das Fleisch schmecken wird. Beim Anschnitt haben wir schon bemerkt, wie zart es ist. Besser gehts kaum. Geschmacklich ist es ebenfalls ein Hochgenuss, ohne säuerlichen Unterton, den wir vom amerikanischen Rind kennen und rein nach Rindfleisch. Man merkt die gute Herkunft und Qualität. Ein perfektes Abendessen für uns.

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2 Kommentare

  1. Micha

    Da läuft mir das Wasser im Munde zusammen!

    Schön, dass es noch solche Metzger gibt, hier leider nur schwer zu finden.
    Ihr könnt Euch glücklich schätzen!

  2. Michi

    aaaach…ihr wieder….
    will auch…*schleck*

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