Das Leben ist schön

Flanksteakstrips mit Ranch Dressing

Beim Aussuchen der Rezepte für diese Woche, in der wir ja im Süden der USA verweilen und einige Bundesstaaten besuchen werden, ist mir aufgefallen, dass diese Küchen deutlich mehr meinem Geschmack entsprechen als die nördlichen Staaten. Viel mehr Rezepte haben genau meinen Geschmack getroffen als ich in dieser Woche zubereiten kann. Und so habe ich nun aus Florida, Texas, Alabama und einigen anderen Staaten viele tolle Gerichte ausgesucht. Beginnen werden wir heute mit gegrillten Flanksteakstrips mit Ranch Dressing.

Ranch Dressing ist eines der wenn nicht gar das beliebteste Dressing in den USA und es gibt wahrscheinlich Millionen verschiedene Rezepte dafür. Ab heute gibts noch eins mehr, denn ich habe mir aus den mir verfügbaren Zutaten und den schönsten Rezepten meine eigene Version zusammengestellt.

Folgende Zutaten habe ich verwendet:

  • Mayonnaise aus 1 Eigelb, 150ml Öl, 1/2 TL Essig
  • Salz
  • 2 TL Dijon-Senf (den körnigen)
  • 1 kleiner Becher Joghurt
  • 1 TL Petersilie
  • 1 TL Schnittlauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Spritzer Worcestershiresauce

Begonnen habe ich damit, mir aus einem Eigelb, 150ml Öl und etwas Essig eine Mayonnaise zu rühren. Fertig gekaufte hatte ich keine verfügbar, und das war ein Glück. Denn eine selbstgemachte Mayonnaise macht geschmacklich deutlich mehr her als gekaufte.

Das Eigelb (möglichst zimmerwarm verwenden) habe ich mit etwas Essig gründlich verrührt. Mit einem Schneebesen wird dann nach und nach das Öl untergerührt. Das Eigelb wirkt als Emulgator für das Öl, so dass dieses immer fester und fester wird. Man beginnt mit tröpfchenweiser Zugabe von Öl und rührt so lange, bis das Öl komplett im Eigelb untergegangen ist. Nach und nach wird in einem ganz dünnen Strahl das Öl zugegeben und immer kräftig weitergerührt, bis die Sauce eingedickt ist und ölig glänzt.

Viel Geschmack hat die Mayonnaise jetzt noch nicht, ich würze sie daher mit Salz und körnigem Senf. Wer mag, kann auch noch etwas Zitronensaft dazugeben.

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Diese Mayonnaise ist nun die Basis für das Ranch Dressing.

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In vielen Rezepten wird Buttermilch verwendet, die ich aber leider auch nicht vorrätig hatte (der Wocheneinkauf ist erst morgen dran). Aber ein Becher Joghurt war noch da, das passt ebenfalls gut an ein Ranch Dressing. Dazu kamen noch frische Kräuter (Schnittlauch und Petersilie) sowie ein Spritzer Worcestershiresauce. Außerdem hab ich eine Knoblauchzehe auf der Microplane gerieben und an das Dressing gerührt

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Noch etwas abschmecken und fertig ist der Dipp für die Fleischstreifen, die ich nun als nächstes zubereitet habe.

Dafür benötige ich folgende Zutaten:

  • 1 Flanksteak, ca. 800g (meins war ein bisschen kleiner)
  • 2 TL Paprikapulver
  • 2 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Knoblauchpulver
  • 1/2 TL Salz

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Die Samen muss ich noch mahlen, das übernimmt aber wieder die Kenwood Küchenmaschine.

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Das dabei entstehende Pulver mische ich mit den restlichen Zutaten zu einem würzigen Rub.

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Das Flanksteak schneide ich in schmale Streifen.

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Besonders gleichmäßig verteilen sich die Gewürze auf dem Fleisch, wenn man beides zusammen in einen Gefrierbeutel gibt und den ordentlich durchknetet.

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Die so gewürzten Fleischstücke kommen auf ein leicht eingeöltes Blech und werden unter dem Backofengrill von beiden Seiten ca. 5 Minuten gegrillt – ein bisschen weniger tuts auch, unser Fleisch war ziemlich durchgegart.

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Und als das Fleisch dann fertig war, konnten wir auch schon essen – das ging schnell heute.

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Das Fleisch war sehr schön würzig aber ein bisschen hart – eindeutig zu lang gegrillt. Aber zusammen mit dem Ranch Dressing konnte man direkt vergessen, dass das auch zarter geht. Denn das selbstgemachte Dressing hat das alles wieder rausgerissen. War das lecker! Leicht knoblauchig, etwas säuerlich, dazu der leckere Senfgeschmack und die frischen Kräuter, das war ein Gedicht. Wir haben die ganze Schüssel geleert und mit dem Baguette, das ich noch rasch aufgebacken hatte, die Reste aufgetunkt.

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Schnell zubereitet und ein umwerfender Geschmack – das wird es bestimmt mal wieder geben.

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2 Kommentare

  1. Micha

    So ein zerschnittenes Flank tut mir in der Seele weh.

    Dennoch, es liest sich gut und sieht lecker aus!

    1. kerstin (Beitrag Autor)

      Nicht traurig sein, Micha. Es gibt genug Flanksteaks auf der Welt, bald grillen wir die auch mal wieder am Stück 🙂 War wirklich sehr lecker, besonders aber der Dipp. Vielleicht probiere ich es beim nächsten Mal, das Steak zu grillen und hinterher zu zerschneiden und dann zu dippen.

      Liebe Grüße
      Kerstin

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