Das Leben ist schön

Gebratener Tintenfisch

Da wir heute Station auf einer Insel – nämlich Sansibar – machen, trifft es sich gut, ein Fischgericht auszuwählen, das unsere erste Afrikawoche abschließt. Diese Woche war, was die unterschiedlichen Gerichte angeht, eher durchwachsen, in den Tintenfisch heute hat Markus aber große Erwartungen gesetzt. Ich nicht – nachdem ich heute mal wieder das Big Green Egg angeheizt hatte, um ein paar Auberginenscheiben zu grillen, war ich fast soweit, die aufgetauten Tintenfische in ihre natürliche Umgebung zurückgehen zu lassen und im Klo runterzuspülen, um dann ein paar Steaks aufzutauen. Mich kostet es immer ein bisschen Überwindung, Tintenfische zuzubereiten, auch wenn ich danach meistens ganz begeistert bin.

Die kleinen Oktopusse, die ich noch in Gefrierschrank hatte und aufgetaut hatte, wurden erst gekocht und dann noch mal in einer würzigen Mischung angebraten. Folgende Zutaten benötige ich dafür:

  • 4 kleine Oktopusse
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 2 kleine grüne Chili
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Kurkuma
  • 2 EL Zitronensaft
  • 30g Butter

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Was ich immer nicht fertig bekomme, ist das Putzen der Tintenfische. Die hatten Augen, die mich angestarrt haben und Saugnäpfe, die sich überall festklammern. Man könnte denken, jeden Moment fangen die an zu zappeln. Ausgenommen waren sie aber schon und so auch wirklich ganz sicher nicht mehr lebendig, aber man weiß ja nie. Markus hat jedenfalls das Putzen übernommen, die Augen und den Schnabel weggeschnitten, den Tintenfisch aber sonst ganz gelassen. So blieben 4 Tuben und 4 Sätze Oktopusarme übrig, die ich in Wasser gelegt und 20 Minuten geköchelt habe. Den dabei entstandenen Schaum habe ich gelegentlich abgeschöpft.

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Die Zwiebel hab ich in Würfelchen geschnitten und Ingwer, Chilis und Knoblauch fein gehackt. Ich brate erst die Zwiebeln in der Butter an, bis sie schön weich sind.

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Dann kommen Chili, Knoblauch und Ingwer sowie die trockenen Gewürze mit in die Pfanne und ich lasse alles kurz mitbraten.

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Die abgegossenen Tintenfische kommen nun ebenfalls dazu und werden kurz mitgebraten.

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Ich beträufele nun den Fisch nur noch mit etwas Zitronensaft und würze ihn mit Salz, dann ist er auch schon fertig. Keine 30 Minuten hat die Zubereitung gedauert, das war wirklich schnell. Viel ist von 1kg leider nicht übrig geblieben, da war  vermutlich viel Wasser mitgewogen. Aber da ich kurz vorher von meinem wunderbaren Mann ein großes Eis mitgebracht bekommen habe, war mein Hunger nicht ganz so groß und ich habe die Fische einfach in eine Schüssel gefüllt und serviert.

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Ich bin wirklich kein großer Freund von Tintenfischen, aber dieses Rezept merken wir uns mal. Das hat uns nämlich sehr gut geschmeckt. Zum einen war der Tintenfisch wirklich schön zart, und durch die Gewürze, getrocknet und frisch, hat er richtig gut geschmeckt, auch ich fand ihn lecker. Der Ingwer hat eine zitronige Frische mitgebracht und durch die Chili war es auch ziemlich pikant. Dazu der gebratene Knoblauch und die Zwiebel, mmmh.

Noch ein bisschen Kunst gefällig? Irgendwie erinnert mich dieses Arrangement an das Bild „Der Schrei“ von Edvard Munch 😉
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1 Kommentar

  1. Meli2006

    Grööööööhl! Das stimmt!
    Das ist „Der Schrei“!
    Lach mich schlapp!
    Oder: „Octopussi“?

    Mei, Eure Afrikawoche is ja der Knaller!!!!!!!!!

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