Das Leben ist schön

Gekräutertes Flanksteak mit Maiskolben und Kräuterbrot

Unser letztes Flanksteak aus den Vorräten sollte heute dem Grill zugeführt werden. 5 Stück hatten wir in der Metro in Mainz Kastell ergattert und bisher 4 davon auf unterschiedlichste Arten gegrillt. Heute nun also das letzte davon. Aber wir haben Glück: mittlerweile führt auch die Metro in Weiterstadt das Flanksteak vom US-Rind und so haben wir heute gleich mal unsere Vorräte aufgestockt

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Ein paar Kräuter aus dem Garten sollten heute den Geschmack verfeinern, ich habe etwas Rosmarin und Thymian geerntet. Dazu gesellte sich eine Knoblauchzehe und zwei rote Cayenneschoten, die ersten aus diesem Jahr von unseren eigenen Pflanzen. Da das Flanksteak ein etwas dickeres Stück Fleisch war, hab ich es von beiden Seiten mit einem Rautenmuster versehen.

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Die Marinade hab ich mit etwas Olivenöl angerührt.

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Das Steak hab ich in eine Tüte getan, mit der Marinade von beiden Seiten bedeckt und im Vakuum bis zum Nachmittag liegen lassen.

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Da mir heute nach Kräutern zumute war, sollten diese auch in die Beilage eingehen. Ich wollte ein Kräuterbrot backen. Der Garten gab folgendes her:

Schnittlauch, wilde Rauke, Thymian, Oregano, Minze, Basilikum, Liebstöckel, Salbei und Rosmarin. Außerdem hab ich von meiner – angeblich (ich glaub da nicht dran) – Long Purple Cayenne 4 Schoten geerntet. Die Chilis sind weder long noch purple und vermutlich ist es auch keine Cayenne. Und das nennt sich sortenreine Saaten. Noch zwei kleine Knoblauchzehen, das sollte reichen, um meinem Dinkelbrot einen feinen Geschmack zu verleihen.

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Während die Küchenmaschine den Teig knetet (500g Dinkelmehl, 1 Tütchen Trockenhefe, 15g Salz, etwas Zucker, 2 EL Milchpulver und ca. 300ml Wasser), hacke ich die Kräuter klein.

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Die Kräuter kommen in den Teig und werden mit untergeknetet, nach dem ersten Gehen des Teiges knete ich ihn noch mal durch und forme einen Brotlaib, den ich noch mal 20 Minuten aufgehen lasse.

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Dann kommt das Brot bei 250° Umluft mit ordentlich Wasserschwaden in den Ofen, nach 10 Minuten lasse ich die Schwaden ab und drehe auf 200° herunter, nach weiteren 40 Minuten ist das Brot fertig.

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Währenddessen grillt Markus das Flanksteak, das ich kurz vor dem Auflegen noch mit grobkörnigem Meersalz bestreut habe. Von jeder Seite 2,5 Minuten direkt über den Kohlen, dann auf einen erhöhten Rost 5 Minuten in der indirekten Zone nachziehen lassen. Zwei Maiskolben nehmen auch noch auf dem Grill Platz und werden leicht gebräunt. Wir gucken uns derweil den strömenden Regen an, der vom Himmel fällt, pünktlich zum Grillbeginn eingesetzt hat und aufgehört hat, als das Essen fertig war.

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Dann ist alles fertig und bereit zum Servieren.

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Das Fleisch ist wieder medium rare gegrillt, wie wir es am liebsten mögen. Das klappt mittlerweile perfekt. Da das Fleisch an allen Stellen gleich dick war (das ist für Flanksteak nicht selbstverständlich), ist dieser Gargrad über das gesamte Fleisch gleich.

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Sieht das nicht klasse aus? Der Geschmack vom Flanksteak ist unvergleichlich, die Kräuter unterstützen ihn, ohne ihn zu überlagern. Dazu den gebutterten Maiskolben und das Kräuterbrot, die beide sehr gut schmecken.

Flanksteak

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Und weil wir so ein tolles Essen hatten, gabs heute auch wieder einen besonderen Whisky zum Nachtisch, an dieser Stelle erteile ich meinem Mann das Wort.

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Der Winter 2009/2010 war auch für Schottland ein sehr strenger und es fiel der meiste Schnee in den Highlands seit Beginn der Aufzeichnungen. Dieser blieb natürlich auch auf den Lagerhäusern der Destillerien liegen.
Glenfiddich mag die größte schottische Whiskydestillerie sein, aber die besten Bauherren sind sie wohl nicht. Nun, was will man erwarten, schließlich wurde die Destillerie 1886/1887 von William Grant und seinen Söhnen per Hand aufgebaut. Wie auch immer, am 7. Januar 2010 brach das Dach eines der Lagerhäuser von Glenfiddich ein. Glenfiddich wäre nicht Glenfiddich, wenn man nicht auch daraus noch Kapital schlagen könnte. Und so kam es, dass der Destilleriemeister die besten noch intakten Fässer auswählte, vermählte und daraus der Glenfiddich Snow Phoenix mixte. Es sind in diesem Whisky sowohl sehr alte Fässer, wie auch recht junge Fässer enthalten. Man kann auch beides rausschmecken. 60.000 Flaschen wurden abgefüllt. Er ist 47,6% stark, nonchilled filtered und nicht gefärbt. So mögen wir das.

Glenfiddich ist eigentlich keine Destillerie in unserem Fokus. Die Standardrange der Destillerie ist, naja…., eher langweilig und die besseren Abfüllungen sind meist sehr teuer und schwer erhältlich. Dass wir diesen Whisky heute trinken können, verdanken wir dem Einkäufer des hiesigen Selgrosmarktes.

Unsere Tastingnotes:

Nase: Vanille, grüne Äpfel, Birne, getrocknete Pflaumen, andere Trockenfrüchte und Eiche
Geschmack: Ölig, Karamell, gedörrte Äpfel, Bananen, Schokolade, Kaffee, süß und delikat
Ein ganz tolles, langes Finish!

Ein richtig toller und interessanter Whisky und das von Glenfiddich. Glück gehabt 😉 Ich gebe ihm 91 von 100 Punkten, Kerstin gibt ihm 88 von 100

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