Das Leben ist schön

Thüringer Bratwurst

Hier gehts heute um die Wurst. Und zwar um die Thüringer Bratwurst. Eine echte Thüringer ist’s natürlich nicht, denn die muss im Thüringer Land hergestellt werden. Aber geschmacklich kommt dieses Rezept, das u_h_richter aus dem Grillsportverein vorgelegt hat, schon ziemlich ans Original heran und ist für mich die leckerste Bratwurst, die es gibt.

Das Rezept von Uwe hab ich noch ein wenig an meinen persönlichen Geschmack angepasst und so entstand folgende Gewürzmischung:

50g Salz
12g Pfeffer, im Mörser zerstoßen
3g Kümmel, im Mörser grob zerstoßen
2 TL Majoran
1 TL Macis (Muskatblüte)
2 TL Zucker
1 TL Knoblauchgranulat oder gerösteter Knoblauch
2 TL Zwiebelgranulat
7g ganze Senfkörner

Diese Zutaten werden dann vermischt.

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Die Gewürzmischung reicht für 3kg Fleisch. Da für Bratwürste relativ fettes Fleisch verwendet werden muss, kommen hier halb und halb Schweinebauch ohne Schwarte und Schweinenacken zum Einsatz. Beides gabs heute im Großmarkt nur in extragroßer Ausführung, darum wird am Sonntag eine zweite Wurstsession eingelegt.

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Die grobe Richtung für die Herstellung sieht so aus: Fleisch durch den Fleischwolf drehen, mit Gewürzen, Eiern und Milch gründlich vermengen und von der Kenwood durchrühren lassen, dann den Fleischteig in gewässerten Naturdarm füllen und grillen.

Also schneide ich (bzw. Markus, der hat nämlich heute fleißig geholfen) das Fleisch in grobe Würfel, dabei müssen die Knochen und Knorpel vom Schweinebauch gründlich entfernt werden. Außerdem wird die Schwarte abgeschnitten und nicht verwendet.

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Den Nacken friere ich nach dem Schneiden kurz an, weil er sich dann besser wolfen lässt.

Für die Bratwürste findet die grobe Lochscheibe des Fleischwolfs Verwendung.

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Nach getaner Arbeit sieht man sehr schön die unterschiedlichen Fleischsorten in der Schüssel.

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Damit nun ein gebundener Fleischteig entsteht, kommt der K-Haken der Kenwood-Maschine zum Einsatz. Damit werden das Fleisch, 3 Eier, 300ml sehr kalte Milch (ich hatte sie auch im Gefrierschrank) und die Gewürze durchgearbeitet.

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Nach 15 Minuten in der Küchenmaschine sieht das Fleisch schon sehr schön nach gebundener Masse aus.

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Während die Küchenmaschine arbeitet, sortiere ich ein paar eingesalzene Naturdärme aus und wässere sie für ca. 30 Minuten. Anschließend säubere ich sie noch in frischem Wasser und lasse Wasser durchlaufen, um sie auch innen zu säubern. Dann wird der erste Darm auf die Wursttülle des Fleischwolfs aufgezogen.

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Ich stopfe den Fleischteig rein und achte dabei darauf, dass möglichst wenig Luft eingearbeitet wird. Markus dreht die Würste ab und nachdem alles eingefüllt ist, liegen 32 ungefähr gleich große Würste vor uns.

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Und da gerade eben unser Buckboard Bacon (davon am Sonntag mehr) vom Wassersmoker runtergenommen wurde und noch genügend glühende Kohlen in der Kohlenschale liegen, wurde der Smoker kurzerhand zum Direktgrill umgebaut und Würstchen für drei Personen aufgelegt. Frisch vom Grill schmecken sie einfach am besten.

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Draußen ist’s dunkel, da kann man auch schon um 5 zu Abend essen.

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Und unser Wassersmoker sieht aus wie ein kleiner Kugelgrill

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Nach dem Wendensieht man, dass die Würste an einigen Stellen aufgeplatzt sind. Da haben wir entweder zu fest gestopft oder doch ein paar Luftblasen mit eingearbeitet. Verhindern kann man das Platzen, indem man die Würste vor dem Grillen ansticht. Aber die Risse haben uns überhaupt nicht gestört.

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Endlich sind sie fertig und kommen direkt auf den Tisch

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Und natürlich gibts auch ein Anschnittbild

Bratwurst

Gegessen wurden sie schlicht mit Bautzner Senf, mehr muss nicht sein. Eine geschmackvolle Soße hätte den wunderbaren Geschmack der Würste nur unterdrückt.

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3 Kommentare

  1. Matthias

    mit den Gewürzen gehe ich außer Knoblauch, Zwiebelgranulat und Zucker konform, mehr Majoran geht immer 😉
    Milch und Eier verwende ich nicht, zur Bindungsverbesserung kommt bei mir auf 3Kg Brät eine Tüte Backpulver.
    Die Schüttung (Eiswasser) macht bei mir etwa 1/5 der Gesamtmasse aus und es wird von Hand gemengt.
    Das die Würste geplatzt sind kann u.a. man zu festem füllen liegen, der Fleischwolf ist dafür nur bedingt geeignet.
    Das Brät schön fluffig und locker mit einem Wurstfüller gefüllt und nix platzt mehr. 😉
    Wir machen gleich immer so 80-100 Stück in „Thüringer Größe“ a 180g 😉
    5-6 Stück vakuumiert und gefristet… da hat man immer was auf Vorrat.
    Einige Leute Brühen die Würste auch….. wir nicht.

    LG Matthias

    1. Gerd

      Junge Junge Mathias 180 gr sind schon gut für den Bauch der Mutz ,-)
      im Majorannest.

  2. Eva

    Also ehrlich….. wir haben heute diese Wurst genau nach diesem Rezept gemacht. Ich weiß ehrlich nicht, ob ich jemals eine so leckere Wurst gegessen habe. Zufällig kam unser Freund zu Besuch und wir testeten zu dritt diese Wurst. Wir sind der Meinung die ist Spitze. Und genauso werden wir sie wieder machen. Gaaaaaaaanz lieben Dank für das tolle Rezept und die gute Anleitung!!!!!!
    Horst und Eva

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