Das Leben ist schön

Muhammara

Weil ich die Rezepte für diese Woche aussuchen durfte, gab es heute Muhammara, eine pikante Walnusspaste mit Paprika. Markus würde solche Pasten komischerweise nicht aussuchen – wenn ich sie aber mache, dann schmeckt es ihm meistens doch sehr gut. Wie der Name schon verrät, befinden wir uns weiterhin im arabischen Raum, wo wir diese Woche noch verweilen werden, bevor wir uns dann für eine dreiwöchige Pause verabschieden. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich vom Mezze-Buch kaum trennen konnte, und so hab ich das Rezept dieser Paste heute aus dem Mezze-Buch und dem Arabien-Buch kombiniert. Folgende Zutaten habe ich insgesamt verwendet:

  • 8 Paprikaschoten
  • 2 TL Harissa
  • 200g Walnüsse
  • 6 Scheiben Zwieback
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 8 EL Olivenöl
  • 4 EL Granatapfelsirup
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Chilischote
  • 4 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL Salz
  • Pfeffer
  • Koriandergrün

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Auf dem Bild sind erst mal nur 4 Paprikaschoten zu sehen, weil ich dachte, dass das ausreicht – als ich die kleine Menge gegrillten Paprika dann sah, der nach dem Grillen und Häuten übrig blieb, hab ich noch mal eine Portion gemacht und das war auch gut so.

Mit den Paprikaschoten habe ich also angefangen, in Viertel geschnitten, das Kerngehäuse komplett entfernt und dann ganz oben im Backofen so stark gegrillt, dass die Haut aufplatzte und ganz schwarz wurde. Keine Angst, schwarz ist wirklich nur die dünne Haut, die später abgezogen wird. Die Paprika bekommen so aber einen viel intensiveren Geschmack.

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Als sie aus dem Backofen kamen, habe ich mir erst den Finger verbrannt, dann die Paprika mit einem feuchten Tuch bedeckt und sie 10 Minuten auskühlen lassen.

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Jetzt ließ sich die Haut gut abziehen, aber wie schon erwähnt, sah das Häufchen, das übrig war, so mickrig aus, dass ich gleich noch mal 4 Paprika nachgeschoben habe.

Nebenbei hab ich natürlich auch noch eine Beilage zubereitet und Fladenbrot für uns gebacken, der Teig ist schon schön aufgegangen.

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Dann hab ich mit den Walnüssen weitergemacht, die wurden in einer kleinen Pfanne etwas angeröstet, auch sie entwickeln dabei einen viel intensiveren Geschmack – ich glaub, das wird heute richtig gut.

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Die Zwiebel hab ich in Würfel geschnitten und in etwas Olivenöl etwas angebraten, so wird sie bekömmlicher. Chili und Knoblauch habe ich in feine Stückchen gehackt.

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Und die Zwiebacks hätte ich beinahe vergessen, darum sind sie auf dem Startbild nicht dabei. Aber an der Paste sind sie dran, ich hab sie in Stücke gebrochen, damit der Mixer sich damit nicht so schwer tut.

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Auch die Gewürze stehen bereit, jetzt kann das große Mixen beginnen.

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Ich starte mit den Walnüssen und hacke sie grob im Mixer. Dazu gebe ich die Gewürze, den Zwieback, den Zitronensaft, den Granatapfelsirup sowie Chili, Knoblauch und Zwiebeln.

Nach und nach gebe ich beim Mixen dann die Paprikastücke dazu und langsam verwandelt sich die bröckelige Masse in eine Paste. Noch etwas cremiger wird sie in dem Moment, in dem ich beim Mixen langsam das Olivenöl zugebe. Ein bisschen rumgesaut habe ich natürlich auch, aber das ist schon wieder weggeputzt.

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Ich fülle die geschmeidige Paste in eine Schüssel und rühre jetzt noch die Korianderblätter unter. Außerdem würze ich die Paste noch mit Salz und Pfeffer und – damit es noch etwas pikanter wird – mit ca. 2 TL Harissa, dann ist sie fertig.

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Zu 3-4 Stunden Ziehzeit konnte ich Markus nicht überreden, der wollte sofort essen. Ich habe also unser herrlich lockeres Fladenbrot aufgeschnitten und die Muhammara dazu serviert.

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Ich kann gar nicht beschreiben, wie lecker das mal wieder war. Das intensive Aroma der gerösteten Paprikaschoten macht die Muhammara leicht süß und sehr geschmackvoll, auch die gerösteten Walnüsse schmeckt man gut raus. Zitronensaft und Grenadine runden den Geschmack perfekt ab, die vielen Gewürze natürlich ebenso.

Markus kann gar nicht genug bekommen und bald ist von der großen Menge Paste aus immerhin 8 Paprikaschoten kaum noch was übrig. Eine kleine Portion können wir uns morgen noch mal schmecken lassen.

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4 Kommentare

  1. Outlaw

    Ach, wie lecker das mal wieder klingt . . . .

    Welches Harissa verwendest Du?
    Das was ich hier bekomme will mir einfach nicht schmecken.

    1. Outlaw

      OK. – habe mal im Blog ein wenig nach unten gescrollt 😉

    2. kerstin (Beitrag Autor)

      Ja, wir haben wohl das gleiche Problem, Rolf, die Harissas, die man zu kaufen kriegt, schmecken einfach nicht. Das Rezept unten ist aber ganz lecker, probier es gern mal aus.

      Viele Grüße
      Kerstin

  2. Tina

    Harissa mit super Geschmack ist auch ein Problem bei mir gewesen.
    Ich habe einen Küchenchef im nahem Umfeld und der konnte sehr gute Kontakte vermitteln.
    Ich habe in meinem Lieblingsrestaurant, nämlich einfach mal in Küche nachgefragt.. probiert es doch auch mal.

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