Das Leben ist schön

Nusskuchen mit Schokostückchen

Lange nichts gebloggt, fällt mir gerade auf. Und als ich heute zum bestimmt hundertsten Mal diesen Kuchen gebacken habe, fiel mir ein, dass es den bisher noch nicht auf dem Blog gibt. Da gehört er aber hin, denn das hier ist Markus‘ absoluter Lieblingskuchen. Das Rezept habe ich von meiner Schwiegermutter, die ihn für Markus auch schon hundert mal gebacken hat, aber er kann nicht genug davon bekommen.

Es handelt sich um einen Rührkuchen mit viel Nussmehl drin, den ich aber immer mal wieder ein bisschen variiere. Ich hab ihn auch schon mit Mandeln gebacken, mit Walnüssen, mit Haselnüssen (die auch im Originalrezept stehen), heute gab es eine Mischung aus Walnüssen und gerösteten Haselnussstückchen.

Folgende Zutaten habe ich für eine große Guglhupf-Form verwendet:

  • 250g Butter oder Margarine (war bei mir heute gemischt, mit Butter schmeckts einfach etwas besser, Margarine lässt sich aber auch kalt schön aufschlagen)
  • 250g Zucker
  • 250g Mehl
  • 250g Nüsse, davon 200g fein gemahlene Walnüsse und 50g geröstete Haselnussstückchen
  • 6 Eier Größe M
  • 150g Blockschokolade
  • 2 TL Backpulver
  • etwas gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz

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Wie bei jedem Rührteig beginne ich auch hier mit dem Schaumigrühren von Butter und Zucker. Da die Butter noch etwas fest ist, schneide ich sie in kleine Stückchen, dann krieg ich sie mit den Quirlen des Handrührers auch gut verarbeitet. Handrührer – Ihr habt richtig gelesen. Denn Rührteig mache ich nicht mehr in meiner Küchenmaschine, mit dem Handrührer gelingt er mir immer etwas besser, wird lockerer und fluffiger.

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Butter und Zucker schlage ich jetzt so lange mit den Rührern, bis die Masse homogen wird und anfängt schaumig zu wirken. Dabei löst sich auch der Zucker auf.

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Dann werden einzeln, Stück für Stück, die Eier untergerührt, jedes benötigt ungefähr 20-30 Sekunden, bis es gut im Teig untergearbeitet ist.

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Wenn alle Eier schön untergerührt sind, sieht man richtig, wie schön locker und fluffig der Teig schon ist.

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Jetzt ist es auch Zeit für die restlichen Zutaten. Eine Prise Salz gehört an jeden Kuchen, und ich geb auch immer gern eine Messerspitze gemahlene Vanille dazu, das rundet den Kuchen geschmacklich perfekt ab. Die Nüsse kommen nun ebenfalls dazu.

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Die Schokolade hacke ich in nicht zu kleine Stücke und gebe sie zu dem Teig.

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Mehl und Backpulver mische ich und schütte es ebenfalls in die Schüssel – dann erst rühre ich alle Zutaten unter die schaumige Butter-Zucker-Eier-Mischung. Hier sollte man auf keinen Fall mehr den elektrischen Handrührer mehr benutzen. Die trockenen Zutaten hebt man nur vorsichtig mit einem Holzlöffel unter. So wird die luftige Struktur des Teiges nicht mehr zerstört, der Kuchen geht viel lockerer auf und wird nicht so fest. So benötigt man auch weniger Backpulver, was dem Geschmack sehr zugute kommt.

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Der fertige Teig sieht nun so aus und wird in eine gefettete Guglhupf-Form gefüllt. Man kann auch Muffins daraus backen oder eine Kranzform verwenden oder natürlich auch eine Kastenform – ich finde die Guglhupf-Form am schönsten, darum nehme ich sie dafür am liebsten.

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Bei 180° Ober-Unterhitze wird der Kuchen auf der zweiten Schiene von unten rund eine Stunde gebacken.

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Nach 55 Minuten probiere ich schon mal mit einem Holzstäbchen, aber der Kuchenteig ist noch nicht ganz durchgebacken, man sieht es daran, dass das Holzstäbchen nicht ganz sauber aus dem Kuchenteig wieder rauskommt, wenn man es tief reinsteckt. Also geb ich noch mal 8 Minuten zu und dann ist die Stäbchenprobe sauber. Raus aus dem Ofen 🙂

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Ich lasse ihn in der Form eine Weile abkühlen und stürze ihn dann auf einen Teller. Die Form hatte ich vor dem Einfüllen des Teiges mit Backtrennspray ausgesprüht, ich muss ihn jetzt nur kurz etwas anlockern, dann rutscht er leicht aus der Form.

Der Kuchen kann nun natürlich noch beliebig verziert werden. Lecker ist ein Schokoguss auf dem Kuchen, ich wähle aber meistens die Variante, ihn nur mit etwas Puderzucker zu bestreuen.

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Der Kuchen ist noch gar nicht richtig kalt, da kommt Markus schon an und bittet um ein Stück… und noch eins… der Teig ist super luftig, ganz weich und zart. Die würzigen Walnüssen geben ihm richtig viel Geschmack und wenn man warten kann, bis er kalt ist, findet man ab und zu ein knackiges Schokostückchen. Kein Wunder, das dieser Kuchen bei uns so begehrt ist 🙂

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5 Kommentare

  1. Anja

    Woah Kerstin, Nusskuchen!!! Da schließe ich mich Markus sofort an 😀
    Und stell mich jetzt noch in die Küche, glaube ich ;)…..yummi

    1. Kerstin (Beitrag Autor)

      Hallo Anja,

      Du magst Nusskuchen auch? Dann ran an den Ofen, geht ja zum Glück wirklich schnell. Ich wünsche Dir jetzt schon mal guten Appetit 🙂

      Viele Grüße
      Kerstin

  2. Brigitte

    Liebe Kerstin,
    lange nichts gehört – heute werde ich mich mal in deinem Blog genauer umsehen, und den Nusskuchen backe ich am Dienstag für den Geburtstag unseres Sohnes. Kann ich gem. Mandeln nehmen und gehackte Walnüsse – dies hätte ich nämlich im Vorrat. Liebe Grüsse Gitte (holledauerin)

    1. Kerstin (Beitrag Autor)

      Hallo Gitti,

      wie nett von Dir, mal vorbeizuschauen 🙂 Mit Mandeln wird der Kuchen eher mild, die Walnüsse geben einen eher kräftigen Geschmack, diese beiden Sorten hab ich noch nicht probiert, aber warum nicht? Ich würde vielleicht aber auch ein paar Walnüsse mit dazu mahlen, ist nur so eine Idee von mir.

      Viele liebe Grüße
      Kerstin

  3. Brigitte

    Liebe Kerstin,
    der Kuchen schmeckt ganz lecker, vielen Dank für das Rezept. Hab Mandeln genommen, die Walnüsse waren schon bissl über MDH.
    Kommt in den „Wiedermachen-Ordner“
    Liebe Grüsse auch an deinen Markus von Gitti

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