Das Leben ist schön

Paprika-Mais-Hähnchen

Markus krank, ich krank, nicht die besten Voraussetzungen, dass heute ein gutes Abendessen auf den Tisch kommt. Wer will schon mit Magen-Darm-Grippe bzw. einer dicken Erkältung in der Küche stehen und kochen. Da wir aber unseren einzigen Vorrat von Schnellgericht (Miracoli – das muss einfach ab und zu sein) gestern schon gegessen hatten, griff ich heute auf meinen Slow-Cooker zurück – der ist perfekt für solche Anlässe geeignet. Zeit hatte ich genug, und um ein schmackhaftes Gericht zu servieren, genügt es, die Zutaten zu zerkleinern, in den Crockpot zu füllen und ihn anzuschalten. Viele Stunden später holt man das Gericht einfach raus und kann essen.

So ungefähr ging das heute auch. Ich hab schnell zwei Hähnchenbrüste aufgetaut, dann kam auch noch ganz pünktlich unsere Gemüsekiste und los gings. Zuerst dachte ich an ein indisches Gericht, aber dann fiel mir ein, ein Paprika-Mais-Hähnchen zu machen – hatte ich noch nie und ich konnte mir vorstellen, dass das ganz lecker sein könnte.

Folgende Zutaten habe ich verwendet:

  • zwei Hähnchenbrustfilets
  • 2 Paprikaschoten, eine in grün und eine in rot
  • 3 kleine Zwiebeln
  • 2 Karotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Chilischote
  • Mais aus der Dose
  • 1 Dose Tomatenfruchtfleisch
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Thymian
  • 1 Messerspitze geräuchertes Paprikapulver
  • scharfe Paprikaflocken nach Geschmack
  • Salz
  • etwas Butter zum Anbraten
  • Creme Fraîche

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Los gings mit den (kurzen) Vorbereitungen. Das Fleisch hab ich in Würfel geschnitten und in den Crockpot gelegt.

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Die Zwiebeln in Ringe geschnitten und der gehackte Knoblauch wurden von mir in etwas Butter leicht angebraten.

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Später kam dann noch der Kreuzkümmel dazu, ich hab ihn kurz mitrösten lassen.

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In der Zeit, in der die Zwiebeln brieten, hab ich die Karotten geschrappt und in Scheiben geschnitten, die Paprika entkernt und in nicht zu kleine Stücke geschnitten und die Chilischote gehackt. Alles rein in den Crockpot und gut mit dem Fleisch mischen.

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Dazu kamen dann noch die Maiskörner, ca. 1/2 Dose und die Gewürze, auch die gebratenen Zwiebeln hab ich jetzt mit untergerührt und die Dose Tomatenfruchtfleisch dazugegeben.

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Dann hieß es warten – 6 Stunden auf Stufe „High“, der Eintopf gart bei ganz niedrigen Temperaturen unter dem Siedepunkt und alles wird dabei ganz weich, ohne verkocht zu sein und seinen Geschmack einzubüßen. Im Gegenteil – der Geschmack entfaltet sich durch das langsame Garen ganz optimal, was immer zu einem fantastischen Ergebnis führt.

So auch bei uns. In der letzten halben Stunde hatte ich den Deckel abgenommen, damit die Sauce noch ein wenig einreduzieren kann – wobei das im Crockpot nicht so wirklich funktioniert. Man muss hier einfach aufpassen, dass man nicht zu viel Flüssigkeit am Anfang reingibt, die Hälfte der Tomaten hätte genügt. Zwischendurch hatte ich noch einen Esslöffel Creme Fraîche untergerührt.

Eine Tüte Reis gabs dazu und so sah der Eintopf dann im fertigen Zustand aus.

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Die Paprikaschoten waren natürlich ziemlich weich (genau so mag ich sie am liebsten), die Karottenscheiben hatten noch ganz leicht Biss und auch der Mais war nicht verkocht. Das Fleisch herrlich weich, ließ sich direkt mit der Gabel zerdrücken und geschmacklich war dieser Eintopf absolut prima. So ein alles-was-da-ist-und-weg-muss-Gericht kann wirklich super sein – dieses hier lohnt es sich zu machen.

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1 Kommentar

  1. Barbara De Gaudenzi

    Bei mir heißt das „Alles-was-da-ist-und-weg-muss-Gericht“ Rum-Fort-Gericht :-), alles was rumliegt und fort muss. Es sieht sehr lecker aus, gute Besserung Euch beiden.

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