Das Leben ist schön

Rumpsteaks von der Sizzle Zone

Mit einem schönen Abendessen wollten wir heute das Wochenende einläuten. Endlich wird es richtig Frühling, draußen wird es deutlich wärmer und natürlich grillen wir an einem so schönen Tag. Ich hatte heute mittag rasch zwei Rumpsteaks für uns rausgelegt, zwei sehr schöne Stücke und schön marmoriert. Eigentlich wollte ich unseren neuen Steak Rub ausprobieren, den ich bestellt hatte, aber irgendwie komme ich bei so feinem Fleisch immer wieder auf schlichte Würzung zurück. Den Rub heb ich mir mal für ein weniger geschmackvolles Stück auf, diese hier wollten wir pur genießen.

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Markus kommt mit dem Gasgrill mittlerweile sehr gut klar. Für Steaks benutzen wir gern die Sizzle-Zone, um das Fleisch schnell und heiß anzugrillen, der Innenraum des Grills wird nur auf ca. 100 Grad vorgeheizt, damit die Steaks darin langsam garziehen können. Nachdem alles vorgeheizt war, ging es los.

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Die Sizzle-Zone ist so heiß, dass das Fett sich sofort verflüssigt. Es bilden sich relativ schnell Flammen. Markus lässt die Steaks nur kurz auf dem Keramikbrenner und dreht sie dann um.

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Bevor es so richtig heiß her geht, werden die Steaks in den vorgeheizten Grill umgelagert. Dort dürfen sie jetzt noch ca. 15 Minuten ziehen.

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Da die letzte Charge meiner Brötchen schon wieder zur Neige gegangen war (die gehen weg wie warme Semmeln *lach*), habe ich schnell mal neue gebacken. Heute habe ich sie rund ausgeformt und mit einem Brötchenstempel ein Muster in die Oberfläche gedrückt.

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Nach 25 Minuten im Backofen bei 220° Umluft und häufigem Schwaden, sind die Brötchen schön aufgegangen, sind außen wunderbar knusprig und haben eine glänzende Oberfläche.

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Die Steaks sind mittlerweile auch soweit, endlich gibts Essen. Ich hatte den ganzen Tag heute nichts gegessen, weil ich mich so auf die Steaks gefreut habe. Wir haben sie nach dem Grillen von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer gewürzt und ich habe noch eine BBQ-Sauce dazu gereicht.

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Der Anschnitt zeigt: Es ist wieder mal perfekt. Innen komplett gleichmäßig gegart, außen ein leichtes Branding aber keine verbrannten Stellen. So liebe ich Steaks.

Rump

Und weil ich heute nach 2 Wochen endlich wieder gesund bin, gibts zur Feier des Tages einen ganz besonderen Whisky. Den folgenden Abschnitt hat Markus verfasst.

In zwei Wochen geht es wieder nach Schottland. Grund genug, einen der letzten Whiskys aufzumachen, den wir uns letztes Jahr aus Schottland mitbrachten. Es ist eine Singe-Cask Abfüllung von GlenDronach und im Gegensatz zu fast allen anderen Whiskys haben wir diesen blind, d.h. ohne vorherige Verkostung gekauft.

Es war ein regnerischer Samstagmorgen in den Highlands, als ich Kerstin sagte, heute sind Destillerien dran. Schon vorher habe ich GlenDronach als Opfer ausgewählt, da ich lieber Destillerien besuche, die in schottischer, unabhängiger Hand sind, als Destillerien, die irgendwelchen großen Konzernen gehören. Außerdem hatten wir einen Standardwhisky von GlenDronach schon probiert, und er sagte uns zu.
Also von Drumnadrochit, wo wir wohnten, quer durch die Speyside zu dieser kleinen, schön anzusehenden Destillerie. Wir kamen dort an und waren so gut wie alleine. Kein anderer Tourist weit und breit. An der Tür zum Shopping Center stand ein Schild mit der Aufschrift „Next Tour 10:00 am“. 10:00 Uhr war es gerade. Wir gingen rein und auch dort war außer der Verkäuferin niemand. Aber die Tour fand statt. Der Shop wurde zugeschlossen und wir machten uns zu dritt auf den Weg durch die Destillerie. Das war natürlich eine ganz tolle Führung. Die Dame nahm sich viel Zeit und erzählte uns auch Dinge, die sie in größeren Gruppen sicher nicht von sich geben würde.

Nach der Führung kam noch das obligatorische Tasting und wir kauften uns zwei Flaschen. Eine davon hat Kerstin selber abgefüllt. Die Beschreibung könnt ihr hier sehen: Roastbeef mit Rosmarinkartoffeln

Der heutige Whisky ist 14 Jahre im einem Oloroso Sherry Butt gereift (Fass 197). Wir haben die Flasche 464 von 576 im Jahre 2010 abgefüllten Flaschen. Natürlich ist der Whisky in Fassstärke (59,7%), ungefiltert und ungefärbt in die Flasche gekommen. Schaut euch nur die Farbe an 🙂

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Hier meine Tastingnotes:

Nase: Sofort Sherry. Viel Sherry! Wie bei einem sehr alten Bunnahabhain. Es riecht nach dunkler, bitterer Schokolade. Nüsse und Mandeln sind auch da.

Geschmack: Erstaunlich süß für einen Sherry Butt Whisky. Ich bin mir sicher, Kerstin wird ihn lieben, wenn sie ihn auch gleich probiert 😉 Boah, was ein Whisky! Wenn es den dieses Jahr immer noch gibt, nehme ich die restlichen Flaschen aus der Destillerie auch noch mit. Aber zurück zu den Notes… Auch hier wieder dunkle Schokolade und Nüsse. Gekochte Früchte. Mokka.

Wir haben schon Whiskys getrunken, für € 200 die Flasche im Alter von bis zu 40 Jahren. Kein Zweifel, die waren sehr gut. Aber dieser nur 14 jährige GlenDronach übertrifft sie alle. Es ist ein Traum! Ich gebe diesem Whisky 97 von 100 Punkten. Und die 3 Punkte zur Hundert lasse ich auch nur frei, weil man nie weiß, was noch kommt.

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3 Kommentare

  1. Anonymous

    Auf den Tag genau…finde ich diesen Bericht, weil ich mich gerade auch mit der Sizzle-Zone beschäftige. Schöner Bericht-auch der Whisky-Part ist toll. Davon würd ich jetzt auch gern mal probieren. Liebe Grüße, franz (FvH)

  2. Dennis

    Die Brötchen sehen ja super aus. Gibt’s das Rezept auch hier?

    Grüße

    Dennis

    1. Kerstin (Beitrag Autor)

      Hallo Dennis,

      klar doch, bitte schön http://www.okraschote.de/ddr-broetchen-nach-baecker-suepke/

      Viele Grüße
      Kerstin

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