Das Leben ist schön

Schwarzwälder Kirschtorte

Zu meinem Geburtstag habe ich mir mal wieder eine Schwarzwälder Kirschtore gewünscht – Mein Wunsch wurde erfüllt, backen musste ich sie mir aber selbst. Aber das mache ich doch gern. Die Schwarzwälder Kirschtorte mag ich klassisch – dunkler Bisquit, Kirschkompott, Kirschwasser und viel Sahne. Mit dem dunklen Bisquit habe ich angefangen. Um die Torte schön hoch zu bauen, habe ich für den Teig 5 Eier verwendet. Insgesamt kamen folgende Zutaten an den Teig:

  • 5 Eier
  • 150g Zucker
  • 100g Mehl
  • 50g Speisestärke
  • 30g Backkakao
  • eine Prise Salz

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Backpulver braucht ein guter Bisquit-Teig nicht und ich gebe auch kein Fett mit ran (davon kommt nachher noch genug in die Torte rein). Wer eine leistungsfähige Küchenmaschine besitzt, muss die Eier vorher auch nicht trennen und separat aufschlagen. Ich fülle einfach die Eier, das Salz und den Zucker in die Schüssel meiner Küchenmaschine und lasse diese so lange schlagen, bis die Eier richtig schön dick und schaumig sind. Die Eiercreme wird dann ganz hell.

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Währenddessen bereite ich meine Springform vor. Ich benutze die Isoliermethode, die dafür sorgt, dass der Teig an allen Stellen gleichmäßig aufgeht. Normalerweise geht der Teig am Rand, wo der Eisenring ist, schneller auf, weil dort die Hitze stärker an den Teig übertragen wird als in der Mitte. Wenn der Teig beim Abkühlen dann etwas zusammensackt, bleibt er am Rand oben hängen und in der Mitte sinkt er ein. Wenn ich den Rand der Springform aber mittels eines feuchten Tuches beim Backen kühler halte, geht der Teig gleichmäßiger auf. Kühlen tue ich mit einem feuchten Küchenpapier, das ich in einen Streifen Alufolie reinlege und dieses um die Springform wickele. Feststecken tue ich es mit zwei Büroklammern.

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Ein Blatt Backpapier spanne ich auch noch in die Springform ein. Die trockenen Zutaten mische ich gründlich zusammen.

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Dann siebe ich sie über die schaumige Eiercreme und hebe die Mehlmischung ganz vorsichtig unter.

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Den locker fluffigen Teig fülle ich nun in die Springform und backe ihn bei 180° für 35 Minuten. In meinem alten Ofen hat der Teig nie so lange benötigt, da haben 25 Minuten gereicht, weil er bei der Hitzeeinstellung nicht so genau war wie mein jetziger. Darum empfehle ich ab 25 Minuten schon mal zu prüfen, ob der Teig gut ist (Stäbchenprobe).

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So sieht der Teig nach dem Backen aus – er ist wunderbar aufgegangen.

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Ich lasse den Teig jetzt abkühlen und schneide ihn anschließend in drei Scheiben, wobei die unterste etwas dicker ist als die oberen beiden. Die muss schließlich die ganze Füllung tragen.

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Dann gehts mit den Füllungen los – Sahne und Kirschkompott. Letzteres muss ich zuerst kochen, denn das muss vorher noch auskühlen.

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Die Schattenmorellen lasse ich in einem Sieb abtropfen und fange den Saft auf.

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Weil ich auch in den entsteinten Kirschen immer immer Steine drin habe, bin ich vorsichtig geworden und schneide jede einzelne Kirsche durch. 3 Stück habe ich gefunden. Den Saft habe ich aufgekocht. Etwas Saft habe ich abgenommen, mit einem EL Speisestärke verrührt und damit den kochenden Saft angedickt. Die halbierten Kirschen gebe ich dazu und rühre sie unter. Dann gehts vor die Tür zum abkühlen.

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Da mir das Kompott dieses Mal noch zu flüssig erschien, habe ich noch 3 Blätter Gelatine eingeweicht und im noch warmen Kompott aufgelöst. So wird es auf jeden Fall fest, wenn es erkaltet.

Die Böden beträufele ich mit jeweils einem EL Kirschwasser. Für die untere Schicht schlage ich 500g Sahne mit zwei Päckchen Sahnesteif, einem EL Zucker und etwas gemahlener Vanille steif.

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Damit bestreiche ich den ersten Boden dünn. Am Rand spritze ich die Sahne mit einem Spritzbeutel zu einem kleinen Wall, innen gebe ich das Kirschkompott auf den Boden bis zur Sahnewand.

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Etwas von der Sahne habe ich noch übrig, nun kommt der zweite Boden auf das Kompott und wird dick mit Sahne bestrichen. Mein kleiner Rest reicht nicht, ich schlage noch mal 300ml mit Vanille, Zucker und Sahnesteif. Wenn die Sahne auf dem zweiten Boden verstrichen ist, lege ich den dritten auf. Und muss dafür nun noch mal 500ml Sahne aufschlagen. Puh, habt Ihr mitgezählt? Wir sind bei 1,3 Litern. Das ist wirklich nicht für eine Diät geeignet.

Der dritte Boden wird nur noch dünn bestrichen, aber auch den Rand bestreiche ich nun noch mit der Sahne. Den Tortenring habe ich wieder abgenommen, nachdem das Kirschkompott erstarrt war. Bei mir lag eine Nacht dazwischen.

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Ich markiere auf der Torte mit einem langen Messer 8 Stücke und in jedes dieser Stücke setze ich mit einer Sterntülle und einem Spritzbeutel zwei Sahnetupfen. Nun ist die Torte fast fertig.

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In die Mitte streue ich dunkle Schokoblättchen und die Tupfen dekoriere ich noch mit diesen süßen kandierten Belegkirschen, die eigentlich gar nicht schmecken aber gut aussehen, dann ist die Torte fertig.

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Da ich sie mit zu meinen Schwiegereltern nehmen wollte, wurde sie noch verpackt – in die wunderschöne Tortentragetasche, die mir die liebe Jutta zum Geburtstag geschenkt hat. Natürlich selbstgenäht und zwar in der Perfektion, die ich von Jutta einfach kenne. Jutta, die Henkel haben haargenau die richtige Länge!

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Und obwohl wir nach unserem Restaurantbesuch im Rossbrunnen und dem reichhaltigen Essen dort wirklich satt waren, haben wir uns zum Nachmittag jeder ein Stückchen von dieser Torte gegönnt. Ist doch ganz fluffig und leicht – mal gut, dass ich niemandem erzählt habe, wie viel Sahne da drin ist.

Wie gewohnt war diese Torte wieder ein echtes Highlight. Die Kombination aus dem luftigen dunklen Bisquit, den Kirschen und der vanilligen Sahne ist immer wieder ein Genuss.

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2 Kommentare

  1. Barbara De Gaudenzi

    Alles Gute zum Geburtstag, Kerstin. Mögest Du immer eine Torte vor Dir stehen haben im kommenden Lebensjahr, wünscht Dir von Herzen,
    Barbara

  2. Outlaw

    Boah – ich bin sprachlos . . . . .

    Wenn ich so etwas sehe, dann weiss ich, was ich bin:
    ein Bambino Lampinon

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