Das Leben ist schön

Schwarzwurzeln und Rosenkohl umhüllt von Blätterteig

Auf der Suche nach einer Verwendung für die zuletzt gekauften Schwarzwurzeln surfte ich durch diverse Blogs und Rezepteseiten und wurde auf dem wirklich ausgezeichneten Blog von Uwe (www.highfoodality.com) fündig. Er kombiniert dort die beiden Wintergemüse Schwarzwurzeln und Rosenkohl zu einer wundervollen Quiche. So 1:1 wollte ich das natürlich nicht nachmachen, aber die Idee, diese beiden Gemüse zusammenzubringen, fand ich großartig und nachahmenswert. Darum gab es die heute bei mir in einer hauchzarten Hülle aus Blätterteig, begleitet von gerösteten Kernen, Parmesan und Creme Fraîche. Folgende Zutaten habe ich verwendet:

  • fertigen Blätterteig
  • Schwarzwurzeln und Rosenkohl
  • Creme Fraîche
  • Parmesanspäne
  • Sonnenblumenkerne und Pinienkerne
  • ein Ei zum Bestreichen
  • Essigwasser
  • etwas Butter zum Braten
  • im Mörser waren Salz und Pfeffer zum Würzen des Gemüses
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • eine halbe Zwiebel, die es nicht aufs Bild geschafft hat

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Als erstes habe ich die Schwarzwurzeln geschält, was mit nur einer Hand gar nicht so einfach war, meine Linke steckt ja immer noch im Gips. Schwarzwurzeln sondern beim Schälen eine klebrige weiße Flüssigkeit ab, die die Hände braun färbt, daher sollte man sie mit Einmalhandschuhen schützen. Da die Schwarzwurzeln dazu neigen, schnell braun zu werden, hab ich sie sofort nach dem Schälen in Essigwasser eingelegt und dort bis zur weiteren Verarbeitung drin gelassen. Dann war der Rosenkohl an der Reihe, bei dem ich die äußeren Blätter entfernt und den kleinen Strunk kreuzweise eingeschnitten habe. Die Zwiebelwürfel habe ich in etwas Butter angebraten.

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Zu den Zwiebeln kamen die abgespülten Schwarzwurzelstücke und der Rosenkohl, den ich ebenfalls gewaschen hatte. Dieses anhängende Wasser reicht nun aus, um das Gemüse zu garen, wenn man dabei den Topfdeckel schließt. Gewürzt habe ich es mit Salz und Pfeffer.

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Das Gemüse braucht ungefähr 10 Minuten, es ist dann noch leicht bissfest, aber es gart im Ofen nachher noch mal etwas nach und wird weich.

Als nächstes habe ich die Kerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett angeröstet, sie schmecken dann viel intensiver.

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Den kompletten Blätterteig benötige ich nicht, mir genügen zwei Streifen von ca. 10cm Breite und 20cm Länge. Die Streifen lege ich schon mal auf mein vorbereitetes Backblech und bestreiche sie mit etwas Eiweiß. Dadurch kleben die Ränder später gut zusammen.

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Nun kommt das fertige Gemüse auf eine Hälfte des Blätterteigs. Darauf setze ich einen TL Creme Fraîche und bestreue es noch mit einem TL der gerösteten Kerne und ein paar Parmesanscheibchen. Ich würze es noch etwas nach mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss.

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Der etwas komplizierte Teil ist jetzt, die Tasche so zu verschließen, dass nichts von der leckeren Füllung nach draußen kann. Ich klappe den freien Teil des Teiges über die Füllung, dabei muss er vorsichtig etwas gedehnt werden, so dass die Ränder aufeinander liegen. Mit einer Gabel drücke ich die Ränder vorsichtig zusammen.

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Dann bestreiche ich die Taschen noch mit Eigelb und streue noch ein paar Kerne darauf.

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Bei 200° werden die Taschen nun 20 Minuten gebacken. Dann ist der Blätterteig schön gebräunt und durchgebacken. Selbstverständlich kann man dieses Essen als ein vegetarisches Hauptgericht genießen, wir haben heute eine Bratwurst dazugegessen.

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Nach dieser Erfahrung muss ich sagen, Schwarzwurzeln und Rosenkohl sind wirklich eine tolle Kombination, es lohnt sich, diese Gemüse zusammen zuzubereiten. Markus fand sie im Blätterteig sehr lecker. Da ich im Moment eher KH-arm esse, hab ich das Gemüse einfach ohne Blätterteig gegessen und war ganz begeistert. Schwarzwurzeln werden zurecht als Winterspargel bezeichnet, ein ausgesprochen schmackhaftes Gemüse.

 

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3 Kommentare

  1. Outlaw

    Genau mein Ding.
    Danke!

  2. Artur

    Auch mal eine Klassee Idee! Leckeres Gemüse im Blätterteig. Das würde mir auch schmecken. Kommt bestimmt auch Kalt richtig gut.

  3. Frieder

    ich finde dieses rezept als sehr gewagte aber schmackhafte komposition in verbindung mit bratwurst eine „neue erfahrung“
    es wird mit alten wintergemüsen sowieso zuwenig gekocht
    danke weiter so!

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