Das Leben ist schön

Schweinecurry Myanmar aus dem Crockpot

Nach einer Woche beruflicher Abwesenheit hat mich nun der Alltag wieder und es ist auch endlich wieder Wochenende. Wochenende heißt entspannen und seinen Hobbys frönen. Genau das hatte ich heute vor, zuerst stand allerdings ein kleiner Einkaufsbummel an, der für mich mit einem unerwarteten Geschenk endete – ein Geschenk, auf dem ich gerade diesen neuen Blogeintrag tippe. Da der Laptop, den ich bisher benutzte, schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatte und zwischendurch immer mal komische Geräusche von sich gab, die vermuten ließen, dass seine besten Jahre hinter ihm lagen, gabs für mich heute als große Überraschung ein neues MacBook 13″ mit Retinadisplay. Jetzt kann ich noch schneller, noch schärfer und noch besser Beiträge verfassen. Fangen wir also an.

Man kann Männer ja nicht allein lassen. Markus hat seine Zeit als Strohwitwer ausgiebig dafür genutzt, neue Kochbücher und vieles andere einzukaufen. Natürlich waren auch wieder Curry-Kochbücher dabei und zwei davon speziell für Gerichte aus dem Crockpot. Wir hatten noch ein gutes Stück Schweinefleisch von unserem Metzger eingefroren, das habe ich heute morgen noch vor dem Einkaufen rausgenommen und aus dem Crockpot-Curry-Buch ein Schweinecurry Myanmar herausgesucht. Die Zutaten dafür hatte ich alle vorrätig und heute mittag begann ich mit der Zubereitung. Das Fleisch war noch ein bisschen gefroren, ließ sich aber schon gut aufschneiden.

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Zu 700g Schweinefleisch kamen noch

  • eine große Zwiebel, gewürfelt
  • eine Knoblauchzehe, gewürfelt
  • ein Stück Ingwer, gerieben
  • 1 TL Koriandersamen, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmelsame, gemahlen
  • 1 TL Kurkuma, gemahlen
  • 1/2 TL scharfes Chilipulver
  • 200ml Kokosmilch
  • 1 Würfel Palmzucker
  • 2 EL Sojasoße
  • 1 Handvoll ungeröstete Erdnüsse

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Das Schweinefleisch habe ich – weil ich nicht mehr so viel Zeit hatte – in schmale Streifen geschnitten, damit es schneller durchgart.

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Die Schweinefleischstreifen habe ich in etwas Öl schön angebräunt und dann in den Crockpot gegeben.

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Auch Zwiebel, Knoblauch und Ingwer wurden in der Pfann etwas angebraten.

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Später kamen noch die Erdnüsse dazu, die ich kurz mit angeröstet habe.

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Die gemahlenen Gewürze habe ich am Ende auch noch mit angebraten, damit sie ihren Geschmack gut entfalten können.

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Bevor die Gewürze zu stark bräunen, lösche ich sie mit einer halben Dose Kokoscreme ab und verfeinere den Geschmack noch mit der Sojasoße und dem Palmzucker. Ein bisschen Wasser gieße ich auch noch an, weil die Kokoscreme ziemlich dickflüssig ist.

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Nun kommt der Pfanneninhalt zu dem Fleisch in den Crockpot und ich schalte diesen auf Stufe „High“. 3 Stunden darf das Curry nun bei niedriger Temperatur langsam garen, knapp unter dem Siedepunkt.

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Nach den drei Stunden im Crockpot sieht das Curry nicht viel anders aus als zu der Zeit als es reinkam, es verkocht ja auch keine Flüssigkeit. Aber ich hab schon mal probiert, das Fleisch ist soooo zart geworden, dass es auf der Zunge zerfällt.

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Als Beilage habe ich gelben Reis mit Gewürzen gekocht. Ich weiche den Basmatireis immer erst in Wasser ein (ca. 15 Minuten), dann spüle ich ihn gründlich ab und setze ihn mit frischem Wasser auf. Heute kamen noch zwei grüne Kardamomkapseln, 3 Nelken, etwas Kurkumapulver und auch eine Zimtstange dazu. Ich lasse den Reis einmal aufkochen und stelle dann die Herdplatte auf die niedrigste Stufe und lasse ihn so lange ziehen, bis das Wasser völlig aufgesogen ist. Noch rasch die Gewürze rausnehmen, dann können wir auch schon anrichten.

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Dieses Curry gehört zu den eher einfachen Gerichten, aber es ist sehr geschmackvoll und aromatisch und steht vielen anderen Currys, die wir in letzter Zeit gekocht haben, in nichts nach. Uns hat es hervorragend geschmeckt. Es hat eine ganz leichte Schärfe, ist aber schön sanft und cremig durch die Kokosmilch. Das Fleisch ist unglaublich zart geworden, auch die Nüsse passen richtig gut da rein. Das machen wir bestimmt mal wieder.

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3 Kommentare

  1. Michi

    jajaja…genau mein Ding…!!
    sowas machen wir beim nächsten Mädelstreff… 😀

  2. Karin Stallmeister

    Hallo!!

    Bin durch Zufall auf Ihre Seite gekommen , da ich auf der Suche nach einer Tajine auf den Crockpot gekommen bin. Wir essen auch sehr gerne indisch. Lohnt es sich diesen Topf zu kaufen und welche Marke haben Sie? Kann man andere Rezepte auf den Crockpot umrechnen oder wie handhaben Sie das? Oder doch lieber eine Tajine?

    Sie haben eine wirklich tolle Seite mit vielen schönen Rezepten!!

    Über eine Antwort würde ich mich freuen. Danke!

    Gruß
    Karin Stallmeister

    1. Kerstin (Beitrag Autor)

      Hallo Karin 🙂

      Für indische Currys muss ich sagen, nutze ich den Crockpot noch viel zu wenig. Ich koche aber dort sehr gern Gerichte drin, die umso besser werden, je länger man sie kocht. Sowas wie Gulasch, sehr gern Bolognese etc. Ich denke, für indische Currys ist er ideal, ich werde ihn bestimmt auch öfter mal wieder rausholen und indisch kochen. Die Rezepte kann man eigentlich gut in einem normalen Topf vorbereiten (anbraten etc.) und wenn es dann ans köcheln geht umfüllen, dabei aber die Kochzeiten verlängern, weil es im Crockpot ja länger dauert. Ich habe einen Crockpot von Morphy Richards, nämlich genau diesen hier: http://www.amazon.de/Morphy-Richards-Slow-Cooker-burgund/dp/B0010YT1QO/ref=sr_1_9?ie=UTF8&qid=1437928835&sr=8-9&keywords=crockpot

      Er funktioniert genau so wie er funktionieren soll. Die Stufen High und Low funktionieren sehr gut, das ist manchmal bei einigen Töpfen nicht der Fall. Man kann durchaus den Topf morgens anschalten und hat abends dann ein fertiges Essen auf dem Tisch. Eine Tajine besitze ich auch, die benötigt deutlich mehr Aufmerksamkeit, das Kochen darin ist etwas schwieriger, besonders, wenn man sie mit Kohle beheizt, bei mir auf dem Induktionsherd funktioniert sie ja leider nicht. Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen, falls Sie noch Fragen haben, schreiben Sie mir gern noch mal.

      Viele Grüße
      Kerstin

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