Das Leben ist schön

Spinat-Hackfleisch-Strudel

Heute morgen wurde ich noch von schlimmen Kopfschmerzen geplagt, aber im Laufe des Tages ließen diese wie auch die anderen Erkältungserscheinungen glücklicherweise nach, so dass ich dann heute Nachmittag genug Energie hatte, für ein anständiges Abendessen zu sorgen. Ich hatte noch eine große Tüte frische Spinatblätter aus meiner Biokiste von der letzten Woche. Morgen kommt schon die nächste und darum musste ich den heute unbedingt noch verarbeiten. Auch Tomaten waren noch da und im TK hatte ich noch eine Tüte mit schon gebratenem Hackfleisch. Da fiel mir doch direkt ein Spinatstrudel ein, den ich zubereiten wollte.

Das Besondere an einem echten Strudel ist der hauchzarte Teig, der seine Füllung nur knapp verhüllt und geschmacklich absolut in den Hintergrund tritt – die Füllung ist der Star des Essens. Strudelteig erhält seine dünne Struktur dadurch, dass der elastische Teig nicht nur dünn ausgerollt wird sondern anschließlich auch noch über die Handrücken gedehnt und ausgezogen wird.

Unser Felix begleitete mich in die Küche und kümmerte sich hingebungsvoll um sein Stückchen Haferkeks, das ich ihm heute gegönnt habe.

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Gibts noch mehr?

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Zuerst hab ich den Teig zubereitet, weil der nach dem Kneten mindestens eine halbe Stunde ruhen sollte.

  • 125g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 62ml Wasser
  • 1,5 EL Sonnenblumenöl
  • ein halbes Eigelb

Die flüssigen Zutaten werden miteinander verquirlt, dann zum Mehl gegeben und der Teig in der Küchenmaschine gründlich verknetet. Der Teig wird genau dann sehr elastisch, wenn er besonders mies behandelt wird. Darum werfe ich in mit Schwung und Schmackes ein paar mal auf die Arbeitsfläche, bevor ich ihn dann in Frischhaltefolie einwickele und ihn ruhen lasse.

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Nun kam die Füllung dran. Das Hackfleisch war schon vorgebraten aber noch gefroren, darum hab ich es noch mal mit in die Pfanne gegeben, zusammen mit Frühlingszwiebeln und etwas Olivenöl.

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Dazu kam der gewaschene Spinat, eine große geriebene Knoblauchzehe und eine in Würfel geschnittene Tomate.

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Nachdem alles 10 Minuten bei geschlossenem Deckel geköchelt hatte, war der Spinat auch schön zusammengefallen. Um das Wasser noch etwas zu binden, kamen ein Löffelchen Frischkäse und etwas Tomatenmark dazu, dann wurde die Füllung mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und selbstgetrocknetem Oregano gewürzt.

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Es wird Zeit, den Teig auszurollen. Dafür brauche ich zwei saubere Küchenhandtücher. Das untere wird mit Wasser besprüht, bis es ganz leicht feucht ist. Das zweite wird darübergelegt und mit Mehl bestreut. Dann wird der Teig ebenfalls leicht bemehlt und dünn ausgerollt. Nun lege ich ihn mir über die Handrücken und ziehe den Teig vorsichtig auseinander. Dabei sollte man darauf achten, dass keine Löcher entstehen. Das klappt mit etwas Übung aber ganz gut. Eigentlich sollte man eine Zeitung durch den Teig lesen können, ich bin aber schon ganz froh, wenn das Muster des Handtuchs durchschimmert.

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Genau so wollte ich ihn haben. Die etwas dickeren und ungleichmäßigen Ränder schneide ich mit einem Messer ab, dann kommt die Füllung auf den Teig, wobei hinten ein breiter Rand stehen bleiben sollte.

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Käse fehlt noch. Käse ist immer gut. Ein Stück Emmentaler hatte ich noch, das ich mit einer groben Reibe direkt auf die Füllung gerieben habe. Außerdem habe ich jetzt schon die seitlichen Ränder eingeschlagen und den breiten Rand hinten mit Eiweiß bestrichen.

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Mit dem oberen Handtuch kann der Strudel nun ganz leicht eingerollt werden.

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Dass er dabei noch auf dem Handtuch liegt, ist gut, denn damit kann ich ihn nun relativ leicht und fast unfallfrei auf ein mit Backpapier belegtes Blech bugsieren. Fast unfallfrei, wie gesagt, denn ein paar kleine Löcher sind dabei entstanden. Um diese Löcher zu stopfen, kann man gut ein paar der übrig gebliebenen Randstücke aufkleben. Sieht zwar nicht so schön aus aber verhindert, dass die Füllung aus dem Strudel läuft.

Den Strudel bestreiche ich nun noch mit etwas Eigelb und bestreue ihn mit Sonnenblumenkernen, dann ist er reif für den Ofen (225° Ober-/Unterhitze, 25 Minuten).

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Nach den 25 Minuten sehe ich, welche Löcher ich nicht gestopft habe, ein wenig Flüssigkeit ist ausgetreten. Der Teig ist heute wirklich besonders dünn gewesen, beim Einstreichen habe ich innen ein paar kleine Löcher in den Teig gerissen.

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Ab auf den Teller mit dem Strudel und dann können wir ihn genießen. Er schmeckt uns heute wieder mal sehr gut. Der Teig fällt geschmacklich überhaupt nicht auf, genau so muss das sein.

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1 Kommentar

  1. Michi

    Boah Kerstin…
    genau unser Ding…wird am WE gemacht..
    Danke für’s Rezept….!!!!

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