Das Leben ist schön

Stir-fried Chicken (pfannengerührtes Hähnchen mit Bohnen)

Aus einem unserer zuletzt gekauften Kochbücher – the classic recipes of Asia – stammt das folgende Gericht, Stir-fried Chicken. Allerdings würde man es so, wie ich es gemacht habe, nicht mehr als dieses Rezept erkennen, denn ich habe es kräftig abgewandelt – was aber erhalten geblieben ist, ist die Art der Zubereitung, das Pfannenrühren von Zutaten bei hohen Temperaturen, das natürlich in einem Wok am besten funktioniert, aber auch in meiner Pfanne gut geklappt hat – zumindest so lange, bis die Pfanne dann zu voll wurde.

Ihr müsst mir nachsehen, dass ich heute etwas langsamer schreibe als gewohnt, entsprechend müsst Ihr meinen Beitrag heute einfach auch etwas langsamer lesen. Ich bin heute und in den nächsten zwei Wochen leider einhändig unterwegs. Habt Ihr Lust auf die Geschichte? Wir wollten gestern meinem geschundenen Rücken etwas Gutes tun. Die Rückenschmerzen hab ich seit Montag und am Neujahrstag waren wir zur Entspannung in der Therme, was meinem Rücken tatsächlich so gut getan hat, dass die Schmerzen beinahe weg waren. Allerdings tat mir dann der eine Tag im eiskalten Büro – die Heizungen waren gerade erst wieder hochgefahren worden und mein Büro braucht aufgrund seiner Größe immer ein paar Stunden, um wieder warm zu werden – wirklich nicht gut, am gleichen Abend waren die Schmerzen wieder präsent. Und so hatten wir uns dann gestern abend kurzentschlossen noch mal in die Therme begeben. Leider leider ist der Boden dort so extrem glatt, dass es mich schon beim Reingehen langgelegt hat und ich hab meinen Sturz sehr unglücklich mit der Hand abgefangen. Und so verbrachten wir ein Viertel des Abends in der Therme und die restlichen drei Viertel in der Notaufnahme des Krankenhauses, denn die Hand schwoll immer mehr an und zwei Stellen taten extrem weh. Wenn ich schon mal freiwillig zum Arzt gehe, das soll was heißen. Nachdem mir dann eine schicke rote Schiene verpasst wurde, kann ich nun leider nur noch einhändig tippen und benötige für den Beitrag wahrscheinlich 4 mal so lange wie normal.

Kommen wir zurück zum Essen. Ein paar Finger sind noch beweglich und so ließ ich es mir nicht nehmen, da geplante Stir-Fry zuzubereiten. Folgende Zutaten fanden Verwendung:

  • 500g Hähnchenbrust
  • 350g grüne Bohnen
  • 4 große Knoblauchzehen
  • 3 große rote Chili
  • 2 EL dunkle Sojasauce
  • 3 EEL Fischsauce
  • 2 TL Zucker
  • und – nicht weil es reingehört, sondern weil ich es so mag – 1 daumengroßes Stück Ingwer

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Die Vorbereitungen haben heute etwas länger in Anspruch genommen, aber irgendwie bin ich klargekommen. Die Hähnchenbrustfilets habe ich in kleine Würfel geschnitten, Knoblauch und Chili gehackt und den Ingwer geschält und in feine Streifen geschnitten. Beim Pfannenrühren sollten alle Zutaten fertig bereitstehen, weil das Garen am Ende recht schnell geht.

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Die Bohnen waren nur etwas angetaut, aber schon halb gar, weil ich sie vor dem Einfrieren blanchiert hatte. Reis für die Beilage war aufgesetzt und in meiner Eisenpfanne, die ich vor ein paar Tagen frisch eingebrannt habe, habe ich Öl zum Braten aufgesetzt. Dann gings los mit dem Braten von Chili, Knoblauch und Ingwer.

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Sie sollen schön weich brutzeln unter ständigem Rühren gebraten werden. So sieht das dann aus.

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Nun ist es soweit, dass das Fleisch dazu kommen kann. Es wird von allen Seiten schön braun angebraten.

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Die Pfanne ist jetzt eigentlich voll, aber die Bohnen müssen noch dazu, also Platz machen und eng zusammenkuscheln! Dann erst mal das Wasser von den Bohnen verkochen lassen, dann werden sie ebenfalls noch mitgebraten. Sie sind ganz schnell gar, wie auch das feine und zarte Fleisch.

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Gewürzt haben wir noch gar nicht, das hole ich jetzt zum Ende nach. Fischsauce und dunkle Sojasauce sorgen für den typischen Geschmack des Gerichts, den Zucker hatte ich schon in den Flüssigkeiten aufgelöst. Die dunkle Sojasauce sorgt für die intensive dunkle Färbung des Essens. Wer das nicht mag, sollte helle Sojasauce verwenden, wobei mir persönlich die dunkle etwas besser schmeckt  und mich stört die Färbung auch nicht.

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Wenn die Saucen sich über die restlichen Zutaten gezogen haben und eingekocht sind, ist das Essen auch fertig, der Basmatireis ist ebenfalls schon weich und fertig.

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So schnell, wie dieses Essen gekocht ist, kann man es gar nicht essen, das ist Fastfood aber auf einer ganz anderen Ebene als der Burger vom Burgerbrater nebenan. Das Essen schmeckt hervorragend, es ist sehr gut scharf, ich mag auch den frischen Geschmack vom Ingwer total gern und die Bohnen sind noch schön knackig. Auch Brokkoli und/oder Paprika kann ich mir in diesem Essen sehr gut vorstellen. Man kann das gut nach eigenem Geschmack variieren.

Genug der Worte, ich bin jetzt auch völlig erledigt vom Tippen. Macht’s nach, es lohnt sich wirklich!

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3 Kommentare

  1. Micha

    Zunächst einmal wünsche ich Dir ne schnelle Genesung.

    Vom einhändigen Arbeiten kann ich ein 4 monatiges Lied singen 😉

    Das Gericht (ich kenne das Original und habe es schon oft im Wok gemacht) sieht gelungen aus. Respekt vor der Leistung, das mit nur einer Hand bewerkstelligt zu haben.

    Wegen der vollen Pfanne 😀 das ergeht einem im Wok auch sehr schnell 😉

  2. Barbara de Gaudenzi

    Auch von mir gute Besserung, Kerstin. Sei froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Das Essen sieht sehr lecker aus. Ich mache so etwas gerne im Wok, für mich gehen nur Bohnen dazu.
    Hast Du mir einen link zu einer Anleitung zum einbrennen einer Pfanne? Mein Wok bräuchte eine professionelle Auffrischung :-).

    1. Micha

      Wenn es nur um eine Pfanne geht:

      Pfanne schruppen, abtrocknen. Danach bis ca 1cm unter dem Rand Öl rein, gut ne halbe handvoll Salz und dazu Kartoffelscheiben.
      Kartoffeln schwarz werden lassen, dabab und zu rühren, wenden. Die Pfanne danach mit heissem Wasser spülen, abtrocken und aus die Maus.

      Mit einem Wok ähnlich. Da braucht es nicht so viel Öl, ein guter Schuß reicht. Dann gut erhitzen und Salz/Kartoffelmischung schwarz werden lassen.

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