Das Leben ist schön

Vietnamesische Frühlingsröllchen

Vor bestimmt 13 Jahren feierte mein Kollege Huu-An seinen Einstand bei uns und brachte uns zu diesem Anlass Frühlingsröllchen nach einem Rezept aus seiner Heimat mit. Und er war so nett, dieses Rezept mit mir zu teilen, wofür ich ihm heute noch dankbar bin. Da es sich wirklich um eine wunderbare Speise handelt, teile ich sie heute auch mit Euch. Über die Laufe der Jahre habe ich sie immer mal wieder zubereitet, jetzt aber schon länger nicht mehr und musste erst mal wieder das Rezept suchen. Ich konnte mich aber erinnern, dass ich damals auf der Bewertungsplattform dooyoo.de einen Erfahrungsbericht über den verwendeten Teig geschrieben und dort auch das Rezept dazu veröffentlicht hatte – so war es dann auch schnell wiedergefunden, auch wenn ich nun schon Jahre nicht mehr dort eingeloggt war.

Das Rezept ist es aber auf jeden Fall wert, auch hier auf dem Blog zu erscheinen und weil wir sie heute mal wieder gemacht haben, zeige ich Euch gleich, wie sie zubereitet werden und ein paar Fotos dazu. An Zutaten benötigt man:

  • Frühlingsrollenteig aus dem Asienladen (ich nehme immer den von Spring Home), die kleinere Sorte (ca. 13x13cm)
  • 500g Hackfleisch
  • 500g Gemüse (zum Beispiel Weißkohl, Lauch, Karotten und Paprika – das war meine heutige Zusammenstellung)
  • 50g Glasnudeln
  • 2EL Reiswein und Sojasoße (das ist ein Zusatz von mir, nicht im Originalrezept enthalten)
  • Salz und Pfeffer, etwas gemahlene Chili
  • Öl zum Frittieren

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Das Gemüse muss geputzt werden, dann wiege ich es ab. Ein bisschen mehr als 500g habe ich zusammengestellt.

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Dann wird es im Foodprozessor fein gehackt, aber nicht zu Brei verarbeitet. Ich gebe es direkt zum Hackfleisch, gebe Reiswein und Sojasoße dazu und würze mit Salz, Pfeffer und zwei kleinen gemeinen Chilischoten.

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Die Glasnudeln müssen eine Weile in heißem Wasser eingeweicht werden, bis sie weich sind.

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Wenn sie schlüpfrig sind, lasse ich sie im Sieb abtropfen, schneide sie mit der Schere in kurze Stücke und gebe sie ebenfalls zum Hackfleisch.

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Wenn das Gemüse mit dem Hackfleisch verknetet ist, dann knete ich auch die Glasnudeln noch unter.

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Dann gehts endlich ans Wickeln. Die Teigblätter liegen dicht aufeinander und man muss sie ganz vorsichtig abziehen. Da der Teig sehr schnell austrocknet, muss man zwischen den Arbeitsschritten den Teig immer wieder mit einem feuchten Tuch abdecken. Also, Blatt abziehen, Teig zudecken, Frühlingsröllchen füllen und rollen, beiseite legen und wieder von vorn.

Um das Röllchen zu formen, legt man das Blatt mit einer Spitze nach unten zeigend vor sich hin. Ein Esslöffel Füllung ist genug, mehr passt nicht rein. Den legt man in das untere Drittel, schlägt die Spitze nach oben, rollt etwas ein, dann werden die Seiten eingeschlagen und fertiggerollt. Man muss den Teig nicht mit Wasser oder Eiweiß einstreichen, wenn das Röllchen gerollt ist, hält der Teig gut zusammen.

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Das Ganze 50 mal und dann ist der Teig alle, ein bisschen Füllung ist übrig geblieben, das hätte noch mal für ca. 3 Röllchen gereicht. Kommt also gut hin so.

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Die Frühlingsröllchen werden nun entweder in der Pfanne gebraten oder frittiert. Ich hab mich heute für letzteres entschieden und habe genügend Öl in meinen Wok eingefüllt, um immer 5 Stück auf einmal frittieren zu können. Nach ein paar Minuten sind die Röllchen gar (wenn der Teig anfängt hellbraun zu werden), dann werden sie mit einem Schöpflöffel aus dem Fett gehoben und auf Küchenpapier abgetropft. Markus futtert sie mir direkt aus dem Wok heraus auf.

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Zu den Röllchen habe ich zwei verschiedene Saucen serviert. Im Asienladen hatte ich eine Mango&Lime-Sauce gekauft, außerdem hatte ich noch ein Glas selbstgekochte Sweet Thai Chili Sauce übrig, das ich heute angebrochen habe. Die passt perfekt zu Frühlingsröllchen.

Und da sind die restlichen 30 Röllchen (denn 20 hat Markus ganz allein gegessen)

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Ich hab nur 10 Stück geschafft, aber die Röllchen schmecken kalt mindestens genauso gut und darum freue ich mich jetzt schon auf ein gutes Mittagessen morgen.

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Und gut waren sie! Sehr gut sogar. Sie sind schön würzig, das Gemüse ist noch knackig, das Hackfleisch aber gar, die Röllchen sind total kross und einfach fantastisch. Die viele Arbeit hat sich wieder mal gelohnt.

Nachtrag: Weil die Frage nach der Mango-Sauce aufgekommen ist, hier noch mal ein größeres Bild der Flasche

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6 Kommentare

  1. Micha

    Voll auf die 12!

    Herrliche Röllchen, sowas mag ich unheimlich gerne. Bei Deinen kann man auch sicher sein, dass da „richtiges“ Hack drin ist und nicht Hund Katze Maus….

  2. Barbara De Gaudenzi

    Kerstin, das werde ich auch ausprobieren. Schade, dass ich nicht da bin, ich würde die restlichen mal eben so weg futtern :-).

  3. Ingrid

    Danke für das Rezept und die entsprechenden Fotos, die Fotos Sünder für mich immer sehr wichtig.

    Leider kann ich die Aufschrift v.d. Lime Sauce nicht gut erkennen, die interessiert mich, habe ich noch nie gesehen.

    Weiterhin viel Freude mit Deinem Blog

    1. kerstin (Beitrag Autor)

      Hallo Ingrid,

      ich stelle Dir heute abend gern noch ein zweites Foto von dieser Sauce ein.

      Viele Grüße
      Kerstin

  4. Outlaw

    Danke für diese hilfreiche Schritt-für-Schritt-Anleitung!

  5. Michi

    Hach Kerstin…

    …wieder ein wundervoller Beitrag 🙂
    Die mache ich auf jeden Fall nach…!!
    Ist schon ewig her als ich Frühlingsrollen gemacht habe,
    aber die waren sehr groß…lol

    Ähm…du weißt ja…das du beim nächsten Treffen genau
    diese Scheißerchen mitbringst…gell..?? 😀
    Grüßle Michi

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