Das Leben ist schön

Forellen-Steckerlfische vom Kohle-Gasgrill

Unser Umzug in den Odenwald hat uns bis jetzt nur Vorteile gebracht, wir haben es noch keine Sekunde bereut, hierher gezogen zu sein. Abgesehen von der Schönheit der Natur, der Abgeschiedenheit hier im Feriendorf und der Ruhe, die wir hier genießen können, haben wir hier auch viele bäuerliche Direktvermarkter in der Nähe. In ca. 10km Entfernung gibt es zum Beispiel eine Forellenzucht, wo man nicht nur selbst angeln kann, man kann auch schon fertig gefangenen, geschlachteten und ausgenommenen Fisch kaufen – und das natürlich in ganz frischer Qualität.

Dorthin fuhren wir heute und 3 Fische wanderten in den Beutel, Kostenpunkt knapp 11 Euro für etwas mehr als ein Kilo, dann gings weiter zum Baumarkt, Steckerl kaufen, denn wir wollten die Fische heute abend grillen und da bietet es sich an, sie aufzuspießen. Um eine möglichst große Grillfläche zu bekommen, haben wir heute mal den Holzkohleeinsatz für den Gasgrill bemüht. Der hatte heute sozusagen seine Premiere, denn obwohl wir ihn schon so lange haben, haben wir ihn noch nie benutzt. Er wird mit Holzkohle gefüllt, und diese wird mit den Flammen des Gasgrills, über denen er direkt liegt, angezündet.

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Während Markus das Anglühen der Kohlen begleitete, kümmerte ich mich in der Küche um die Säuberung und das Würzen der Forellen. Da sie so traurig aussahen, lud ich sie zu einem letzten Bad in mein Spülbecken ein.

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Vom Kräuterbeet hatte ich mir noch etwas Thymian Silver Queen mitgenommen, der ein zitroniges Aroma hat. Dessen Blätter abgezupft und vermischt mit dem bei uns sehr beliebten Montreal Spice ergaben die Gewürzmischung für die Forellen, die ich im Bauch und auch ein wenig auf der Haut verteilte.

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In einem kleinen gusseisernen Förmchen schmolz ich etwas Butter und vermischte diese mit  etwas von dem Gewürz, damit sollten die Fische während des Grillens bestrichen werden.

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Dann gings raus. Markus hatte die Stöckchen, Vierkanthölzer mit 1cm Kantenlänge schon angespitzt, so dass ich die Fische spießen konnte. Spießen kann ich! Das hat mir der Airbagschorsch in Bruck beigebracht. Durch das Mäulchen schön am Rückgrat entlang durch die Schwanzflosse. Ging ganz einfach.

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Dann kamen die drei Tiere über die inzwischen heiße Holzkohle. Für das Drehen der Fische war die manuelle Steckerlfisch-App mit Namen Markus zuständig, ich bepinselte immer mal wieder die Haut der Fische mit der Gewürzbutter.

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Nach und nach nahmen die Forellen Farbe an und irgendwann waren sie fertig. Sie hielten sehr gut auf den Spießen, so gut, dass wir die Spieße gar nicht mehr rausgezogen bekamen. Wir hatten mangels Zeit die Holzstückchen nicht eingeweicht, ich hatte sie auch nicht eingeölt, aber wir konnten sehr gut um die Stöckchen herum essen.

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Durch das Bestreichen mit Butter sind die Fische schön saftig geblieben, der Garpunkt war ebenfalls klasse, sie waren gerade so durch, auf den Punkt, das Fleisch war darum wunderbar zart, saftig und lecker, die Haut würzig und kross. Das Montreal Spice passt wunderbar zu Fisch, es unterstreicht den zarten Geschmack der Forellen ganz leicht. Ein herrliches Abendessen.
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Anbei noch der Link zum Montreal Spice
Montreal-Spice

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