Das Leben ist schön

Gebratene Ente mit Litschi-Curry

Die Thai-Küche mit ihren unvergleichlichen Aromen mögen wir sehr gern. Und jetzt ist das Wetter wieder so, dass wir in die Indoor-Küche umgezogen sind. Currys, egal ob indisch oder thailändisch, stehen bei uns im Herbst immer besonders hoch im Kurs. Die Currypasten, die in der thailändischen Küche verwendet werden, stelle ich auch immer selbst her. Das Mörsern der Paste baut Stress ab und der Geruch der Zutaten macht Lust auf mehr.

Für heute hatte Markus sich ein Rezept rausgesucht, bei dem wir rote Currypaste benötigt haben. Folgende Zutaten werden für 8 EL Currypaste gebraucht:

1 Knolle Knoblauch
4 Stengel Zitronengras (nur der helle untere Teil)
10 große getrocknete Chilischoten, in Wasser eingeweicht (ich habe Cayenne aus eigenem Anbau verwendet)
2 Schalotten
2 EL Galgant-Wurzel
2 TL Limettenschale (besser als die herkömmliche ist die von Kaffir-Limetten, die ich allerdings nicht auftreiben konnte)
1 EL Korianderwurzel
1 TL weiße Pfefferkörner
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 EL Garnelenpaste

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Die Zutaten stehen bereit und man beginnt immer mit den festeren Zutaten. Ich beginne immer mit den Chilischoten, dann das gehackte Zitronengras, die fein gehackte Galgantwurzel, die gehackte Korianderwurzel, die geschnittenen Schalotten und Knoblauchzehen, die Limettenschale, dann die getrockneten Gewürze und – wenn alles eine schöne Konsistenz hat – die weiche Garnelenpaste. Die Verwendung letzterer mag anfangs etwas Überwindung kosten, denn der Geruch ist streng und penetrant fischig, aber Garnelenpaste ist eine für den typischen Geschmack unverzichtbare Gewürzpaste.

Die Currypaste kann natürlich auch in einem Mixer hergestellt werden, allerdings verbinden sich durch das lange und langsame Zerstoßen der Zutaten die Aromen besonders gut. Die Konsistenz muss auch nicht zu fein sein, man darf durchaus noch etwas Struktur erkennen dürfen. Der Geschmack sollte ausgewogen sein, keines der Aromen sollte hervorschmecken, darum empfiehlt es sich, die Paste zwischendurch immer wieder abzuschmecken.

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Für das Curry verwende ich eine ganze Ente von ca. 1,8kg, ich hatte eine französische Barbarieente. Die Ente wird vor der Zugabe in das Curry im Ofen gegart. Sie wird mit 5 grünen Kardamomkapseln gefüllt, mit einigen (ca. 20) Gewürznelken gespickt und mit einer Würzmischung eingerieben. Diese besteht aus:

1 TL Salz
1 TL Zucker
1 EL Korianderwurzeln
1 EL dunkle Sojasoße
5 Knoblauchzehen
1 TL weiße Pfefferkörner

Hier hab ich es mir einfach gemacht und alle Zutaten einfach im Mixer püriert.

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Also erst spicken (mit einem kleinen Messerchen Löcher vorgebohrt und die Nelken reingesteckt.

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Dann mit der Paste einreiben und für 3 Stunden marinieren lassen.

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Die Ente wird in den 220° heißen Ofen geschoben (ich hab sie auf den Rost gelegt und eine Fettauffangschale mit Wasser untergestellt), wird 20 Minuten gebraten, dann wird die Hitze auf 180° reduziert und die Ente bleibt für weitere 2 Stunden im Ofen. Zwischendurch hab ich sie einmal umgedreht.

Kurz vor Ende der Garzeit der Ente begann ich mit der Zusammenstellung des Litschi-Currys. Folgende Zutaten wurden dafür verwendet:

2 Dosen (a 400ml) Kokosmilch, davon die obere dicke Schicht (nicht schütteln vorher)
2,5 EL der roten Currypaste
3 EL Fischsauce
1 TL Zucker
5 Limettenblätter von der Kaffirlimette (gibts gefroren im Asialaden)
20 Litschis (leider ließen uns die Supermärkte im Stich, frische Litschis waren nicht aufzutreiben, so haben wir Früchte aus der Dose verwendet)
10 Kirschtomaten
20 Blätter Thai-Basilikum

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Während ich die Ente aus dem Ofen geholt und das Fleisch ausgelöst habe (die Haut haben wir zwischen uns aufgeteilt), hat Markus mit der Zubereitung des Currys begonnen.

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Zuerst hat er die Currypaste in etwas Öl angebraten.

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Dann kamen die Kokoscreme, die Fischsauce, der Zucker und die Limettenblätter dazu und die Sauce wurde für ein paar Minuten geköchelt.

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Nun kamen die Litschis und die Tomaten dazu und durften ebenfalls etwas köcheln. Das ausgelöste Fleisch wurde nach und nach dazugegeben. Zwischendurch habe ich auch noch den Reis gekocht, den wir zum Curry essen wollten.

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Als der Reis fertig war, konnten wir auch das Curry vom Herd nehmen. Nun wurden noch die Basilikum-Blätter untergehoben, dann wurde angerichtet.

Ente

Die Ente war fantastisch. Das Fleisch war butterzart. Selten habe ich eine so gute Ente gebraten, auch die Würze war hervorragend. Das Curry selbst war voller Aromen mit wunderbar ausgewogenem Geschmack, leicht süß von den Litschis, die Limettenblätter brachten eine säuerliche Note rein, die Currypaste war scharf und würzig und wurde durch die Milde der Kokosmilch ausgeglichen. Wer noch nie eine Currypaste selbst hergestellt hat, sollte das unbedingt mal probieren, wenn er thailändisch kochen will.

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