Das Leben ist schön

Gefüllte Okraschoten

Wie vielseitig Okraschoten sind, glaubt man gar nicht. Man kann sie nicht nur hervorragend in Ragouts garen, mit anderem Gemüse zusammen braten oder in Kokosmilch kochen, heute habe ich sie sogar gefüllt, was zwar ein bisschen Arbeit war, aber so gut geschmeckt hat, dass ich mir diese Arbeit jederzeit wieder machen würde. Aber fangen wir von vorn an, ich benötige folgende Zutaten:

  • 40 Okraschoten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Koriandersamen
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz nach Geschmack
  • 3 kleine aber gemeine Chilischoten (Tabascoschoten – höllisch scharf)
  • etwas Ghee
  • rote Lebensmittelfarbe (optional)

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Die Gewürze habe ich in einer Pfanne angeröstet, bis sie anfingen zu duften. Dann habe ich sie in meiner Gewürzmühle fein gemahlen.

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In einem EL Ghee habe ich dann die Zwiebel und den Knoblauch angebraten. Die Zwiebeln müssen nicht braun werden, sollen aber schön weich sein. Darum besser mit wenig Hitze braten.

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Mit den gemahlenen Gewürzen (auch der Kurkuma und das Salz kommen dazu), vermische ich die Zwiebeln und gebe so viel von dem Ghee dazu, bis eine schöne Paste entsteht. Weil die Paste so grau aussieht, helfe ich farblich ein wenig nach und mische eine Messerspitze rote Tandoori-Farbe hinzu – jetzt sieht die Paste auch so aus, wie sie schmeckt, nämlich schaaaarf.

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Um die Okraschoten nun mit dieser Paste zu füllen, lasse ich die Stiele dran (die kann man auch nach dem Garen auf dem Teller abschneiden) und schneide mit einem kleinen Messer vom Stielansatz bis fast zur Spitze die Okraschote ein aber nicht durch. Mit den Fingern drücke ich sie etwas auseinander und fülle mit der anderen Hand etwas von der Paste in den Schlitz.

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Wenn man das mit 40 Stück gemacht hat, weiß man, was man getan hat. Übrigens: Handschuhe sind Pflicht. Nicht nur, dass Kurkuma und Lebensmittelfarbe auch auf Händen gut haften. Die Schärfe der Tabasco-Schoten möchte ich nicht an den Fingern haben, denn ein unbedachtes Augenreiben mit den Fingern ist dann sehr schmerzhaft.

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Die Okras werden nun in etwas Ghee in einer Pfanne angebraten, die gefüllte Seite nach oben. Ich bestreue sie auch noch mit etwas Salz.

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Ich gebe, wenn sie auf der Unterseite braun sind, etwas Wasser hinzu und lasse sie bei geschlossenem Deckel ein paar Minuten garen, bis sie schön weich sind.

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Das Wasser lasse ich dann verkochen und wende die Okras noch mal in der ausgetretenen Paste.

Markus bringt inzwischen die beiden Rumpsteaks rein, die er draußen auf dem Gasgrill angegrillt hat. Unser Metzger hatte letzte Woche ein fantastisches Roastbeef liegen, gute 2kg schwer, das haben wir ganz spontan mitgenommen. Davon hatte ich vorhin zwei Steaks für uns abgeschnitten.

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Die Steaks lasse ich im Ofen bei 160° fertigziehen, bei 56° Kerntemperatur nehme ich sie raus und serviere sie auf vorgewärmten Tellern zusammen mit den Okraschoten und einer Scheibe des wunderbaren Haselnussbrotes, das ich heute nachmittag gebacken habe.

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Noch etwas näher ran:

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Die Okras sind der Hammer. So herrlich würzig, dass ich gar nicht genug davon bekommen kann. Ihren Eigengeschmack mag ich ja sowieso total gern, dazu kommt diese leckere Füllung, scharf und würzig. Da werden Steak und Brot – so gut sie auch sind – direkt zum Nebendarsteller. Aber das Fleisch ist ebenfalls fantastisch. Wir haben noch nie schlechtes Fleisch bei unserem Metzger bekommen und auch dieses Roastbeef ist nicht nur wunderbar zart, sondern schmeckt auch richtig richtig gut. Durch das scharfe Angrillen am Anfang und das sanfte Nachgaren im Ofen ist es innen durchgehend rosa. Man merkt auch die Qualität des Fleisches ganz deutlich. Nun, und zu dem Brot habe ich ja schon ein paar Worte verloren, das ist einfach superlecker. So kann man aus relativ wenigen aber guten Zutaten ein echtes Festmahl gestalten.

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1 Kommentar

  1. Outlaw

    Tolle Sache mit den Okras!

    Aber dass es diese Kornkreise nun auch schon auf Steaks gibt, verwundert mich schon . . . .

    LG Big Ol´Rolf

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