Das Leben ist schön

Gegrillte Spareribs mit Rotwein-Pflaumensauce

In der Hoffnung, dass das Wetter einigermaßen mitspielt, hatte ich vor zwei Tagen meine noch eingefrorenen Spareribs aufgetaut, um sie heute auf den Grill zu bringen. Und tatsächlich, nachdem es heute nacht und den ganzen Morgen noch stark geregnet hatte, blickte am Vormittag dann die Sonne hervor.

Unsere Ribs wollten wir gegen 12 Uhr auflegen und während Markus das Big Green Egg bereitmachte und den Eierbläser anschloss, kümmerte ich mich um die Vorbereitung der Ribs.

Das heißt zunächst einmal natürlich, die Silberhaut zu entfernen. Mit dem Löffelstiel eines Teelöffels geht das ganz gut.

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Wenn dann das erste Stückchen lose ist, kann man die Haut gut abziehen.

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Die Ribs habe ich mit zwei verschiedenen Gewürzmischungen gewürzt, auf die Hälfte der Ribs kam der Butt Glitter Rub vom Texaner und ich hatte auch noch eine Spareribs-Mischung von den Salzburger Barbecue Bulls. Die finde ich auch für andere Schweinefleischgerichte sehr gut, zu den Ribs passt sie natürlich besonders gut.

Markus hat mit dem Eierbläser das Keramik-Ei gut im Griff, innerhalb kurzer Zeit stand das Thermometer bei 120° und blieb dort wie angenagelt für 3 Stunden. Einmal eingeregelt haben wir dann die Ribs aufgelegt bzw. in diesem Fall aufgestellt, wir haben die einzelnen Stücke in die Rib-Halter von Ikea gestellt. Es gibt Leute, die da Topfdeckel reinstellen, aber für Rippchen sind sie einfach ideal.

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Die Ribs haben wir mit Pflaumenholz 3 Stunden lang geräuchert.

Wir haben bei Ribs schon einiges ausprobiert und sind uns einig, dass uns die 3-2-1-Ribs immer am besten geschmeckt haben, sprich 3 Stunden räuchern, 2 Stunden mit Flüssigkeit in Alufolie dämpfen und anschließend noch mal mit Soße glasiert direkt angrillen. Wir stehen auf das Foliengedöns und Fleisch, das am Ende des Garprozesses einfach so vom Knochen fällt.

Darum leiteten wir nach den ersten drei Stunden Räuchervorgang die Dämpfphase ein. Heute haben wir Weißwein in die Schale gefüllt und natürlich das Gitter reingelegt, damit die Ribs nicht in der Flüssigkeit liegen.
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Darauf kamen nun die Ribs, wurden mit Alufolie eingewickelt, so dass die Schale gut abgeschlossen war und alles kam für weitere zwei Stunden auf den Grill. Die Temperatur hat Markus auf 150 Grad erhöht, damit die Flüssigkeit auch wirklich verdampft und die Ribs im Dampf garen.

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Nun hatte ich zwei Stunden Zeit, die Soße zu kochen, mit der die Ribs am Ende bestrichen werden. Und bei diesen Soßen kommt dann auch etwas Kreativität dazu. Heute habe ich mich für eine Pflaumensoße entschieden, denn kleine dunkle Mini-Pflaumen habe ich im Moment im Garten genügend, und bevor ich die komplett den Wespen überlasse, verwende ich sie lieber selbst.

Die Pfläumchen, ca. 2 Hände voll, wurden entsteint und mit ca. 300ml Rotwein in einen Topf gegeben. Zum Würzen kam jetzt Salz, eine halbe getrocknete Cayenneschote von der letztjährigen Ernte, 4 Pimentkörner, 1 Lorbeerblatt, 1 Messerspitze gemahlener Ingwer, 1 Messerspitze gemahlene Vanilleschoten und zum Süßen noch 3 EL Ahornsirup sowie 3 EL brauner Rohrzucker dazu, bei dem auch noch ein bisschen Zimt untergemischt war. Weil Markus es so mag, wanderten auch noch zwei ganze Knoblauchzehen mit rein.

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Die Soße habe ich aufgesetzt und bei ganz geringer Hitze zwei Stunden lang köcheln lassen. Zwischendurch auch mal probiert und festgestellt, dass meine Cayenneschote richtig gemein ist.

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Als die Ribs fertig gedämpft waren, habe ich die harten Gewürze entfernt und die Soße einfach püriert, damit hatte sie die ideale Konsistenz zum Bestreichen der Ribs. Und die Farbe ist himmlisch. Genau wie der Geschmack. Wir mögen süße Soße auf unseren Ribs und die Pflaumen hat man schön herausgeschmeckt, die waren einfach toll.

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Die Ribs haben wir nun schön ausgebreitet und dann mit der Soße bestrichen.

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Währenddessen hatte Markus auch den Grill umgebaut und den Deflektorstein entfernt, so dass die Ribs nun noch direkt über der Kohle gegrillt wurden. Auch die Unterseite haben wir noch mit der leckeren Pflaumensoße bestrichen.

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Wir haben sie jetzt aber keine ganze Stunde mehr draufgelassen sondern nach ein paar Minuten umgedreht, von der anderen Seite auch noch gegrillt und dann eingepackt, reingetragen und gegessen.

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Der Geschmack war himmlisch, die süß-säuerliche Soße passte prima zu den Gewürzen und dem geräucherten Fleisch. So schmecken uns Ribs immer wieder gut.

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1 Kommentar

  1. Kasselfood

    Sieht gut aus, die Soße muss ich unbedingt mal probieren!
    Ich mache auch häufiger mal Spareribs, aber benutzte dazu eine flüssige Marinade statt eines Rubs

    http://kasselfood.com/2014/03/09/spareribs-in-honig-senf-marinade-zum-grillen-rezept/

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