Das Leben ist schön

Gekräutertes Pollo Fino auf Kirschholz geplankt

Unser Auto spukt!

Heute vormittag haben wir eine schöne Spazierfahrt an den Neckar gemacht und sind durch diese schöne Gegend in Baden-Württemberg gefahren, immer am Fluss entlang fast bis Heilbronn. Dabei hörten wir – ungewöhnlich oft – ein Kätzchen miauen. Die Mauz-Laute wurden immer häufiger, auch in nichtbewohnten Gegenden und irgendwann kamen wir darauf, dass das Kätzchen bei uns im Auto weint. So sehr, dass wir irgendwann anhielten und nachschauten, ob wir irgendwo eine Katze überfahren hatte, die jetzt am Auto hing. Aber da war nichts. Noch zweimal hielten wir an und durchsuchten unser Auto und mussten dann schließlich zur Kenntnis nehmen, dass es tatsächlich der Smart ist, der sich in dieser Fremdsprache äußerte.

Auf diesen Schreck mussten wir uns heute mit einem besonderen Essen trösten. Ich hatte Pollo fino geplant, das sind entbeinte Hähnchenschenkel, die wir auf einer Kirschholzplanke grillen wollten.

Ich hatte 4 Hähnchenschlegel besorgt, aus die ich zunächst die Knochen herausoperieren musste. Dazu habe ich erst die Haut an der Fessel rundherum eingeschnitten.

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Ein Schnitt von der Mitte des Unterschenkels bis zur Fessel legt den ersten Knochen frei. Mit feinen Schnitten rundherum wird der Knochen aus dem Fleisch befreit und am Gelenk abgetrennt.

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Genauso verfahre ich mit dem Knochen am Oberschenkel.

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Mit einem flachen Querschnitt wird der Knochen am Rückenstück abgelöst und man erhält ein flaches Stück Fleisch ohne Knochen. Alle Knochen-, Haut- und Fleischreste simmern gerade zusammen im Topf und ergeben eine feine Hühnerbrühe.

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Um das Fleisch innen schön saftig zu bekommen, wollte ich die Hähnchenschenkel mit einer feinen Kräuterbutter füllen. Ein Gang durch den Garten füllte mein Sieb mit: Rosmarin, Thymian, Estragon, Salbei, Schnittlauch, Pfefferminze, Liebstöckel, Oregano, Basilikum und wildem Rucola. Dazu ein Stück Butter, etwas Fleur de Sel und eine gepresste Knoblauchzehe.

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Die Kräuter hab ich gewaschen und fein gehackt. Die weiche Butter hab ich dann in der Küchenmaschine cremig gerührt und Salz, Knoblauch und die Kräuter untergerührt.

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Sieht gut aus? So schmeckt sie auch. Herrlich!

Weiter gehts mit den Pollo fino. Die hab ich innen gesalzen und gepfeffert und mit etwas Kräuterbutter bestrichen.

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Die Fleischlappen hab ich dann zusammengeklappt, längs mit Spießchen fixiert und von außen mit Salz und Kräutern der Provence gewürzt. Dann gingen sie auf den Grill. Die Kirschholzplanke, die uns ein Kollege von Markus aus seinem Baum geschnitten hatte, hatten wir schon gestern in Wasser eingelegt, so dass sie jetzt schön feucht auf den Grill kam. Die Hähnchenschenkel hat Markus mit der Verschlussseite nach unten auf die Planke gesetzt, so dass die ganze Haut des Hähnchens außen lag und knusprig werden konnte. Die Planke lag in der Mitte des Grills, die Kohlen hatte Markus rechts und links angeordnet, so dass das Hähnchen indirekt gegrillt wurde.

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Nach 20 Minuten sahen die Hähnchenröllchen schon sehr gut aus, und die Holzplanke, die vorn und hinten angekokelt wurde, gab feinen Rauch an das Fleisch ab.

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Nach der Hälfte der Zeit haben wir die Oberfläche der Haut mit flüssiger Kräuterbutter gemoppt. Der Duft ist jetzt schon herrlich.

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Nach insgesamt 45 Minuten hat Markus die Hähnchenteile vom Grill genommen. Ich hatte in der Zwischenzeit Erbsen gekocht und ebenfalls mit der frischen Kräuterbutter glasiert. Dazu passend war dann auch das mit der Butter bestrichene Roggenbrötchen.

PolloFino

Das Fleisch war wunderbar zart, schmeckte lecker kräuterig und die Haut war richtig schön knusprig. Der Aufwand des Entbeinens hat sich wirklich gelohnt, zumal es mit etwas Übung wirklich fix ging.

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