Das Leben ist schön

Honig-glasiertes Lammcarré mit geräuchertem Paprika

Da der 3. Oktober für uns ein ganz besonderer Feiertag ist – schließlich würde es unsere ost-westdeutsche Liebe ohne die Ereignisse im Herbst ’89 nicht geben – sollte es heute auch ein besonderes Festmahl geben.

Markus hatte sich schon länger mal wieder Lammracks gewünscht, einige aktuelle Beiträge dazu im Grillsportverein waren daran nicht unschuldig, und da ich Lamm auch sehr gern esse, gab ich gern mein OK dazu. Markus machte sich wieder auf die Suche nach einem Rezept, das wir als Grundlage nahmen und dann nach unserem Geschmack abwandelten.

Die Lammracks wurden erst mal für einen halben Tag mariniert.

DSC02794
Die Zutaten für die Marinade waren

  • 3 Zwiebeln
  • 4 Knollen Chinaknoblauch
  • 4 EL Worcestershiresauce
  • 1 EL Pfeffer
  • 1 EL Chiliflocken
  • reichlich Thymian und Rosmarin
  • etwas Wasser

Diese Zutaten wurden grob zerkleinert und im Blender noch mal leicht aufgemixt, aber nicht komplett püriert.

DSC02795
DSC02797Die Lammracks habe ich noch ein bisschen getrimmt. Zuerst die Silberhaut abgezogen (die aber nicht so fest ist wie bei Schweinerippchen). Aber ich wollte, dass die Marinade gut ins Fleisch einziehen kann. Und wie herrlich die duftet.

DSC02798
Die Sehne auf der Fleischseite hab ich ebenfalls entfernt, die Fettschicht an den Knochen etwas eingeschnitten.

DSC02799
Dann habe ich die Lammfleischstücke  in Gefrierbeutel gegeben, die Marinade dazu und im Kühlschrank bis zum Nachmittag marinieren lassen.

DSC02800
Markus wollte den Rub machen. Wir hatten uns dafür extra noch geräucherten Paprika bestellt, der zum Glück pünktlich angekommen ist. Im Rub waren insgesamt folgende Zutaten enthalten:

  • 4 EL geräucherter Paprika
  • 2 EL Chilipulver
  • 1 EL Knoblauchgranulat
  • 2 TL Salz
  • 1 EL schwarzer Pfeffer
  • abgeriebene Schale einer Zitrone

DSC02802
Das Paprikapulver hat einen angenehmen Rauchduft, das ist vielversprechend.

Die Lammracks habe ich aus der Marinade gezogen und dann einfach etwas abgewischt. Dann wurden sie gründlich mit dem Rub von allen Seiten eingerieben .

DSC02803
Während ich drinnen das Fleisch vorbereitet habe, hat Markus unser Ei angefeuert und auf 125° eingestellt. Ein kleiner Ast vom Pflaumenbaum verbreitete schon sehr schönen Rauch, das Ei dampfte fröhlich vor sich hin. Indirektes Setup mit dem Deflektorstein und einer Wasserschale unter dem Fleisch, dann konnten wir auflegen. Markus verkabelte noch die Fleischstücke mit den Thermometern des CyberQ, damit können wir vom Sofa aus die Entwicklung der Temperaturen beobachten. Auf 52° sollte das Lamm kommen.

DSC02805
Das Lammfleisch sollte am Ende auch noch glasiert werden, dafür habe ich zwei große EL Honig mit ungefähr der doppelten Menge BBQ-Sauce (bei uns heute Bulls Eye Original) gemischt und zwei kleine Jalapenos und eine Knoblauchzehe dort reingerieben. Mmh, lecker.

DSC02807 DSC02809 DSC02813 DSC02816
Als die Lammracks soweit waren, gings mit der Glace nach draußen und wir lüfteten mal den Deckel des Eis. Ein unbeschreiblicher Duft stieg uns jetzt schon in die Nase.

DSC02817
Nun haben wir das Fleisch vom Grill genommen und die Unterseiten schön dick mit der Glace bestrichen.

DSC02820
Auch die andere Seite wurde natürlich glasiert, dann durften die Lammracks noch ca. 20 Minuten bei Vollgas aber immer noch indirekt fertig grillen.

DSC02821
Markus passte auf, dass das Fleisch nicht verbrennt und ich bereitete drinnen den Tisch vor. Dann gabs endlich Essen. Nachdem wir diesen leckeren Duft schon so lange in der Nase hatten, waren wir natürlich sehr gespannt, wie das Fleisch schmecken würde.

DSC02824
Als Beilage hatte ich rasch noch einen Radicchio aufgeschnitten und mit Balsamico-Creme und Olivenöl angemacht. Das Fleisch sieht herrlich aus.

DSC02827
Es ist überraschend scharf, sehr würzig aber durch die Glace auch süß. Mmmmmmhhhhhhhhh…. das ist wirklich köstlich. Der Rauchgeschmack vom Paprika kommt immer noch gut durch, es ist wirklich sehr lecker. Und zart! Es fällt fast von allein vom Knochen, so weich und saftig ist es.

DSC02828 (1)
Ein wirklich gelungenes Essen an einem herrlichen Tag.

Download PDF

2 Kommentare

  1. Michi

    Boah Kerstin,
    genau mein Ding…sofort essen will 🙂

    …ähm…*überraschend scharf*….bei 2 Jalapenos..??!! …GRÖHL… 😀

    Grüßle Michi

    1. kerstin (Beitrag Autor)

      Hihi… ich glaub eher, dass die Schärfe an den übergroßen Löffeln Chilipulver lag – die Jalapenos hatten ja überhaupt keinen Biss….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.