Das Leben ist schön

Thunfischpastete mit Paprika und Oliven

Wir sind immer noch in Spanien und können uns kaum losreißen, so gut gefällt uns die spanische Küche. Nachdem es gestern Vor- und Hauptspeise gab, die beide recht schnell zuzubereiten waren, hatte ich heute nur ein Gericht auf dem Speiseplan, das aber insgesamt etwas aufwendiger war. Es handelt sich um eine Thunfischpastete mit einer sehr geschmackvollen Füllung. Folgende Zutaten habe ich verarbeitet (sind leider nicht alle auf dem nachfolgenden Foto):

Für den Teig:

  • 375g Mehl
  • 125ml Olivenöl
  • 125ml trockener Weißwein
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Eier

Für die Füllung:

  • 2 Dosen Thunfisch in Öl, abgetropft und zerpflückt
  • 1 Paprikaschote oder eingelegter Tomatenpaprika
  • 1 Dose (400ml) gehackte Tomaten
  • 2 hartgekochte Eier
  • 20 schwarze Oliven
  • 2 kleine oder 1 große Zwiebel/n
  • Salz und Zucker zum Abschmecken
  • Olivenöl

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Der Teig muss nach dem Kneten ein bisschen ruhen, darum bereite ich ihn als erstes zu. Ich vermische ein Ei mit dem Salz und Backpulver und rühre darin das Öl und den Wein ein.

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Das Mehl siebe ich in eine Schüssel, forme eine Mulde, in die ich die gemixte Flüssigkeit gieße und lasse den Knethaken meiner Küchenmaschine ca. 5 Minuten lang seine Arbeit tun. Heraus kommt ein sehr feuchter und fettiger Teig, der absolut nicht klebt, obwohl er sehr weich ist. In Folie gewickelt sollte er eine Stunde liegen, so viel Geduld hatte ich aber nicht.

Während er ruht, ist aber Zeit, die Füllung vorzubereiten. Die Zwiebeln schneide ich in kleine Würfel und auch die Paprikaschote wird in kleine Stücke geschnitten. Da meine Schweinchen alle Paprikaschoten aufgefressen haben, musste ich auf eingelegten Tomatenpaprika aus dem Glas zurückgreifen. Der passt aber auch sehr gut geschmacklich in die Pastete rein. Zwiebeln und Paprika brate ich im Olivenöl an, bis sie weich sind.

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Dann kommen die Dosentomaten dazu und ich lasse sie so lange einkochen, bis die ganze Flüssigkeit weggekocht ist.

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Ich würze die Sauce mit Salz und Zucker.

Nebenbei hatte ich noch ein paar Eier hart gekocht, davon pelle ich zwei und hacke sie grob durch, ebenso wie die schwarzen Oliven (die frecherweise schwarz gefärbte grüne Oliven waren, obwohl nicht draufstand, dass sie gefärbt sind). Den Thunfisch gieße ich ab.

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Das alles kommt jetzt unter die Tomaten-Paprika-Sauce.

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Jetzt, wo Thunfisch und Oliven dran sind, schmecke ich noch mal endgültig ab.

Den Teig teile ich zwei Stücke, wobei eins etwas größer sein sollte. Das ist die untere Hälfte der Pastete, ich rolle den Teig zwischen zwei Blättern Backpapier aus. Er saugt sich gut am Papier fest, so dass man das immer mal wieder lösen muss. Aber auf diese Weise kann ich den ausgerollten Teig dann auch gut hochnehmen und in eine gefettete Form legen, dabei einen kleinen Rand bilden.

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Dieser Teig wird jetzt mit dem Eiweiß des zweiten Eis bestrichen und bei 180° 10 Minuten vorgebacken. Da der Teig beim Backen sich stark wölbt, steche ich ihn mit einer Gabel ein paar mal ein.

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Auf den Teig kommt jetzt die Füllung drauf.

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Auch den zweiten Teigballen habe ich dünn ausgerollt und lege ihn vorsichtig auf die Füllung und schneide den überstehenden Teig ab. Der Deckel sollte aber gut auf dem schon gebackenen Rand aufliegen, damit dort nichts auslaufen kann. Mit dem Eigelb wird der Deckel bestrichen und – nach den Erfahrungen mit dem Backen des Bodens – auch gleich noch eingepiekst.

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35 Minuten bei 180° im Backofen und die Farbe der Pastete hat sich doch deutlich geändert. Sie ist wunderschön goldbraun und der Teig ist schön fest geworden.

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Und der Anschnitt: Die heiße leckere Füllung umhüllt von einem zarten und mürben Teig. Die Pastete ist fantastisch, Paprika, Tomaten, Thunfisch und Oliven ergeben eine tolle Geschmackskomposition. Sie ist so gut, dass Markus eine halbe Pastete aufisst. Da sie auch kalt gut schmecken soll und ich noch ein großes Stück übrig habe, gibts morgen noch ein tolles Mittagessen.

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2 Kommentare

  1. Outlaw

    Das werde ich mal im Dutch Oven mit meiner Pieform ausprobieren.

  2. Martin

    Tolles Rezept. Danke an Rolf fürs Zeigen. Ich muss hier doch öfter mal vorbei schauen.

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